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Prozess wegen Levothyrox startet

Sammelklage in Frankreich

ts/ral | Merck steht seit Montag in Frankreich vor Gericht. Patienten hatten wegen unerwünschter Nebenwirkungen der im Frühjahr 2017 in Frankreich eingeführten neuen Rezeptur des Schilddrüsenmittels Levothyrox® eine Sammel­klage eingereicht.
Foto: imago/Zuma Press

Einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa-AFX zufolge, haben sich mehr als 4100 Kläger der Sammelklage angeschlossen. Sie würden jeweils 10.000 Euro Schadenersatz fordern. Merck hatte die neue Zusammensetzung von Levothyrox® auf Bitten verschiedener internationaler Gesundheitsbehörden, darunter auch der französischen Medikamentenbehörde ANSM, entwickelt. In den Monaten nach der Umstellung meldeten jedoch zahlreiche Patienten Nebenwirkungen. Die Kläger in Villeurbanne werfen dem Pharmahersteller laut dpa-AFX vor, nicht ausreichend über die veränderte Rezeptur und mögliche Auswirkungen informiert zu haben. Merck weist diese Vorwürfe zurück: „Merck lehnt die von den Anwälten der Kläger erhobenen Ansprüche entschieden ab und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Qualität der neuen Zusammensetzung von ­Euthyrox® (Levothyrox® in Frankreich) bereits mehrmals bestätigt worden ist. Darüber hinaus erlauben wir uns den Hinweis, dass die Informationen, die Ärzte, Apotheker und Patientengruppen zu der Einführung dieser neuen Zusammensetzung erhalten haben, im Rahmen der geltenden französischen Vorschriften vorbildlich waren.“ |

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