Umfrage und Rechtsgutachten

Wie Versender Abgeordnete überzeugen wollen

Stuttgart - 07.02.2017, 17:20 Uhr

ABDA und Versandapotheker versuchen derzeit, Politiker mit Argumenten wie auch Kampagnen von ihren jeweiligen Zielen zu überzeugen. (Foto: BVDVA)

ABDA und Versandapotheker versuchen derzeit, Politiker mit Argumenten wie auch Kampagnen von ihren jeweiligen Zielen zu überzeugen. (Foto: BVDVA)


BVDVA-Zahlen nur gut halb so hoch wie bei Allensbach

Wie kommt es, dass laut der BVDVA-Erhebung der Anteil der Befürworter mit 28 Prozent nur gut halb so hoch ist wie bei Allensbach? „Das ist eine gute Frage“, sagt Meyer auf Nachfrage – und betont, dass die genaue Methodik und Fragestellung einen Unterschied machen könnte. Dass tatsächlich jeder zweite auf dem Land lebende Deutsche bereits Arzneimittel online kauft, hält er für „absolut realistisch“ – der Versandhandel sei weit verbreitet.

Laut der BVDVA-Umfrage bestellen rund 44 Prozent aller Stadtbewohner Arzneimittel bei Versandapotheken. „In der Stadt erlebt man durchaus ja auch eine höhere Aktivität der Kollegen, denen sich die Kollegen im ländlichen Raum nicht so aussetzen müssen“, erklärt Meyer gegenüber DAZ.online den Unterschied – „weil die Konkurrenz nicht so hoch ist“.

Veranstaltung für Bundestagsabgeordnete

Am kommenden Montag will sein Verband Einblick in Details der Erhebung gewähren: In der „Parlamentarischen Gesellschaft“ gegenüber dem Reichstag in Berlin lädt der BVDVA Politiker ein, um das Rechtsgutachten und die Umfrage vorzustellen. Pressevertreter sind jedoch nicht eingeladen. Stattdessen will der BVDVA seine Umfrage sowie auch das Rechtsgutachten im Nachhinein veröffentlichen, sodass dann auch die genauen Fragestellungen bekannt sein werden.

Dem Ökonom Fred Roeder wurde die Erhebung bereits zur Verfügung gestellt: Er schrieb auf dem Nachrichtenportal „Huffington Post“ hierzu einen Artikel mit der Überschrift „Der ländliche Raum profitiert besonders vom Versandhandel“. 



Hinnerk Feldwisch-Drentrup, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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5 Kommentare

Wenig Ahnung, davon aber viel ... ergibt Kopfschmerzen ohne ...

von Christian Timme am 08.02.2017 um 11:57 Uhr

Ich hätte bei der Auswahl des Instituts mehr darauf geachtet, wer hier wen zum "Blöden" macht. Schön das es noch "Professionelle" wie z.B. aus Allensbach gibt. Die gewünschte Digitalisierung, Algorithmen außer Rand & Band, ohne TÜV natürlich, wird uns den Rest geben. Optimierte und "bessere" Möglichkeiten der "Digitalisierung" werden in Zukunft noch zu Ergebnissen führen, die wir gar nicht mehr bemerken werden. Aus Dichtern & Denkern wird dumm & dämlich. Wir schaffen das, uns ab. Wie das geht: Wenn ein Chefapotheker von dem großen "Unbekanntem" redet , das er nie studiert hat aber in Zukunft noch kennenlernen wird ohne es zu wissen. Das ist wie beim Wein, wenn Jahrgang und Herkunft keine Rolle mehr spielen dann halt nur noch Cuvée.

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Versandhandel

von Dr. Gert Schorn am 08.02.2017 um 10:28 Uhr

Wenn der Bürger gerne die Zusendung von Arzneimitteln hat, was man evtl. alten Bürgern, gehbehinderten Kunden oder durch Arbeit zeitlich überlastete jüngeren Bürgern nachempfinden kann, warum bieten die Apotheken vor Ort für Ihre Kunden nicht diese Möglichkeit über Internet ihrer Apotheke an? M.E. sollten alle Apotheken eine eigene Website und auch den Versandhandel anbieten und so den großen Versandapotheken das Wasser abgraben. Hatte vor vielen Jahren dies bereits der damaligen ABDA vorgeschlagen, sowie auch den Apothekern mit Grundinformationen zur Gestaltung von Internet-Auftritten behilflich zu sein und auch auf diesem Wege dem Kunden die Bestellung über Internet zu ermöglichen und dann die Arzneimittel zuzusenden oder sonstig zuzustellen. Aber...nichts geschah bisher in dieser Sache. In die Zukunft und auf die Zielgruppen muss man schauen!!!!

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Alles Bluff, es gibt DocMo überhaupt nicht.

von Christian Timme am 07.02.2017 um 20:15 Uhr

Wie DocMo uns digital beglücken .... 40% der Deutschen haben schon online Arzneimittel bestellt. Also fast jeder zweite Deutsche. Kann so nicht stimmen, weder ich noch meine Frau haben jemals Arzneimittel Online bestellt, also sind wir schon mal bei 80% oder liegt hier bei 40% der Nichtbesteller schon Demenz an?. Wenn das chronisch ist müssen wir auch noch diese 25% (20. Mio.) abziehen, denn wer sich nicht erinnert, hat's in der Regel auch nicht getan. Nach meiner Rechnung gibt es DocMorris überhaupt nicht..

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"Gutachten"

von Bernd Küsgens am 07.02.2017 um 19:18 Uhr

So ist es nun ´mal in Deutschland, wer am besten lügt, erhält die meisten Überschriften. Wo sind die Journalisten, die noch eine Aussagen recherchieren? Auch nicht in der FAZ!!!

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Überzeugung

von Frank ebert am 07.02.2017 um 18:46 Uhr

Warum so umständlich, sollen doch einfach bei Spargelfahrten und Zuwendungen bleiben

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