Diabetes

Gröhe sieht Zuckersteuer skeptisch

Berlin - 24.08.2017, 09:00 Uhr

Der Minister auf Tour: Gröhe äußert sich bei seiner Gesundheitsreise skeptisch zur Zuckersteuer. (Foto: BMG)

Der Minister auf Tour: Gröhe äußert sich bei seiner Gesundheitsreise skeptisch zur Zuckersteuer. (Foto: BMG)


Diabetes: Untere Bildungsschichten erkranken häufiger

Das DDZ stellte während der Minister-Reise eine neue bundesweite Aufklärungskampagne vor. Das DDZ hat 16 Kurzfilme entwickelt, die über die Stoffwechselerkrankung informieren sollen. Thematisiert werden beispielsweise Ernährungsfragen, die Diabetes-Vorsorge oder die Bedeutung der Bewegung für die Krankheitsvorsorge. Roden sagte, es sei wichtig, insbesondere die Risikogruppen durch die Filme anzusprechen.

Für Deutschland geht eine im Journal of Health veröffentlichte Studie davon aus, dass die Erkrankungsrate bei etwa acht Prozent der Bevölkerung liegt (Typ 1 und Typ 2), wobei Männer etwas häufiger betroffen sind als Frauen. Den Zahlen zufolge sind insbesondere die unteren Bildungsgruppen betroffen. Sowohl bei den Männern als auch bei Frauen sind die Krankheitsraten in dieser Gruppe in allen Altersklassen höher als in den mittleren und höheren Bildungsgruppen. Besonders auffällig ist zum Beispiel, dass fast 17 Prozent der Männer mit niedrigem Schulabschluss laut Robert-Koch-Institut (RKI) an Diabetes leiden. In den anderen Bildungsgruppen dieser Altersklasse liegen die Erkrankungsraten zwischen sechs und zehn Prozent. Auch regional gibt es große Unterschiede. In den Bundesländern Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen erkranken die meisten Menschen an Diabetes. Am schlechtesten sind die Werte in Sachsen-Anhalt: Dort leiden knapp 17 Prozent der Männer und rund 13 Prozent der Frauen an Diabetes.

RKI will Überwachungs-System für Diabetes einrichten

Das RKI will die Entwicklung der Volkskrankheit künftig besser nachverfolgen. Das Institut baut dazu ein sogenanntes Surveillance-System auf. Das RKI will dabei neue Indikatoren zur Abbildung des Krankheitsgeschehens identifizieren und auch etwaige Datennutzungsbarrieren sowie Datenlücken ausfindig machen.



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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