Unklarheit über Gesprächsverlauf zum AMNOG

DAV: Es gibt noch kein Verhandlungsergebnis

Berlin - 18.01.2011, 12:38 Uhr


Über das Ergebnis des Spitzengesprächs über die Umsetzung der neuen Mehrkostenregelung und die entstandenen Probleme mit den Normgrößen gibt es zwischen Deutschen Apothekerverband (DAV) und GKV-Spitzenverband unterschiedliche Auslegungen.

DAV und GKV-Spitzenverband würden sich noch einmal Ende Januar treffen, „damit wir bis Anfang Februar ein Ergebnis haben“, sagte Bellartz weiter. Demgegenüber bekräftige GKV-Spitzenverband-Sprecher Florian Lanz eine Verständigung mit dem DAV, „die Rahmenvereinbarung im Sinne der Rechtsauffassung des Bundesgesundheitsministeriums anzupassen.“ Danach stünden Herstellerrabatt und Apothekenabschlag in voller Höhe den gesetzlichen Krankenkassen bzw. den Patienten zu.

Gesprächsteilnehmer hatten unmittelbar nach Verhandlungsende gegenüber DAZ.online berichtet, dass als Ergebnis der Grundsatzeinigung die Apotheken künftig im Rahmen der neuen Mehrkostenregelung den Herstellerrabatt für die gesetzlichen Krankenkassen eintreiben sollen. Die Patienten müssten zunächst den vollen Preis des teureren Arzneimittels in der Apotheke bezahlen. Herstellerrabatt und Apothekenabschlag würden später verrechnet und die Apotheken übernähmen die Aufgabe, den Herstellerrabatt einzutreiben.

Außerdem solle es bis zum 30. Juni eine Übergangsregelung zur Lösung der entstandenen Probleme bei der Normkennzeichnung der Packungsgrößen geben. Danach sollen bis zur Jahresmitte Arzneimittelpackungen sowohl nach der alten wie neuen Packungsgrößenverordnung ausgetauscht werden. Diese Punkte würden jetzt in den jeweiligen Gremien von DAV und GKV-Spitzenverband weiter beraten.


Lothar Klein