Wirtschaft

Rosiges Geschäftsjahr

Zur Rose sehr zufrieden mit 2014

STUTTGART (wes) | Die DocMorris-Mutter Zur Rose AG ist sehr zufrieden mit der Entwicklung ihrer Geschäfte. Trotz Problemen in der Schweiz und dem deutschen Verbot von Rezept-­Boni konnte die Schweizer Aktiengesellschaft 2014 in die Gewinnzone zurückkehren, wie das Unternehmen am 9. April bekanntgab. Umsatzmäßig legte DocMorris dabei stärker zu als die Gesamtgruppe.

Die nach Deutschland liefernde Zur Rose-Tochter DocMorris (Niederlande) konnte 2014 ihren Umsatz um vier Prozent steigern, wobei laut Auskunft von Zur Rose das Wachstum im Bereich der rezeptpflichtigen Arzneimittel „reduziert“ war. Als Grund wird in der Mitteilung die „Ausdehnung der deutschen Arzneimittelpreisverordnung auf ausländische Versandapotheken“, sprich das Verbot von Rezept-Boni, genannt. Das Geschäft im OTC-Bereich „wies indes eine hohe Wachstumsdynamik auf“.

Zahlen für das Gesamtjahr nennt das Unternehmen nicht, jedoch habe der Anstieg des OTC-Umsatzes im vierten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahr über 30 Prozent betragen. Zur Rose rechnet mit weiterem „profitablen Wachstum“ der holländischen Tochter, unter anderem durch ein neues Logistikzentrum in Heerlen, das im Juni bezogen werden soll.

Zahlen für die deutsche Tochter Zur Rose Pharma in Halle/Saale wurden nicht veröffentlicht. Das Unternehmen gab lediglich bekannt, dass durch die Integration der Logistik-Aktivitäten der tschechischen Tochter VfG, deren Betrieb letztes Jahr eingestellt wurde, die Auslastung in Halle verbessert werden konnte. Insgesamt ­habe sich die Wirtschaftlichkeit der Tochter „markant“ verbessert, während sich das Geschäftsvolumen durch den „Verzicht auf margenschwache Umsätze“ reduzierte.

EBITDA mehr als vervierfacht

Die gesamte Zur Rose-Gruppe konnte ihren Umsatz 2014 – nach einer Verdoppelung im Vorjahr – nur noch um 0,5 Prozent auf rund 916 Millionen Schweizer Franken (ca. 878 Mio. Euro) steigern. Doch dank einer rasanten Steigerung des Betriebsergebnisses (EBITDA) von 4,7 auf 17,3 Millionen Franken konnte die Gruppe in die ­Gewinnzone zurückkehren: Das Unter­nehmensergebnis 2014 beträgt 7,2 Millionen Franken (6,9 Mio. Euro).

Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung eine Dividende in Höhe von 0,6 Franken (57 Eurocent) vor. 2013 hatte Zur Rose noch einen Verlust in Höhe von 15,5 Millionen Franken ein­gefahren, nicht zuletzt wegen der DocMorris-Kauf bedingten Kosten. |

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