#ApothekenHelfen

COVID-19: BPhD ruft Pharmaziestudierende zur Unterstützung auf

Stuttgart - 23.03.2020, 13:45 Uhr

Auch der Alltag in Apotheken hat sich in den letzten Tagen extrem schnell verändert. An vielen Standorten könnten Apotheken gut Hilfe gebrauchen. (s / Foto: imago images / MaBoSport)

Auch der Alltag in Apotheken hat sich in den letzten Tagen extrem schnell verändert. An vielen Standorten könnten Apotheken gut Hilfe gebrauchen. (s / Foto: imago images / MaBoSport)


Suchen Sie in der aktuellen Corona-Krise nach Aushilfen für Ihre Apotheke? Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden in Deutschland möchte Ihnen dabei helfen und vor allem Pharmaziestudierende als Aushilfen über sein neu eingerichtetes Portal #ApothekenHelfen vermitteln.

Ein paar Sucheinträge gibt es schon: Auf dem neuen Vermittlungsportal des Bundesverbands der Pharmaziestudierenden in Deutschland (BPhD) werden bereits Backoffice- und Labor-„Helden“ gesucht. Auch zwei Klinikapotheken suchen schon Unterstützung bei der Herstellung von Desinfektionsmitteln. „Als zukünftige Gesundheitsberufler möchten wir nicht tatenlos zu Hause bleiben, wenn wir die Apotheken und ihre Mitarbeitenden sinnvoll entlasten können“, erklärt Laura Weiß, Präsidentin des BPhD, in einer Pressemitteilung die Idee hinter dem neuen Portal #ApothekenHelfen. „Studierende können, je nachdem in welchem Studienabschnitt sie sich befinden, an vielen Stellen unterstützen – sei es in der Rezeptur, beim Wareneingang oder Botendienst.“ Um die Unterstützung besser koordinieren zu können, habe der BPhD die Seite apothekenhelfen.bphd.de eingerichtet, über die Studierende schnell Apotheken finden, die Hilfe benötigen. 

Apotheken tragen Vakanzen ein

In Österreich und der Schweiz gibt es ähnliche Projekte schon seit ein paar Tagen. Anders als beispielsweise beim Schweizer Portal tragen sich beim BPhD aber nicht die Studierenden ein, die helfen möchten, sondern die Apotheken, die Hilfe suchen. So soll laut BPhD der Aufwand für Apotheken möglichst gering gehalten werden: „Apotheken können auf der Website unkompliziert ein Gesuch erstellen. Dort beschreiben sie kurz das Tätigkeitsfeld und gewünschte Anforderungen, wie beispielsweise den Besitz eines Führerscheins für Botendienste. Danach liegt die Verantwortung bei den Studierenden, sich eine Apotheke in ihrer Nähe zu suchen und diese zu kontaktieren“, heißt es. 

Zudem ermutigt der BPhD auch Apotheken, die sich nicht in Universitätsstädten befinden, über das neue #ApothekenHelfen-Portal nach Hilfe zu suchen. Denn viele Studierende seien gerade in ihren Heimatorten und die Hilfe solle möglichst flächendeckend ankommen.

Hilfestellung für Studenten: Anstellungsverhältnisse und Gesundheitsschutz 

Aber auch den Helfern möchte der BPhD unter die Arme greifen. Die Apothekengewerkschaft Adexa hat zur Unterstützung des Projektes sogar einen Musterarbeitsvertrag erstellt, heißt es. In diesem sollen die individuellen Absprachen zwischen Studierendem und Apotheke einfach eingetragen werden können. Denn: „Studierende sollten nicht ohne Abschluss eines offiziellen Arbeitsvertrages aushelfen, da nur so ein geeigneter Versicherungsschutz für die Tätigkeit besteht.“ Jeder der möchte, soll den Musterarbeitsvertrag im FAQ-Bereich von #ApothekenHelfen finden können. 

Außerdem rät der BPhD den Studierenden, die zu einer der Personengruppen zählen, bei denen das Robert Koch-Institut eine erhöhte Gefahr für einen schweren Krankheitsverlauf sieht, von einer Tätigkeit in der Apotheke ab. Und er erinnert an die Richtlinien der Bundesapothekerkammer sowie die individuellen Schutzmaßnahmen der jeweiligen Apotheke. 



Diana Moll, Apothekerin, DAZ.online
redaktion@daz.online


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1 Kommentar

Pharmaziestudierende

von Roland Mückschel am 23.03.2020 um 14:54 Uhr

Typisch, während in anderen Ländern Pharmaziestudenten
schon in den Apotheken mitarbeiten wird hierzulande
noch gerufen.

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