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Informationsblatt "Tätowieren und Piercen"

Tätowieren und Piercen sind aus gesundheitlicher Sicht nicht unproblematisch. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Barbara Stamm bei der Vorstellung des Informationsblatts "Tätowieren und Piercen" hingewiesen.

"Wer sich unbedingt piercen oder tätowieren lassen will, soll sich wenigstens vorher über die gesundheitlichen Risiken informieren und bestimmte Hygieneregeln beachten. Nur wer die Gesundheitsgefahren und die Hygieneregeln kennt und im Studio auf deren Einhaltung besteht, kann die Risiken minimieren", betonte die Ministerin. Vor allem müssten die verwendeten Instrumente wie Hohlnadeln, Zangen und Scheren und die eingesetzten Materialien steril sein.

Piercing- und Tattoo-Studios seien bereits mit einem gesonderten Merkblatt über die Hygieneanforderungen informiert worden, erläuterte Stamm. Der Schwerpunkt der Informationen für die Studios sei dabei auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Desinfektion beim Arbeiten, die Sterilisation der Instrumente und die rechtlichen Grundlagen gelegt worden. Stamm wies darauf hin, dass solche Eingriffe nur statthaft seien, wenn die betroffene Person über Art und Weise des Eingriffs, über seine möglichen Risiken, sowie über die erforderlichen Maßnahmen nach dem Eingriff aufgeklärt worden sei. Bei Minderjährigen sei der Eingriff von der ausdrücklichen Einwilligung der Sorgeberechtigten abhängig. Schon im eigenen Interesse sollten die Studiobetreiber die Einhaltung der rechtlichen Maßgaben schriftlich festhalten und die Kunden gegenzeichnen lassen. Denn Piercen und Tätowieren könnten Schadensersatzansprüche zur Folge haben.

Die Merkblätter sind beim zuständigen Gesundheitsamt erhältlich. Unter: www.stmas.bayern.de/publikat sind sie auch im Internet abrufbar.

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