Zur Rose – Geschäftsjahr 2013

Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Berlin - 11.04.2014, 09:01 Uhr


Die Schweizer Zur Rose AG ist zufrieden: Nach der Integration der holländischen Versandapotheke DocMorris stieg der Umsatz 2013 wie erhofft deutlich, nämlich auf 910,6 Millionen Schweizer Franken (747,7 Mio. Euro). Allerdings hat die DocMorris-Übernahme und die Kooperation der deutschen Zur Rose mit der Drogeriemarktkette dm auch viel gekostet. Diese Einmalkosten sorgten am Ende für rote Zahlen beim Unternehmensergebnis: Es lag bei minus 15,5 Millionen Franken.

Wie das Unternehmen meldet, ist Zur Rose nun die europaweite Nummer 1 im Arzneimittelversandhandel. Wesentlich dazu beigetragen habe die Zusammenarbeit der deutschen Zur Rose Apotheke mit dm. Mehr als 1400 dm-Filialen sind mittlerweile mit einem Zur Rose-Bestellterminal ausgestattet. Das kostete – doch die Investitionen haben sich offenbar gelohnt. Nach einer Stagnation im Vorjahr sei der Umsatz im EU-Geschäft um 5,5 Prozent gestiegen. Die Zahl der Neukunden habe sich 2013 gegenüber dem Vorjahr verdoppelt.

Wie sich Umsatz und Gewinn bei der seit Dezember 2012 zur Gruppe gehörenden Versandapotheke DocMorris entwickelte, beziffert das Schweizer Unternehmen nicht. Der Wachstumskurs der letzten Jahre sei erfolgreich weitergeführt worden, heißt es lediglich. Besonders dynamisch habe sich der OTC-Versand entwickelt: 50 Prozent mehr Kunden habe man gewinnen können. Auch der Rx-Versand habe leicht zugelegt – obwohl Boni nun nicht mehr erlaubt sind. Allerdings fielen letztes Jahr im Zusammenhang mit der DocMorris-Intergration und der erforderlichen IT-Umstellung Einmalkosten von insgesamt fast 10 Millionen Franken an.

Was das ursprüngliche Schweizer Geschäft betrifft, so meldet Zur Rose, dass das Mengenwachstum der letzten Jahre fortgesetzt (+ 7 %) und die Marktführerschaft ausgebaut werden konnte. Bei der Versandapotheke für Privatkunden hätten rezeptfreie Medikamente und der Bereich SpecialtyCare die höchsten Wachstumsraten verzeichnet. Die erneuten Preissenkungen in der Schweiz und Umstellungen auf Generika hätten durch das Mengenplus nahezu vollständig kompensiert werden können. Der Umsatz liege auf Vorjahresniveau.

In diesem Frühjahr will Zur Rose seinen tschechischen Logistikstandort eská Lípa schließen – auch hierfür bildete das Unternehmen 2013 schon Rückstellungen von 2,1 Millionen Franken. Nach der Schließung soll das Versandgeschäft der Marke VfG vom deutschen Standort Halle an der Saale aus betrieben werden.

2013 war für das Schweizer Unternehmen ein Jahr des Übergangs – nun sieht Zur Rose höchst optimistisch in die Zukunft. Die Voraussetzungen für künftiges und profitables Wachstum der bestehenden und neuen Geschäftseinheiten außerhalb der Schweiz seien geschaffen, heißt es in der Unternehmensmeldung. Bestätigt wird dies von den Geschäftszahlen des ersten Quartals 2014: In den ersten drei Monaten dieses Jahres sei mit einem EBITDA von 4 Millionen Franken (1. Quartal 2013: - 1,2 Mio. Franken) fast das Niveau des ganzen Geschäftsjahrs 2013 (4,7 Mio. Franken) erreicht worden.


Kirsten Sucker-Sket


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