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Update Ostern

Fragen und Antworten rund ums Osterei

Ostern steht vor der Tür, und das Nahrungsmittel "Ei" hat somit Hochkonjunktur. Im Rahmen unseres Osterrätsels auf DAZ.online haben wir Ihnen bereits verschiedene Fragen zum Thema Ei gestellt. Weitere Fragen und Antworten finden Sie hier:
Ei, Ei, Ei – hier gibt es nicht nur zu Ostern viel Wissenswertes. Einiges davon finden Sie auf dieser Seite. Foto: Steigerwald Arzneimittel GmbH

Wo kommt das Ei her?

Das ist zu erkennen am "Erzeugercode", dem Stempel auf dem Ei. Die Art der Hennenhaltung steht dort als erste Ziffer. 0 steht für "Ökologische Erzeugung", die Ziffer 1 für "Freilandhaltung", die Ziffer 2 für "Bodenhaltung". Nach der Ziffer folgen zwei Buchstaben für das Land, in dem der Eierbetrieb registriert ist: deutsche Eier "DE", belgische "BE" und niederländische "NL". Dann folgen in Deutschland die Ziffern für das Bundesland (z. B. 1 für Schleswig-Holstein, 5 für Nordrhein-Westfalen und die 16 für Thüringen) und die individuelle Betriebsnummer. 

Wann ist das Ei gelegt?

Im Handel ist ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Eierverpackung oder auf einem Schild bei der Ware angegeben. Es beträgt maximal 28 Tage nach dem Legen. Also einfach rückwärts rechnen: MHD minus 28 gleich Legedatum.


Kleidergröße oder Gewichtsklasse?

Es gibt vier Gewichtsklassen bei Eiern: S = unter 53 g, M = 53 g bis unter 63 g, L = 63 g bis unter 73 g, XL = 73 g und darüber.


Wie erkenne ich, ob ein Ei frisch ist?

Zwei Methoden sind möglich. Erstens: Aufschlagen. Bei einem frischen aufgeschlagenen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünn und fließt beim Aufschlagen auseinander. Zweitens: ein Ei und ein Glas Wasser. Ein frisches Ei bleibt unten auf dem Grund. Je älter das Ei ist, desto höher steigt es. Das liegt an der Vergrößerung der Luftkammer im Ei bei zunehmendem Alter.


Wann ist ein Ei weich/hart?

Das Fünf-Minuten-Ei hat noch einen weichen Dotter, beim Acht-Minuten-Ei ist er noch ein wenig weich, und ab zehn Minuten Kochzeit ist das Ei komplett hart. Übrigens: Die Kochzeit beginnt erst ab dem Zeitpunkt des sprudelnd kochenden Wassers.


Ist der grüne Rand am Dotter gefährlich?

Nein. Das ist nur eine simple chemische Reaktion der Inhaltsstoffe des Eigelbs und Eiweißes und passiert bei längerem Abkochen (ab 10 Minuten). Absolut unbedenklich.


Hilft "Abschrecken" beim Pellen?

Nein. Wenn sich das Ei schlecht von der Schale trennt, ist das meistens ein Zeichen für besondere Frische. Das Abschrecken unter kaltem Wasser führt nur zum Abkühlen und beendet den Kochvorgang abrupt.


Kühlschrank oder nicht?

Es empfiehlt sich, Eier zu Hause im Kühlschrank aufzubewahren. Rohe Eier sind empfindliche Lebensmittel und ein hervorragender Nährboden für Mikroorganismen (Stichwort: Salmonellen), die sich bei Kühlschranktemperaturen nicht stark vermehren können. Tipp: Möglichst frische Eier kaufen und bald verbrauchen (keine Vorratshaltung).


Wie lange sind hartgekochte Eier haltbar?

Das kommt auf die Behandlung und die Lagermethode an. Hartgekochte und abgeschreckte Eier sind bei Raumtemperatur nur wenige Tage haltbar, gekühlt etwa ein bis zwei Wochen. Hartgekochte, nicht abgeschreckte Eier können – sofern die Schale intakt ist – einige Wochen bei Raumtemperatur gelagert werden. Hart gekochte industriell gefärbte Ostereier sind aufgrund eines Schutzlackes bei Raumtemperatur sogar mehrere Monate haltbar.

Um hartgekochte Eier möglichst lange haltbar zu machen, empfiehlt das Schweizerische Bundesamt für Gesundheit (BAG):

  • Zum Hartkochen vorzugsweise 7 bis 14 Tage alte Eier verwenden.
  • Eier mit möglichst glatter Oberfläche wählen.
  • Eier je nach Größe und Ausgangstemperatur 10 bis 12 Minuten hart kochen.
  • Eier nach dem Kochen nicht abschrecken.



DAZ 2012, Nr. 14, S. 114