Deutsche BKK

Ab 1. Juli: Neue Rabattverträge für 136 Substanzen

Wolfsburg - 14.06.2012, 11:05 Uhr


Die Deutsche BKK hat neue Rabattpartner für 136 generische Wirkstoffe gefunden. Teilweise erteilte die Kasse exklusive Zuschläge, bei einigen Substanzen schloss sie mit bis zu drei Unternehmen einen Vertrag. Insgesamt hatten 49 Bieter und Bietergemeinschaften Angebote eingereicht – 36 von ihnen kamen zum Zug. Besonders kräftig abgeräumt hat die Stada-Gruppe.

Die Wirkstoffe teilen sich in 174 Fachlose auf – denn teilweise wurden auch unterschiedliche Wirkstärken, Packungsgrößen und Darreichungsformen ausgeschrieben. Ursprünglich hatte die Ausschreibung 143 Wirkstoffe, verteilt auf 191 Fachlose umfasst. Doch für einige dieser Fachlose wurde das Verfahren aufgehoben – etwa weil kein wirtschaftliches Angebot eingegangen ist. Dies betraf beispielsweise eines von insgesamt drei Fachlosen zu Amoxicillin und den Wirkstoff Baclofen.

Insgesamt wurden 63 exklusive Zuschläge erteilt. Die übrigen Substanzen teilen sich zumeist drei Anbieter. Die Deutsche BKK betont, dass so die Umsetzung der Verträge in den Apotheken erleichtert werde. Aber auch für Patienten habe diese Wahlmöglichkeit Vorteile. Erstmalig wurde bei den Anbietern zudem abgefragt, ob die Medikamente lactose- und oder glutenfrei sind. Ebenso wurde gefragt, ob Tabletten teilbar sind, um die Dosierung zu erleichtern.

Die Stada-Gruppe und die Teva-Bietergemeinschaft konnten besonders viele Zuschläge für sich verbuchen: Teva/Ratiopharm kommt auf insgesamt 47 – davon 13 exklusiv. Stadapharm räumte 42 Verträge ab, davon vier exklusive. Tochter Aliud kommt auf 62 gemeinschaftliche und 14 Einzel-Verträge. Gar nicht mit von der Partie ist Sandoz/Hexal.

Da das Verfahren ohne Rechtsstreitigkeiten durchgeführt werden konnte, treten die Rabattverträge nun wie geplant zum 1. Juli in Kraft. Damit können sie die Ende Juni auslaufenden Rabattverträge ablösen. Die neuen Verträge haben erneut eine Laufzeit von zwei Jahren.

Die Deutsche BKK hat eigenen Angaben zufolge im Jahr 2011 bereits 24 Millionen Euro durch Rabattverträge einsparen können. Für 2012 verspricht sie sich einen vergleichbaren Sparbetrag. Dieser komme vollumfänglich den Versicherten zugute, betont die Kasse. So seien etwa über 90 Prozent aller Rabattmedikamente zuzahlungsbefreit.

Die Deutsche BKK ist im Jahr 2003 durch den Zusammenschluss der Betriebskrankenkassen von Volkswagen, der Deutschen Telekom und der Deutschen Post entstanden. Sie zählt rund 800.000 Versicherte.


Kirsten Sucker-Sket


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