Arzneimittel-Markt 2012

Apothekenmarkt: Wachstum im März gebremst

Berlin - 10.05.2012, 12:21 Uhr


Nach einem Zuwachs im mittleren einstelligen Bereich hat sich das Wachstum des Apothekenmarktes im März wieder etwas abgeschwächt. Nach aktuellen Zahlen von IMS Health legte der Umsatz im dritten Monat um 2,8 Prozent zu bei einem Wert von 2,2 Milliarden Euro (zu ApU). Der Absatz der Packungen stagnierte.

Im März wurden danach 132 Millionen Packungen (minus 0,1 Prozent) abgegeben. Dabei ist allerdings zu beachten, dass der März in diesem Jahr einen Arbeitstag weniger beinhaltete als in 2011. IMS Health-Hintergrundanalysen zeigen, dass diese Entwicklung im GKV-Segment als Teilbereich des Apothekenmarktes auf die Verordnung größerer Packungen bei rezeptpflichtigen Arzneien zurückgeht.

Der Umsatz rezeptpflichtiger Präparate hat sich im März 2012 um 3,4 Prozent erhöht, der Absatz um 1,5 Prozent. Die Umsatzentwicklung im Gesamtmarkt wird stark durch rezeptpflichtige Präparate beeinflusst, auf die ein deutlich höherer Marktanteil (84 Prozent im März 2012) entfällt. Der Absatz verteilt sich hingegen nahezu hälftig auf rezeptpflichtige und rezeptfreie Präparate (53 Prozent Marktanteil).

Bei rezeptfreien Präparaten verzeichnete der Umsatz im März sogar nur eine Stagnation (minus 0,3 Prozent) bei einem Wert von 359 Millionen Euro und 69 Millionen Packungen (minus 1,6 Prozent). Auch hier ist zu berücksichtigen, dass der März dieses Jahr einen Arbeitstag weniger hatte. Im 1. Quartal verzeichnete der OTC-Umsatz mit 0,6 Prozent ein leichtes Plus bei allerdings um 1,2 Prozent auf 202 Millionen Stück gesunkenen Packungszahlen. 

Die GKV-Ausgaben für Arzneimittel (inkl. Impfstoffe und Testdiagnostika) stiegen im März um 2,6 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro (zu AVP). Nach Absatz verzeichnet der Markt einen geringen Zuwachs (plus 1,5 Prozent). IMS Health-Hintergrundanalysen zeigen bei verschreibungspflichtigen Medikamenten einen Zuwachs der N3-Packungen und einen Rückgang der kleineren Schachteln. Die Zunahme der großen Packungen zeigt sich bei Präparaten unter Rabattvertrag (Einfluss der Packungsgrößenänderungsverordnung) und bei patentgeschützten Arzneien (Etablierung neuer Therapien). 

Im 1. Quartal legte der Rx-Umsatz insgesamt um 3,9 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zu bei 175 Millionen Rx-Packungen (plus 0,8 Prozent). 


Lothar Klein