Arzneimittel und Therapie

Der Methadon-Streit

Kontroverse um Ergebnisse der experimentellen Glioblastom-Forschung

daz | Methadon ist in den letzten Jahren zum Hoffnungsträger vieler Krebspatienten geworden. In-vitro- und Tierexperimente zeigten vielversprechende Ergebnisse. Doch eine aktuelle – ebenfalls experimentelle – Studie scheint diese Hoffnung für Glioblastom-Patienten zunichtezumachen. So betrachtet die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) die Hypothese, dass Methadon beim Glioblastom effektiv sein könnte, aufgrund einer Posterpräsentation beim Deutschen Krebskongress nun als widerlegt. Dr. Claudia Friesen, Chemikerin am Universitätsklinikum Ulm und in der experimentellen Methadon-Forschung tätig, wirft hinsichtlich der aktuellen Studienergebnisse jedoch einige kritische Fragen auf. Prof. Dr. med. Wolfgang Wick, Direktor der neurologischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg, nimmt Stellung zu den Kritikpunkten an der Studie seiner Arbeitsgruppe und erläutert die bislang noch nicht voll publizierten Studienergebnisse. Wieso die DGN in ihrer Pressemitteilung vor Veröffentlichung der Vollpublikation den Schluss zieht, dass Methadon beim Glioblastom die Wirkung von Chemotherapeutika nicht verstärkt, bleibt offen. Klarheit, ob Methadon bei Krebspatienten wirksam ist oder nicht, werden aber erst Ergebnisse randomisierter kontrollierter klinischer Studien bringen können.

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