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CO2-Tageswerte während Coronakrise teilweise 17 Prozent niedriger

Berlin - 20.05.2020, 07:00 Uhr

Ein internationales Forscherteam hat berechnet, dass die weltweiten CO2-Tageswerte während der Coronakrise teils um bis zu 17 Prozent geringer waren als die Werte des Vorjahres. (Foto: imago images / Lucas)

Ein internationales Forscherteam hat berechnet, dass die weltweiten CO2-Tageswerte während der Coronakrise teils um bis zu 17 Prozent geringer waren als die Werte des Vorjahres. (Foto: imago images / Lucas)


CO2-Gehalt in Atmosphäre steigt weiter

Das Team um Le Quéré schaute sich für die Studie Daten aus 69 Ländern, 50 US-Staaten und 30 chinesischen Provinzen an, die bis Ende April verfügbar waren. Beteiligt waren Einrichtungen aus sieben Ländern, darunter das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change).

Der Emissionsrückgang bedeutet nicht, dass die Konzentration der Treibhausgase in der Luft unmittelbar sinkt. Im Gegenteil - der CO2-Gehalt der Atmosphäre klettert weiter: Der Wissenschaftsverband Deutsches Klima-Konsortium hatte am Freitag auf neue Rekordwerte verwiesen, die auch in Deutschland gemessen wurden. Im März sei die CO2-Konzentration an der Messstation des Umweltbundesamtes auf der Zugspitze im Monatsschnitt erstmals auf fast 418 Teilchen pro Million Teilchen Luft (ppm) gestiegen. Der neue Höchstwert von 417,838 ppm habe damit fast 3 ppm höher gelegen als 2019. Auch im April lag die Konzentration mit 415,779 ppm höher als im Vorjahr.

Das Klima-Konsortium verwies auch auf Daten der ältesten CO2-Messstation Mauna Loa auf Hawaii. Die US-Wetterbehörde NOAA habe als Durchschnittswert für April 416,21 ppm gemeldet und damit einen Anstieg von 2,88 ppm im Vergleich zu 2019. Dass der CO2-Gehalt der Atmosphäre weiter ansteige, liege an der sehr langen Verweildauer von Kohlendioxid in der Atmosphäre. Ozeane und die Landregionen nähmen derzeit etwas mehr als die Hälfte des von der Menschheit ausgestoßenen CO2 auf - der Rest verweile für ungefähr ein Jahrhundert in der Luft.



bro / dpa
brohrer@daz.online


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