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Hohe HDL-Spiegel halten das Gehirn auf Trab

Im Zuge des demographischen Wandels erreichen immer mehr Menschen ein hohes Alter. Gleichermaßen sind zunehmend mehr Menschen von Erkrankungen wie Demenz betroffen. In einer europaweiten Studie konnte nun ermittelt werden, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Höhe des HDL-Spiegels und einem besseren Erinnerungsvermögen gibt. Der Mechanismus ist jedoch noch nicht aufgeklärt.

Rund 3700 Studienteilnehmer, die im Mittel 55 Jahre alt waren, wurden in einer europäischen Studie analysiert. Dabei wurden die Teilnehmer zwei Mal im Abstand von fünf Jahren untersucht. Die Forscher bestimmten verschiedene Blutfettwerte, unter anderem auch HDL-Cholesterin. Außerdem wurde das verbale Kurzzeitgedächtnis mit einem Worttest abgeschätzt. Im Vergleich zu Teilnehmern mit einem hohen HDL-Cholesterinspiegel wiesen Personen mit einem niedrigen Spiegel ein schlechteres Erinnerungsvermögen auf. Zudem konnten die Forscher feststellen, dass Teilnehmer, deren HDL-Cholesterinspiegel im Laufe der fünf Jahre gesunken war, schlechtere Ergebnisse im Gedächtnistest erzielten. Daraus schlussfolgern die Studienautoren, dass das Risiko für Demenz in Abhängigkeit zu HDL-Cholesterin steht. Noch konnte aber nicht geklärt werden, über welchen Mechanismus das HDL-Cholesterin dem geistigen Verfall im Alter entgegenwirken kann.

ka


Quelle: Singh-Manoux, A. et al.: Arterio. Thrombo. Vascular Biol. 28 (8), 1556 –1562 (2008).

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