Biontech/Pfizer versus Moderna

Die zugelassenen mRNA-Impfstoffe im Vergleich

Stuttgart - 15.01.2021, 17:50 Uhr

In der DAZ 2/2021 hat Apotheker Dr. Peter Meiser die Datenlage der beiden Impfstoffe, die bereits verimpft werden, verglichen. Die Gegenüberstellung können Sie hier im Detail nachlesen. (Foto: imago images / Laci Perenyi)

In der DAZ 2/2021 hat Apotheker Dr. Peter Meiser die Datenlage der beiden Impfstoffe, die bereits verimpft werden, verglichen. Die Gegenüberstellung können Sie hier im Detail nachlesen. (Foto: imago images / Laci Perenyi)


Mit „Lichtgeschwindigkeit“ hat Biontech/Pfizer den ersten in der EU zugelassenen COVID-19-Impfstoff BNT162b2 (Comirnaty®) entwickelt und klinisch getestet. Moderna hat diese Hürde mit seiner Vakzine mRNA-1273 am 6. Januar 2021 auch genommen. Apotheker Dr. Peter Meiser hat in der gedruckten Ausgabe 2/2021 der DAZ die wichtigsten ­Fakten zu den beiden Impfstoffen gegenübergestellt. 

Projekt „Lightspeed“, das Entwicklungsprogramm für Comirnaty®, hat uns noch im alten Jahr die Verabreichung erster Impfdosen beschert. Trotz der aufkommenden Kritik muss festgehalten werden, dass in Woche zwei nach Impfstart und vor Zulassung des Moderna-Impfstoffs in Deutschland bereits 367.331 Dosen des Biontech/Pfizer-Impfstoffs Comirnaty® verabreicht wurden (RKI-Statistik, Stand: 06.01.2021; Anmerkung der Redaktion: Laut RKI-Lagebricht vom 14.01.2021 sind es bereits 842.455 Geimpfte). Der Aufwand hinter der Logistik und der Organisation der von den Bundesländern einzurichtenden Impfzentren ist immens. Die Integration dieses Impfstoffes in die Regelversorgung stellt jedoch noch eine ungleich höhere Herausforderung dar. Insbesondere die korrekte Lagerung der Impfstoffe kann in Impfzentren leichter sichergestellt werden. Wichtig ist außerdem, dass aufgrund des hohen Durchsatzes in diesen Zentren Impfstofflieferungen in großen Mengen aufgebraucht werden, bevor sie verfallen. In Anbetracht der zumindest anfänglichen Impfstoffknappheit ist dies von Bedeutung. 

Die zugelassenen mRNA-Impfstoffe im Vergleich

Biontech/Pfizer versus Moderna

Voraus­setzungen für einen Übergang in die Regelversorgung beispielsweise durch den Hausarzt werden daher eine ausreichende Verfügbarkeit von Impfstoffen sowie die Gewährleistung einer korrekten Lagerung in der Apotheke und beim Arzt sein. Feststeht: Mit ­jeder weiteren Zulassung und jeder ­gelieferten Charge wird sich die Situation verbessern.

In der DAZ 2/2021 hat Apotheker Dr. Peter Meiser die Datenlage der beiden Impfstoffe, die bereits verimpft werden, verglichen. Die Gegenüberstellung können Sie hier im Detail nachlesen. Wichtige Unterschiede in Anwendung, Zubereitung und Haltbarkeit der beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna finden Sie außerdem schon hier in einer Tabelle: 

Tab.: Wichtige Unterschiede in Anwendung, Zubereitung und Haltbarkeit der beiden mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

 Comirnaty®COVID-19-Vakzine Moderna
Zugelassen ab16 Jahren18 Jahren
Verabreichung 
2. Impfdosis
nach 21 Tagen bis 42 Tagennach 28 Tagen bis 42 Tagen
Lagerung–90 bis –60 °C: 6 Monate

–25 bis –15 °C: 7 Monate

nicht in Trockeneis unter –40 °C lagern!

2 bis 8 °C: 5 Tage (ungeöffnet)2 bis 8 °C: 30 Tage
bis 30 °C: 2 Stunden8 bis 25 °C: 12 Stunden ­(ungeöffnet)

Auftauen

nicht wieder einfrieren!

2 bis 8 °C: 3 Stunden2 bis 8 °C: 2,5 Stunden

Raumtemperatur bis 30 °C:

30 min

Raumtemperatur 15 bis 25 °C:

1 Stunde

Verdünnung1,8 ml 0,9%ige Natrium-Chlorid-Lsg.keine Verdünnung
(Anbruch-) Haltbarkeitnach Verdünnung: 6 Stundennach erster Entnahme: 6 Stunden
Impfdosen pro Vial laut Zulassung

5 (6) × 0,3 ml

(spez. Spritzen/Kanülen)

10 × 0,5 ml
Vor Rekonstitution bzw. Verimpfenvorsichtig schwenken, nicht schütteln!vorsichtig schwenken, nicht schütteln

Apotheker Dr. Peter Meiser
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Coronaimpfung

von Dobner am 17.01.2021 um 13:53 Uhr

Können bei einer Bienengiftallergie beide Impfstoffe (nach Verfügbarkeit) verabreicht werden.

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