ABDA ist Mitgliedsorganisation

Bundesverband Freie Berufe tritt für Demokratie und Toleranz ein

Berlin - 12.02.2024, 13:45 Uhr

Der Präsident des Bundesverbands Freie Berufe und frühere ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (Foto: ABDA)

Der Präsident des Bundesverbands Freie Berufe und frühere ABDA-Präsident Friedemann Schmidt. (Foto: ABDA)


Der Bundesverband der Freien Berufe hat sich „gegen Radikalisierung, Hass, Hetze und Antisemitismus“ positioniert. Mitgliedsorganisation ist auch die ABDA. Die freien Berufe seien auf eine „offene freiheitliche Gesellschaft angewiesen“, so der BFB. 

Die Demonstrationen gegen Rassismus und für Demokratie halten an. Zahlreiche Akteure aus Gesellschaft und Wirtschaft positionierten sich in den vergangenen Wochen entsprechend, auch aus der Apothekerschaft. So erklärte unter anderem die Apothekengewerkschaft Adexa, dass die AfD keine Alternative für Beschäftigte sei. Der Apothekerverband Westfalen-Lippe verurteilte „(Rechts-)Extremismus, Antisemitismus und Diskriminierung“.

Der Bundesverband Freier Berufe (BFB) und seine Mitgliedsorganisationen, also auch die ABDA, schreiben in einem Statement: „Unsere freiheitliche demokratische Grundordnung ist unverhandelbar.“ Datiert ist das Dokument auf den 2. Februar. Die ABDA verlinkte am 9. Februar auf ihrer Facebook-Seite zu einem Beitrag der Pharmazeutischen Zeitung vom Vortag, der über die Stellungnahme berichtete. BFB-Präsident ist seit 2021 der Apotheker Friedemann Schmitt, der bis 2021 Präsident der ABDA war und seither ABDA-Ehrenpräsident ist.

„Rund sechs Millionen in und für die Freien Berufe tätige Menschen sind nicht nur eine relevante Wirtschaftsgruppe, sondern auch eine Wertegemeinschaft. Wir stehen für Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Integration“, heißt es in dem Statement. Laut BFB hätten knapp ein Fünftel der eigenen Auszubildenden ausländische Wurzeln, die flächendeckenden Strukturen würden durch Kolleginnen und Kollegen mit einer Zuwanderungsgeschichte bereichert.

„Umgekehrt leisten Freiberuflerinnen und Freiberufler täglich unzählige Beiträge zu einer erfolgreichen Integration. Die bekannt gewordenen Vorstellungen einer Vertreibung ganzer Gruppen von Menschen aus Deutschland stehen unseren gelebten Werten diametral entgegen“, heißt es weiter.

Der BFB fordert, sich Angriffen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung entgegenzustellen. „Freiberuflerinnen und Freiberufler treten für einen pluralistischen Dialog und gegen Radikalisierung, Hass, Hetze und Antisemitismus ein.“ Freie Berufe seien auf eine „offene freiheitliche Gesellschaft angewiesen, nur in einer solchen können sie ihre für die Gesellschaft existenziellen Aufgaben wirkungsvoll und am Gemeinwohl orientiert erfüllen“, heißt es abschließend.


Deutsche Apotheker Zeitung
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3 Kommentare

leichte Widersprüche

von Dr. House am 12.02.2024 um 16:24 Uhr

Wenn ich gegen Antisemitismus bin, warum kann ich dann nicht antisemitische zugewanderte Gruppen ausweisen?
Wenn Demokratie so unschlagbar toll ist, warum redet mir dann die ADEXA in meine Wahlentscheidung rein? Auch die Auslegung der Demokratie ist ansichtssache und damit Teil eines demokratischen Prozesses. Wenn sich Leute hinstellen, die glauben ganz genau zu wissen was Demokratie ist und mir damit meine Meinung verbieten wollen, ist das aus meiner Sicht das Gegenteil.
Das ZDF hat einen ausführlichen Beitrag zur exorbitant zunehmenden Messerkriminialität in Deutschland gemacht. Einige Schulen empfehlen den Kindern nur noch in Gruppen zur Schule zu gehen und bestimmte Straßen zu meiden. Große Worte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, Toleranz und Integration, wie sie auch hier im Text benutzt werden, klingen toll, doch sie sind nie absolut. Meine Freiheit endet da, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Die Rechtsstaatlichkeit kommt an ihre Grenzen, wenn sie nur noch Diener von Lobbygruppen ist und Toleranz und Integration ist keine Einbahnstraße, sondern nur möglich, wenn man sich auch integrieren will und selbst tolerant ist. Stimmen diese Verhältnisse nicht, werden die handfesten Probleme links liegen gelassen und erklärt man sich selbst zur moralischen Instanz, dann ist man selbst derjenige der der Demokratie einen Bärendienst erweist und im übrigen auch bester Wahlkampfhelfer der AFD.

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AW: leichte Widersprüche

von Uwe Hüsgen am 12.02.2024 um 19:00 Uhr

wie sagte schon Voltaire:
„Ich teile Ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.“

Tolles Statement!

von Philipp am 12.02.2024 um 16:16 Uhr

Tolles Statement! Sollte eig eine Selbstverständlichkeit sein, was leider aber scheinbar ins Wanken gerät... #NieWiederFaschismus

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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