Dioxin-verseuchtes Futtermittel

Welche Eier sind mit Dioxin belastet?

07.01.2011, 10:32 Uhr


Der Skandal um mit Dioxin-verseuchte Eier und Lebensmittel weitet sich immer mehr aus, über 4700 Betriebe wurden geschlossen. Doch wie erkennt der Verbraucher, ob seine schon gekauften Eier und Lebensmittel betroffen sind?

Das Verbraucherschutzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen berichtet über zwei Legehennenbetriebe, bei denen der Dioxin-Gehalt in den Eiern nachweislich überschritten wurde und nennt folgende Stempelnummern der betroffenen Eier:

  • 2-DE-0513912, XL- Eier (MHD bis spätestens 20.01.2011).
  • 3-DE-0514411, (MHD bis spätestens 20.01.2011). Bei Eiern mit dieser Stempelnummer sind nur die Eier mit brauner Färbung betroffen. Weiße Eier mit dieser Stempelnummer sind nicht mit Dioxin belastet.

Niedersachsen hat bislang folgende Codes veröffentlicht:

  • 2-DE-0355461
  • 3-DE-0312141
  • 2-DE-0312142
  • 2-DE-0312151
  • 2-DE-0350384

Während Niedersachsen von dem Konsum dieser Eier abrät, wird auf der Homepage des Verbraucherschutzministeriums in Nordrhein-Westfalen der zuständige Minister Remmel mit folgenden Worten zitiert: „Es ist unsere Pflicht die Verbraucherinnen und Verbraucher darüber zu informieren, welche Eier belastet sind. Anhand der Stempelnummer auf den Eiern kann der Verbraucher nachvollziehen, ob er mit Dioxin belastete Eier gekauft hat oder nicht. Dann kann er entscheiden, ob er diese Eier noch verzehren oder entsorgen möchte.“ Es sei davon auszugehen, dass bei geringem Verzehr von belasteten Produkten keine akuten Gesundheitsgefahren für Verbraucherinnen und Verbraucher bestehen.

Die EU hat einen Dioxin-Grenzwert von 3 pg pro Gramm Fett festgesetzt, bis zu diesem Wert sind entsprechende Lebensmittel verkehrsfähig. Die täglich duldbare Dioxin-Aufnahmemenge liegt nach WHO-Festlegung im Bereich von 1 bis 4 pg Dioxin/ kg Körpergewicht.

Weitere Informationen zur aktuellen Situation finden Sie auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und den Seiten der Verbraucherministerien der einzelnen Bundesländer.


Dr. Doris Uhl