Arzneimittelmarkt Mai 2012

Einstelliger Umsatz- und Absatzrückgang

Berlin - 13.07.2012, 10:44 Uhr


Der Arzneimittelmarkt hat sich auch im Mai wie schon im Vormonat „gedämpft“ entwickelt: Im Mai 2012 gingen nach aktuellen Marktdaten von IMS Health Umsatz und Absatz des Apothekenmarktes um drei bzw. vier Prozent zurück. Hierbei spielt ein statistischer Effekt eine Rolle: Der Mai hatte zwei Arbeitstage weniger als der Vergleichsmonat des Vorjahres.

IMS Health-Hintergrundanalysen zeigen: Im Mai 2012 gehen Umsatz und Absatz sowohl bei rezeptpflichtigen (-3,6 Prozent/-4,9 Prozent) als auch bei rezeptfreien Präparaten (-2,4 Prozent/-2,1 Prozent) zurück.

Im kumulierten Zeitraum der ersten fünf Monate erhöhte sich der Rx-Umsatz hingegen um 2,5%, während der Absatz mit negativem Vorzeichen stagnierte (-0,2 Prozent). Bei OTC-Produkten fiel die Entwicklung nach Wert und nach Menge rückläufig (-0,5 Prozent/-2,2 Prozent) aus.

Die Absatzstagnation im Gesamtmarkt rezeptpflichtiger Präparate in den ersten fünf Monaten 2012 (+0,2 Prozent) ist laut IMS Health vor dem Hintergrund einer Zunahme verordneter N3-Packungen zu sehen. Diese zeige sich vor allem in zwei Segmenten: bei patentgeschützten Präparaten als Folge einer sukzessiven Etablierung neuerer Therapien. Bei Generika im Kontext der Rabattverträge im GKV-Segment, da hier der Einfluss der Packungsgrößenänderungsverordnung zum Tragen komme. Diese Regelung ermögliche die Austauschbarkeit von Packungen in einer definierten Bandbreite. Vor Inkrafttreten der Maßnahme waren Packungen, die nicht größenidentisch waren, nicht austauschbar.

Im GKV-Markt zeigte sich sowohl die Ausgaben- als auch die Absatzentwicklung im mittleren einstelligen Bereich rückläufig. Hier machte sich wie im Gesamtmarkt der statistische Effekt bemerkbar, da der Mai dieses Jahr zwei Arbeitstage weniger beinhaltete.

Die kumulierte Entwicklung von Januar bis Mai 2012 zeigt laut IMS Health einen Anstieg der Ausgaben ohne Impfstoffe von 2,1 Prozent und liegt damit bislang unter der für 2012 vereinbarten Rate von 2,4 Prozent.


Lothar Klein