DAZ.online Wochenschau

Von sicheren Triptanen und unsicherem Paracetamol

30.08.2014, 08:00 Uhr


Über sichere Triptane, unsicheres Paracetamol, Warnhinweise für Zolpidem und HPV-Impfung für junge Mädchen lesen Sie unter anderem in unserer Wochenschau.

HPV-Impfung jetzt ab neun Jahren. Die Ständige Impfkommission hat ihre neuen Impfempfehlungen veröffentlicht. Wichtigste Änderung ist die Herabsetzung des Impfalters für die Impfung gegen Humane Papillomviren. Ab sofort sollen Mädchen ab neun Jahren die HPV-Impfung bekommen.

Triptane sind in der Schwangerschaft sicher. Eine prospektive Beobachtungsstudie mit Schwangeren, die Sumatriptan, Naratriptan oder eine Kombi aus Sumatriptan und Naproxen eingenommen hatten, zeigt kein erhöhtes teratogenes Risiko.

Paracetamol wird in Schweden diskutiert. Tabletten mit Paracetamol sollen in Schweden ab dem 1. März 2015 nur noch in Apotheken abgegeben werden. Flüssige Formen und Brausetabletten sollen auch weiterhin außerhalb der Apotheke verfügbar sein. Der Grund: die Zahl der Vergiftungsfälle ist in den letzten Jahren gestiegen.

Noch einer gegen Hepatitis C. Die EU-Kommission hat in einem beschleunigten Zulassungsverfahren einem weiteren Wirkstoff gegen Hepatitis C die Zulassung erteilt. Daclatasvir (Daklinza®) ist ein Inhibitor des Nicht-Strukturproteins 5A (NS5A).

Verschärfte Warnhinweise für Zolpidem. Das BfArM lässt die Fach- und Gebrauchsinformationen Zolpidem-haltiger Arzneimittel ändern. Es soll das Risiko stärker hervorgehoben werden, dass Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden können. Dosierungsempfehlungen werden nicht geändert.

Kein Ende bei Ebola. Die Epidemie in Westafrika weitet sich aus, auch immer mehr Helfer stecken sich an und versterben. Für die Bekämpfung der Seuche sei eine „globale Partnerschaft“ nötig, an der sich alle Staaten beteiligen. Für westliche Länder wird keine ernste Gefahr gesehen.

Warentest und Schmerzmittel. Stiftung Warentest befasst sich in seiner aktuellen „test“-Ausgabe mit rezeptfreien Schmerzmitteln. Der Rat: Schmerzmittel „auf eigene Faust“ – also ohne ärztlichen Rat – maximal vier Tage hintereinander und zehn Tage im Monat einzunehmen.

Mit Eiswürfel zum Spendenboom. Die sozialen Netzwerke forcieren Eiswasserduschen für einen guten Zweck. Erfolgreich: Das Spendenaufkommen für die Erforschung der amyotrophen Lateralsklerose (ALS) hat sich vervielfacht.

BfArM-Chef für mehr Transparenz. Der neue Präsident BfArM, Prof. Dr. Karl Broich, äußert sich zu Arzneimittelfälschungen und Lieferengpässen. Er sieht den Schutz des Patienten als höchstes Gut. Großhändler, Apotheker und Krankenhausapotheker sollten zentrale Defektlisten veröffentlichen.


Dr. Carolina Kusnick