Grippeimpfstoff-Versorgung

Bayern: Abbott und Sanofi geben Rabatt

Berlin - 07.06.2013, 15:39 Uhr


Abbott und Sanofi Pasteur MSD werden in der kommenden Saison in Bayern die Versorgung der gesetzlich Krankenversicherten mit Grippeimpfstoffen übernehmen. Die Krankenkassen in Bayern hatten den Grippeimpfstoff im Sprechstundenbedarf für die Impfsaison 2013/2014 erneut ausgeschrieben – die Erfahrungen der vergangenen Saison schreckten sie nicht.

Ausschreibungsgegenstand waren Grippeimpfstoffe in einer Fertigspritze, diesmal ohne oder mit beiliegender Kanüle. Der Impfstoff sollte vom 6. Lebensmonat ohne Altersbeschränkung angewendet werden können. Ausgeschrieben wurde in vier Gebietslosen: München/Oberbayern, Mittelfranken/Schwaben, Oberfranken/Unterfranken und Oberpfalz/Niederbayern. Für jedes Gebietslos gingen drei Angebote ein. Anfang Juni wurden die Zuschläge erteilt. In den beiden erstgenannten Regionen wurde der Vertrag mit Abbott über den Impfstoff Xanaflu® geschlossen. In den anderen beiden Gebietslosen machte Sanofi Pasteur MSD GmbH mit dem Impfstoff Vaxigripp® das Rennen.

Die bayerischen Kassen sind guter Dinge, dass sich die Erfahrungen mit Novartis aus der vergangenen Saison nicht wiederholen werden. Novartis war exklusiver Rabattpartner und konnte seinen Impfstoff erst viel zu spät liefern. Um diesmal eine reibungslose Versorgung mit Grippeimpfstoffen sicherzustellen, habe man eine Loslimitierung eingeführt, erklärt man bei der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern. Ein Bieter habe maximal zwei von vier Gebietslosen gewinnen können. Um auf mögliche Versorgungsengpässe bei Lieferproblemen frühzeitig reagieren zu können, hätten die Vertragspartner zudem eine kontinuierliche Informationspflicht über den Produktions- und Auslieferungsstand vereinbart. Auch seien feste Termine bestimmt worden, zu denen definierte Mengen Grippeimpfstoff ausgeliefert sein sollen.


Kirsten Sucker-Sket


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