Schleswig-Holstein und Hamburg

Grippeimpfungen können starten

Berlin - 25.09.2013, 14:02 Uhr


In Schleswig-Holstein und Hamburg soll die Grippeimpfung in dieser Saison problemlos über die Bühne gehen. Die ersten Impfstoffe sind bereits an die Apotheken ausgeliefert. Nach den Erfahrungen des vergangenen Herbstes dürfte die Erleichterung in der Region groß sein. Auch in Westfalen-Lippe und Nordrhein kann jetzt geimpft werden. In allen vier Regionen hat Sanofi Pasteur MSD mit den gesetzlichen Kassen einen Exklusivvertrag über die Versorgung mit Grippeimpfstoffen geschlossen.

Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, freut sich stellvertretend für die gesetzlichen Krankenkassen in den besagten Regionen. In der letzten Saison hatte seine Kasse – die in Schleswig-Holstein und Westfalen-Lippe aktiv ist – jedenfalls in einer ihrer Regionen erhebliche Probleme. Novartis sollte die Grippeimpfstoffe für Schleswig-Holstein liefern, ebenso für Hamburg und Bayern. Doch die Produktion machte Probleme, der Impfstoff war Mangelware. In Westfalen-Lippe hatte man hingegen keine schlechten Erfahrungen gemacht. Hier lief es mit dem exklusiven Rabattpartner rund – er hieß schon in der letzten Saison Sanofi.

Nun vermelden die gesetzlichen Kassen und Sanofi Pasteur, der vorbestellte Grippeimpfstoff werde bereits seit einigen Tagen an die Apotheken ausgeliefert. „Damit haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, dass die Versicherten rechtzeitig ihre Grippeschutzimpfung erhalten“, betonte Litsch. Als besten Zeitraum für die Grippe-Impfung empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) die Monate Oktober und November. Über die gesamte Saison hinweg wird Sanofi voraussichtlich über drei Millionen Impfdosen für die gesetzlich Krankenversicherten in Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordrhein-Westfalen ausliefern.

Trotz der Novartis-Schlappe in der letzten Impfsaison hatte sich die AOK NordWest erneut für eine Ausschreibung der Grippe-Impfstoffe entschieden. Verhandlungen über ein Festpreismodell mit den Apothekern waren zuvor – anders als in anderen Regionen – gescheitert. Doch sowohl Kassen als auch Sanofi zeigen sich nun bemüht um die Apotheker. Die Apotheken vor Ort spielten auch weiterhin eine wichtige Rolle für die Sicherstellung der Impfstoffversorgung, betonen sie in einer gemeinsamen Erklärung. Und sie versprechen: „Beide Vertragspartner wollen partnerschaftlich und in enger Abstimmung mit den Ärzten und Apothekern vor Ort eine gute Verteilung und Versorgung der Bevölkerung mit Grippeimpfstoff sicherstellen“.

In anderen Regionen sieht es übrigens kritischer aus. Einmal wieder wartet man auf Novartis. Diesmal in Sachsen, Thüringen und Bremen.


Kirsten Sucker-Sket


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