Neunmonatsbericht von Shop Apotheke Europe

Versandhändler bearbeitet erste E-Rezepte

02.11.2021, 13:45 Uhr

Shop Apotheke macht zwar mehr Umsatz mit mehr Kund:innen – aber steckt dennoch tief in den roten Zahlen. (x / Screenshot: shop-apotheke-europe.com / DAZ)

Shop Apotheke macht zwar mehr Umsatz mit mehr Kund:innen – aber steckt dennoch tief in den roten Zahlen. (x / Screenshot: shop-apotheke-europe.com / DAZ)


Beim niederländischen Arzneimittelversender Shop Apotheke Europe liegen Licht und Schatten eng beieinander. Zum einen verkündete das Unternehmen jetzt, dass es jüngst das erste E-Rezept bearbeitet hat. Zum anderen fielen die Geschäftszahlen in den ersten neun Monaten des Jahres 2021 ambivalent aus: Einem deutlich gestiegenen Umsatz steht ein tiefrotes Ergebnis gegenüber. Das prognostizierte Umsatzplus für das Gesamtjahr siedelt das Unternehmen nun am unteren Ende der bislang kommunizierten Spanne von 10 bis 15 Prozent an.

Für den Versandhändler ist es ein Schritt mit Signalwirkung: Am 28. Oktober 2021 ging bei Shop Apotheke Europe das erste offizielle E-Rezept ein und wurde bearbeitet. Wie das Unternehmen in einer Presseerklärung mitteilte, seien inzwischen weitere Verordnungen dieser Art im Rahmen des E-Rezept-Pilotprojekts der Gematik in der Region Berlin-Brandenburg eingetroffen. Die Bearbeitung des ersten E-Rezepts zeige, dass die Prozesse funktionierten.

„Das ist ein großer Erfolg für unser Projektteam und unser gesamtes Unternehmen. In den vergangenen zwei Jahren haben wir auf diesen spannenden Moment hingearbeitet“, sagte Vorstandschef Stefan Feltens laut der Unternehmensmitteilung.

Nach der aktuell laufenden Testphase in Berlin-Brandenburg und einer bundesweiten Einführungsphase im Dezember 2021 soll das E-Rezept ab 1. Januar 2022 für alle Verordnungen von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln für gesetzlich Versicherte in Deutschland verpflichtend sein. Dass zu diesem Stichtag tatsächlich ein umfassender Switch vom Papier- aufs E-Rezept stattfindet, ist allerdings nicht anzunehmen – der Übergang wird eher fließend sein. 

Doch Shop Apotheke setzt – wie andere Arzneimittelversender auch – hohe Erwartungen in das E-Rezept. Das Unternehmen rechnet damit, dass es sich nach einer Einführungsphase zügig in Deutschland etablieren wird: „Wir erwarten eine schnelle Akzeptanz des E-Rezepts bei unseren Kund:innen. Digitale Dienstleistungen gehören heute zur Lebenswirklichkeit in allen Altersgruppen“, wird Chief Commercial Officer und Firmen-Mitgründer Stephan Weber in der Unternehmensmitteilung zitiert.



Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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