Prisma

Ein Star kommt selten allein

NABU: Vogel des Jahres 2018

cae | Der Star ist einer unserer häufigsten Vögel, doch als Individuum begegnet er uns eher selten. Typisch für ihn sind die Schwärme, mit denen er im Sommer in Weinberge oder Obstplantagen einfällt und im Herbst den Abflug in den Süden vorbereitet.
Foto: NABU/Georg Dorff
Wozu ein Schnabel gut ist: Der Star ist kein Kostverächter und ein Naturtalent im Nachahmen von Stimmen und Geräuschen.

Der NABU hat den Star (Sturnus vulgaris) zum Vogel des Jahres 2018 gekürt. In der Begründung heißt es: „Seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“. Der Star nascht nicht nur an unserem Obst und wilden Beeren, vor allem sucht er sich im Rasen Würmer und Insekten. Dabei ist er durch seinen schnellen, tippelnden Gang einfach von der bedächtig hüpfenden Amsel zu unterscheiden. Im Gegensatz zur männlichen Amsel schillert sein schwarzes Gefieder purpurn; nach der Herbstmauser ist es matt, aber weiß gepunktet.

Foto: istock/kruwt
Dieser Star genießt die reiche Auswahl an kleinen Zieräpfeln.

Als Zugvogel überwintert der Star im Mittelmeerraum und kommt bereits Ende Februar nach Mitteleuropa zurück. ­Einige in Skandinavien beheimatete Stare überwintern in Südwestdeutschland, und auch immer mehr heimische Vögel verzichten auf die Reise ins Winterquartier. Mit seiner jetzigen Bestandsdichte gilt der Star nicht mehr als landwirtschaftlicher Schädling, im Gegenteil: Er benötigt zunehmend unseren Schutz. |

Quelle: Imitationstalent und Formationskünstler; www.nabu.de

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