Neuer Kooperationspartner

DocMorris und Kry trennen sich wegen Teleclinic-Kauf

Stuttgart - 31.03.2021, 11:00 Uhr

Das schwedische Unternehmen Kry arbeitet künftig mit Apologistics zusammen. (Screenshot: kry.de)

Das schwedische Unternehmen Kry arbeitet künftig mit Apologistics zusammen. (Screenshot: kry.de)


Der Telemedizin-Anbieter Kry kooperiert ab sofort mit dem Arzneimittelversender Apologistics, wie Kry am vergangenen Montag bekannt gab. Der drittgrößte Arzneimittelversandhändler Deutschlands löst damit DocMorris als Partner ab. Hintergrund der „Trennung“  ist die Übernahme des Kry-Wettbewerbers Teleclinic durch DocMorris-Mutter zur Rose.

Zava und Shop Apotheke, Kry und DocMorris – Arzneimittelversender sind bei Telemedizinanbietern offenbar beliebte Partner. Letztere Kooperation besteht allerdings nun nicht mehr. Wie Kry am Montag bekannt gab, arbeitet das schwedische Unternehmen nun mit Apologistics zusammen. Auf Nachfrage heißt es, dass bisher der Online-Versand von Medikamenten über die Partnerschaft mit Doc Morris gelaufen sei, diese sei nun ausgelaufen und Apologistics der neue Partner. Für die Patienten ändere sich sonst nichts. 

Die Kooperation mit DocMorris hatte seit Ende 2019 bestanden. Krys Deutschland-Chefin Cristina Koehn hatte damals im Interview mit DAZ.online die Zusammenarbeit mit der „kundenorientierten Arbeitsweise und dem guten Service“ von DocMorris begründet. Nach der Übernahme der Teleclinic, die ebenfalls Telemedizin anbietet und somit im direkten Wettbewerb mit Kry steht, durch den DocMorris Mutterkonzern Zur Rose habe man sich aber entschieden, die Zusammenarbeit mit dem niederländischen Arzneimittelversender auslaufen zu lassen und nicht zu verlängern, so eine Kry-Sprecherin.

Nichts ändern soll sich laut Kry an der freien Apothekenwahl –  die Kry-Chefin hatte im Interview auch die Wichtigkeit der Apotheken vor Ort betont. Krys Philosophie sei maximale Entscheidungsfreiheit für den Patienten. Wie bisher auch könne der Patient daher wählen, ob er seine Arzneimittel  nach Hause geschickt haben möchte – nun eben von Apologistcs – oder sie in einer Apotheke seiner Wahl  abholt. Auf der Webseite von Kry heißt es, dass sich alle Apotheken automatisch im Kooperationsnetzwerk befinden. Eine Registrierung sei nicht notwendig.

Während aber die Rezepte an stationäre Apotheken per Fax gehen, erhält Apologistics offenbar E-Rezepte. In der Mitteilung heißt es dazu: „Patient:innen können nach der Video-Sprechstunde ihr online ausgestelltes E-Rezept bequem von Zuhause aus über Apologistics einlösen und sich die verschriebenen Medikamente nach Hause liefern lassen.“


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ.online
jborsch@daz.online


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