Merck in Frankreich

Levothyrox-Nebenwirkungen lösen Polizei-Einsatz aus

Stuttgart / Lyon - 04.10.2017, 17:55 Uhr

Frankreich: Der Euthyrox-Nachfolger Levothyrox sorgt für Razzia bei Merck in Lyon. (Foto: dpa)

Frankreich: Der Euthyrox-Nachfolger Levothyrox sorgt für Razzia bei Merck in Lyon. (Foto: dpa)


Gibt es auch ein neues Euthyrox für Deutschland?

Eine Umstellung der Levothyroxin-Rezeptur hat Merck bislang nur in Frankreich vollzogen. Das bestätigt der Darmstädter Pharmakonzern gegenüber DAZ.online. Hier habe man auch nur versucht, den Forderungen der französischen Gesundheitsbehörde nachzukommen. Jedoch könne Merck zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausschließen, dass andere Länder folgten.

Merck informiert DAZ.online, dass das Unternehmen selbst erst am 15. September aus den Medien erfahren habe, dass ein Vorermittlungsverfahren gegen Merck laufe. Im Rahmen dessen habe auch die Durchsuchung der Merck-Zentrale in Lyon am 3. Oktober stattgefunden. Die Staatsanwaltschaft Marseille hatte das Verfahren auf Klage von Patienten eröffnet. Darüber hinaus – auch dies erreichte Merck über die Medien – dass Rechtsanwälte sich in Toulouse für die Kläger seitens der Patienten einsetze und für jeden Patienten eine entsprechende Entschädigung von 10.000 Euro fordere.

Nähere Informationen stehen dem Unternehmen laut eigener Aussage derzeit nicht zur Verfügung. Merck betont jedoch die Bereitschaft, vollumfänglich mit den ermittelnden Behörden zusammenarbeiten zu wollen. Man wolle den Ermittlern alle erforderlichen Informationen bereitstellen, die deren Arbeit unterstützen.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
cmueller@daz.online


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