Pandemiebekämpfung

Arzneimittel gegen COVID-19: Was ist zu erwarten?

Stuttgart - 15.10.2021, 16:45 Uhr

COVID-19-Patienten auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Region Volgograd, Russland. (x / Foto: IMAGO / ITAR-TASS)

COVID-19-Patienten auf der Intensivstation eines Krankenhauses in der Region Volgograd, Russland. (x / Foto: IMAGO / ITAR-TASS)


Neben den nachweislich sehr wirksamen Impfstoffen arbeiten Pharmaunternehmen weltweit an der Entwicklung von Medikamenten gegen eine COVID-19-Erkrankung. Arzneimittel gegen schwere Verläufe gelten als weiterer Baustein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Damit könnten zum Beispiel auch Menschen geschützt werden, die bisher keine Impfung erhalten haben oder konnten.

Ein für alle Patienten zugelassenes Mittel, das speziell das Coronavirus bekämpft, fehlt weiterhin. Ärzte greifen stattdessen zu erprobten Arzneien, die je nach Verlauf einer COVID-19-Erkrankung vor bestimmten Komplikationen schützen. Oft bekommen Patienten im Krankenhaus etwa Blutverdünner – denn COVID-19 erhöht die Gefahr von Thrombosen, Infarkten und Schlaganfällen. Zudem sollen Antibiotika gegen zusätzlich auftretende bakterielle Infektionen schützen. Doch konkret gegen SARS-CoV-2 sind sie wirkungslos.

Die Schwierigkeit bestehe in der Biologie des Virus, schreibt der Berliner Molekularbiologe Dr. Emanuel Wyler in einem Gastbeitrag für die „Berliner Zeitung“. Bei Corona gebe es nach einer Ansteckung zunächst keine Symptome. „Wenn dann unter anderem Husten oder Halsschmerzen einsetzen, hat das Immunsystem in den meisten Fällen schon begonnen, das Virus zu bekämpfen“, so der Forscher vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin. „Wie bei der Grippe kommen direkt gegen das Virus gerichtete Medikamente daher oft zu spät.“

Einziges zugelassenes Mittel: Remdesivir mittlerweile überholt

Als bisher einziges Mittel erhält Remdesivir (Handelsname Veklury®) des US-Konzerns Gilead im Juli 2020 eine Zulassung in der EU – jedoch nur für Corona-Patienten mit Lungenentzündung, die zusätzlich Sauerstoff erhalten, aber noch keine invasive Beatmung benötigen. Das ursprünglich gegen Ebola entwickelte Medikament soll verhindern, dass sich SARS-CoV-2 in den Zellen vermehrt. Doch mittlerweile spricht sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gegen eine Behandlung aus.

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen sieht in seiner Stellungnahme von Mitte September nur einen geringen Nutzen von Remdesivir bei moderat und gar keinen bei schwerer Erkrankten. Auch der Virologe Professor Christian Drosten von der Berliner Charité sagt Ende September im NDR-Corona-Podcast: Zunächst seien in Remdesivir große Hoffnungen gesetzt worden, mittlerweile sei das anders.



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2 Kommentare

Arzneimittel gegen COVID-19

von Dr. Walter Oechslein am 26.10.2021 um 11:02 Uhr

Vom 12. - 14. September fand in Rom ein Kongress zum Thema Frühbehandlung statt, an welchem zahlreiche Ärzte und Wissenschaftler ihre Erfahrungen und Erkenntnisse diskutierten (Globalcovidsummit.org). Als Schlussfolgerung kann gesagt werden: Schon seit April 2020 ist bekannt, dass es hochwirksame, altbekannte, allgemein verfügbare Wirkstoffe gegen Covid-19 gibt, die auch in vielen sogenannten Entwicklungsländern wie auch Indien angewandt werden. Von vielen Ärzten in aller Welt wie Dr. Kory, Dr. Brian Tyson, Dr. Fareed, Dr. Raoult, Dr. Peter Mc Cullough..... werden sie schon lange mit großem Erfolg als sogenanntes Multidrugregime d.h. kombiniert als Early Treatment und auch (prophylaktisch) innerhalb von 5 Tagen nach Beginn der Covid Symptome mit nahezu 100 % Erfolg verwendet. Die Veranstaltung endete mit der "PHYSICIANS DECLARATION GLOBAL COVID SUMMIT – ROME, ITALY" welche mittlerweile von mehr als 12000 Ärzten und Wissenschaftlern unterschrieben wurde.

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Wirksames Arzneimittel

von Lars am 16.10.2021 um 11:40 Uhr

Schauen sie sich bitte Aviptadil/ Zyesami an .

Es ist wirksam und schon seit 4 Monaten von der FDA in Prüfung. Es gibt Mittel für schwer Kranke Patienten und das ist bisher das einzige was hilft . Es wartet nur auf die Zulassung .

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Verbreiten sie es , das Patienten und Familien geholfen werden kann .
Mfg

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