Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

14.04.2019, 08:00 Uhr

Er gibt uns Süßes und Saures, der Entwurf zum Apothekenstärkungsgesetz, dazu Chancen. Und das Aus vom Rx-Versandverbot. Mach was draus! (Foto: Andi Dalferth)

Er gibt uns Süßes und Saures, der Entwurf zum Apothekenstärkungsgesetz, dazu Chancen. Und das Aus vom Rx-Versandverbot. Mach was draus! (Foto: Andi Dalferth)


Er hat was, der Entwurf für ein Apothekenstärkungsgesetz: Feste Rx-Preise für alle, auch für EU-Versender, die Strafe kassieren, wenn sie nicht mitspielen. Dann bringt das Gesetz mehr Nachtdienst- und Doku-Honorar mit. Und auch echte Chancen, zum Beispiel bezahlte Dienstleistungen, (sogar ein Modell für impfende Apotheker). Oder Botendienst auf Kundenwunsch, auch nach telefonischer Beratung. Und ein klares Automatenverbot. Aber im Entwurf steckt auch Toxisches. Zum Beispiel das Aus fürs Rx-Versandverbot und das Ja der Regierung zur EuGH-Entscheidung: Rx-Versand soll’s geben, auch von ausländischen Versendern mit und ohne Apo. Das schmerzt. 

8. April 2019 

Jetzt liegt er auf dem Tisch, der Entwurf für ein Gesetz, das, wie sein Name sagt, die Apotheken stärken soll. Tut es das? Stärkt es uns von innen heraus, ist es eine echte Aufbauspritze oder ist das alles ein bisschen dekorative Kosmetik, die bald abblättern wird und eine kränkelnde Apothekenlandschaft in Richtung Siechtum treibt? Also, das einzig Wahre, das Rx-Versandverbot, steht nicht drin. Spahn will es nicht, hält es nicht für umsetzbar und die ABDA hat da schon ihr Plazet gegeben. Aus die Maus. Klar, hätten wir einen mutigeren Gesundheitsminister, hätten wir eine kämpferische ABDA – es hätte ein Versuch sein können, hart zu bleiben bis hin zum EuGH. Hätte, hätte… Jetzt soll es einen anderen Weg geben, um die Gleichpreisigkeit der Rx-Arzneimittel beizubehalten: Der Rahmenvertrag soll regeln, dass sich die abgebenden deutschen Apotheken und ausländischen Versender an die festgesetzten Preis und Preisspannen halten müssen. Wer dagegen verstößt, zahlt bis zu 50.000 Euro Strafe und darf nicht mehr liefern. Mein liebes Tagebuch, das mag in Deutschland funktionieren, aber wie sieht es mit einem niederländischen Versender aus, der sich nicht an den Rahmenvertrag halten will? (Die Kammer Nordrhein erinnert sich sicher, wie schwer es war und ist, Geldstrafen von DocMorris einzutreiben.) Und was ist mit Privatpatienten, deren Belieferung nicht vom SGB V erfasst ist? Das sieht nach Diskussionsbedarf aus. 


Dann steht da noch im Gesetzentwurf, dass ein Passus im § 78 AMG gestrichen werden soll, was bedeuten würde: EU-Versandapotheken werden nicht mehr der Arzneimittelpreisverordnung unterstellt. Und das heißt: Die Bundesrepublik erkennt die  Entscheidung des EuGH vom 19. 10. 2016 zum Rx-Versand an und richtet sich danach. Mein liebes Tagebuch, das schmerzt, heftig!  Denn damit ist das Rx-Versandverbot offiziell vom Tisch. Außerdem gibt’s ein weiteres Zugeständnis an die ausländischen Versender: Die Liste der Länder, aus denen Versand nach Deutschland zulässig ist, wird gestrichen. Das heißt, ob die Versender nun eine echte Apotheke sind oder nur ein Versandlager, ist wurscht. Mein liebes Tagebuch, das hat doch wirklich nichts mit einer Stärkung unserer Apotheken zu tun. Im Gegenteil. 


Aber es gibt natürlich einige gute Ansätze im Gesetzentwurf: Das Stärkungsgesetz bringt honorierte Dienstleistungen mit. Wie schön, mein liebes Tagebuch, wollten wir das nicht schon lange? Klingt super, ich mag Dienstleistungen, passt zum Heilberuf Apotheker. Könnte uns wirklich was bringen, auch für unser Selbstbewusstsein, für unser Standing. Finanziert werden sollen sie über eine Fondslösung, ähnlich wie beim Nachtdienstfonds. Was in den Fonds fließen soll und was somit letztlich für uns dabei herausspringt, wird wohl eher nicht der große Bringer.  Auch wenn der Gesetzentwurf nun doch die geplante Vergütung für die Dienstleistungen etwas angehoben hat. Was abzusehen ist: Es wird zähe Verhandlungen mit der GKV um die honorierten Dienstleistungen geben, die Kassen werden um jeden Cent ringen. Meine Prognose: Wir werden Dienstleistungen anbieten dürfen, honoriert für Stundensätze, die weit unter denen im Handwerk liegen. Tja, und bis jetzt  wissen wir noch gar nicht, um welche Dienstleistungen es sich handeln wird. Unsere Bundesapothekerkammer hat noch keinen fertigen Katalog in der Schublade, wie auch, kam doch alles so plötzlich, gell? Was abzusehen ist: Dienstleistungen werden nicht alle Apotheken anbieten wollen und nicht können. Wird sich die Apothekenlandschaft aufspalten? Und trotzdem, bei allen Schwierigkeiten: Es ist eine Chance, die so schnell nicht wieder kommen wird. 

Worüber es wohl nichts zu diskutieren gibt: Das Stärkungsgesetz stärkt uns mit mehr Geld für den Nachtdienst und für die BtM-Doku. Mein liebes Tagebuch, ist in Ordnung, das haben wir uns verdient. 

Klare Ansage im Gesetzentwurf ist das deutliche Nein zu Arzneimittelautomaten wie beispielsweise der von DocMorris in Hüffenhardt. Das BMG ist wild entschlossen, alles, was in diese Richtung geht, zu verbieten, also keine unzulässige Form der Arzneimittelabgabe, egal was sich DocMo und Konsorten dazu noch ausdenken. Es darf nur die Vor-Ort-Apotheke und, ja, den klassischen Versandhandel geben, sonst nichts. Finden wir gut, mein liebes Tagebuch. 

Was auch mit dem Stärkungsgesetz kommen soll: Die Temperaturvorschriften müssen während des Arzneimitteltransports eingehalten werden – da müssen sich die Versender wohl etwas einfallen lassen.

Und zum Botendienst: Er soll nicht nur im Einzelfall, sondern grundsätzlich auf Kundenwunsch zulässig sein. Und wenn die Beratung vorher oder durch Telekommunikation erfolgt, muss der Apothekenbote nicht unbedingt zum pharmazeutischen Personal gehören. Mein liebes Tagebuch, das sind klare Ansagen, ich sehe darin mehr Chancen, gegen den Versandhandel zu punkten. Mein liebes Tagebuch, mir ist natürlich klar, dass dies nicht alle für gut befinden, denn die Botenzustellung kostet. Aber auch hier wieder: Eine Apotheke hat die Chance, ihren Kunden das anzubieten, sie muss nicht. 


Was sich auch im Apothekenstärkungsgesetz versteckt: Es sollen Modellprojekte zur Durchführung von Grippeschutzimpfungen durch Apotheker durchgeführt werden können. Man will schauen, ob sich die Impfquote dadurch verbessern lässt. Mein liebes Tagebuch, Spahn meint es Ernst damit! Ehrlich gesagt, mir gefällt diese Lösung. So könnte es was werden. Bisher hat sich die ABDA bei diesem Thema geziert. Um Krach mit den Ärzten zu vermeiden, will die ABDA nicht von sich aus das Impfen fordern. Allerdings, so war im Subtext zu lesen, man wolle sich solchen Versuchen nolens volens nicht verschließen, wenn sie denn von oben gewünscht sind. Ja, also, liebe ABDA, man darf sich Herrn Spahn in dieser Sache doch nicht verwehren! 

Außerdem, noch ein weiterer Stärkungsschluck für uns Apothekers: Wir sollen bei Chronikern Wiederholungsrezepte beliefern dürfen. 


Übrigens: Rückenstärkung für Apotheker, die sich eine Grippeimpfung in ihrer Apotheke vorstellen können, kommt vom CDU-Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Erwin Rüddel. Er ist überzeugt, dass die Kompetenz bei Apothekern da ist und dass sich die Versorgungslage dadurch verbessert. Rüddel sieht auch Chancen durchs E-Rezept – für die Vor-Ort-Apotheke. Sehen wir auch, mein liebes Tagebuch, wenn die Vor-Ort-Apotheke die Herausforderung annimmt und die Arzneimittel z. B. noch am gleichen Tag liefert. 



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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14 Kommentare

Zerspanen

von Reinhard Rodiger am 15.04.2019 um 14:46 Uhr

Irgendwie scheint es niemand zu stören, so zerspa(h)nt zu werden.... Spanschutz für den Versand.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Zerspanen

von Conny am 15.04.2019 um 16:21 Uhr

Warum tun jetzt alle so überrascht ? Ich verstehe es nicht. Spahn wird nach diesem Amt ausgesorgt haben

Versender

von Dr.Diefenbach am 15.04.2019 um 10:56 Uhr

Weiß schon jemand etwas,WIE die Versender,wo auch immer sie herkommen,die neuen Regeln unterlaufen werden?Oder glaubt eine(r) der KollegInnen,dass man auch für den aktuellen Sachverhalt nicht längst eine "Lösung" parat hätte??Warum besorgen sich die "Globalen" aktuell jede Menge frisches Geld?

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Versender

von Anita Peter am 15.04.2019 um 11:47 Uhr

Unsere Standeszertretung bejubelt den Spahnplan. Was soll man da noch sagen? Entweder ist es grenzenlose Naivität oder unsere Standeszertretung ist einfach ein Gehilfe des Projekts 15.000.
Die vorgesehene Honorarerhöhung ist schlichtweg ein Witz. Das Sterben wird munter weiter gehen. Und viele Fallstricke für DoMo wurden beseitigt.

Das RxVV ist unumgänglich

von Karl Friedrich Müller am 15.04.2019 um 6:59 Uhr

Die Aufgabe der Preisbindung für Versender ist keine Herstellung der gleichen Preise.
Die Aufgabe der Preisbindung für Versender macht das RxVV zwingend notwendig
Die drakonischen Strafen (nur für deutsche Apotheken) für Rx Boni machen die Absicht klar, dass Versender ihre Rx Preise senken sollen und werden
Offiziell sind zwar alle von den Strafen bedroht. Die Versender zahlen nur nie und die deutschen Behörden treiben sie auch nicht ein. Dazu werden die Versender es nicht mehr nötig haben, mit Boni zu locken. Bei der deutschen Apotheke wird jede kleinste Möglichkeit, sich zu wehren, im Keim erstickt.
Es ist ein Gesetz, dass sich komplett gegen die deutsche Apotheken vor Ort richtet

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.

von Anita Peter am 14.04.2019 um 14:49 Uhr

Also halten wir fest: Was als echte Honorarerhöhung hier kommt deckt nicht mal die Tarifrunde 2018 ab. Der Rest steht in den Sternen. Kommt das was? Wenn was kommt, ist das überhaupt kostendeckend? Dafür werden viele Tretminen, wie Länderliste etc, für DoMo aus dem Weg geschafft. Das ganze ist ein DoMo Stärkungsgesetz.
Weiter wird munter Gleichpreisigkeit und Honorarerhöhung in einen Topf geworfen. Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Auch mit Gleichpreisigkeit sind die Spiesse noch lange nicht gleich lang.
Das sind ja nicht mal die berüchtigten Brotkrümmel die hier für uns übrig bleiben. Dafür stellt man uns in Aussicht noch mehr sauteuren Botendienst kostenlos für den Kunden anzubieten.
Was treibt unsere Standes(zer)tretung da eigentlich?? Wacht ihr endlich mal auf, oder gehts weiter so bis noch 10.000 Apos übrig sind? Die Rücklagen der Kassen explodieren und wir bekommen so gut wie NICHTS!

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Friede, Freude, Eierkuchen

von Karl Friedrich Müller am 14.04.2019 um 14:47 Uhr

Tja,
- warum wird die Aufhebung der Preisbindung nicht diskutiert und kommentiert? Verstehe ich da etwas falsch? Was nutzt das Boniverbot, wenn Versender nicht die deutschen Preise nehmen müssen? So können die doch wie so oft, einfach EK+ MwSt nehmen ( was auch immer als EK definiert wird) und so die Privatpatienten anlocken. Ganz ohne Boni. Die GKV wird dann alles daran setzen, dass zumindest die Chroniker über den Versand bedient werden. Für mich jedenfalls ist das alles Andere als „Gleichpreisigkeit“ herstellen, sondern Betrug.
- Was ist mit den Reimporten? Im neuen Rahmenvertrag? Wird das Original verordnet, muss ich dann einen der 3 billigsten Importen abgeben? Die sowieso als identisch gelten? Ein unmögliches Unterfangen! Die sind seltenst lieferbar. Hier droht ein irrer Aufwand und Retaxe!
- keine Frage. Das Gesundheitswesen steht vor großen Umbrüchen. Aber wem nutzen sie? Nicht nur Pflegekräfte sind am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt, ebenso die Ärzte, zugespitzt wird die Lage durch das Alter (Rente!), den Nachwuchsmangel und eine andere Arbeitseinstellung der Jüngeren. Kleine Praxen werden verdrängt, weil Gemeinschaftspraxen bessere Möglichkeiten der Abrechnung haben.
Bei Apotheken ist die Situation ähnlich. Ich sehe im neuen Gesetz nicht nur ein Versandapotheken Förderungsgesetz, sondern auch ein Gesetz zur Schlachtung kleinerer Apotheken. Das betrifft entgegen aller Beteuerungen auch die Landapotheken. Diesen Schwachsinn will man uns mit „Honoraren“ schmackhaft machen. Eine Falle für Dumme. (Kann sich jeder selbst überlegen, wer gemeint ist)
- so viel Gutes mehr Digitalisierung bewirken könnte, bin ich doch der Überzeugung, dass es einer der Sargnägel für uns und große Teile des Gesundheitswesens wird. Allein, dass überhaupt nicht über die Gefahren gesprochen wird, spricht Bände. „Bedenken Second“ so wird verfahren. Wobei die Bedenken nicht weggeschoben werden, sondern die negativen Seiten still und heimlich gewollt sind.
Telemedizin, wirklich so toll? Oder kommt das, weil es nicht mehr anders geht? Weil alles kaputt gespart wird?
E Rezept so toll? Oder ist das der große Einstieg in das Verschieben von Rezepten an den Meistbietenden?
Apps, Apps, Apps. : Überwachung? Unfreiheit? Selbstdiagnosen? Risikobewertung?
Zuletzt: die Finanzierung des neuen Almosens, genannt Honorar.
Über einen Aufschlag auf Rx. Die Kassen schwimmen im Geld und werden nicht zur Bezahlung gebeten? Sind die Beiträge nicht schon ein Fonds? Warum muss ein kleiner Teil der Bevölkerung für die Bezahlung allgemeiner Aufgaben des Staates aufkommen, nämlich die Konsumenten von Rx? Zudem ist das eine Beitragserhöhung für einen Teil der Versicherten, obwohl genug Geld im System ist.
Man könnte stundenlang weiterschreiben. Es stimmt nichts. Es gibt zu viele blauäugige, euphorische Blinde, die nicht sehen wollen, was Spahn & Co anrichten.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: Friede, Freude, Eierkuchen

von Conny am 14.04.2019 um 16:21 Uhr

Die es sehen, sind jedenfalls bei der Daz Außenseiter und Nestbeschmutzer.. Bei Apotheken Adhoc wird mit der Blinden ABDA Spitze und ihren Lemmerlingen etwas kritischer umgegangen.

Die neuen Häppy-go-pharmie-Pillen sind eingetroffen

von Bernd Jas am 14.04.2019 um 11:59 Uhr

Guten Morgen Herr Ditzel,
guten Morgen liebe Knöttergemeinschaft,

Da fang ich dann auch mal mit „Tja“ an.


Tja, das ist schon eine Karikatur wert:

Unser wohl geschätzter Herr Engelen steht hinter Würselen an der Grenze und winkt mit den deutschen Gerichtsbeschlüssen nach Heerlen rüber, wo ihm Mäxchen die lange Nase macht.

Wer übernimmt in Zukunft die Rolle des Eintreibers? Herr Spahn?
Die 50.000 stehen doch dann auch nur weiterhin auf dem Papier und Herr Spahn winkt höchsten mal zum Gruße mit der niederländischen Europafahne.

Und mit Freuden nehmen wir alle politischen Versprechen auf und bauen sie Weiter als weiteres Treppchen in unser Hamsterrad ein, ohne zu reflektieren wie hoch die Stufen wiedermal sind. Hauptsache Kompetenzerweiterung für die Pharmies. Juhuu!

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Tja....

von gabriela aures am 14.04.2019 um 10:59 Uhr

...irgendwie sind Apotheker mittlerweile froh, wenn sie demnächst als „Aufstocker“ ( neue honorierte Dienstleistungen) und „Saisonarbeiter“ (Grippeschutzimpfung) nicht noch vom Chef (Krankenkassen) um ihren kargen Lohn geprellt werden.
Aber Hauptsache „Heilberufliche Kompetenz“ steht irgendwo, dafür machen wir uns freudig zum Vollhorst.....

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Das „Apitoxinstärkungsgesetz“ ...

von Christian Timme am 14.04.2019 um 10:22 Uhr

Kommt ein summender „Jens“ vorbeigeflogen denkt man nicht nur an ...

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Impfen

von Conny am 14.04.2019 um 8:44 Uhr

Diesen Nebenkriegsplatz hat Spahn geschickt eingefädelt. Es gibt nur Ärger zwischen Ärzten und Apothekern. Ich will auch nicht in meiner Apotheke impfen, wir haben andere Qualitäten und dies wissen unsere vielen !! Kunden auch zu schätzen. Ps: auch ganz ohne Brötchengutschein

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Honorarverbesserungen?

von Ulrich Ströh am 14.04.2019 um 8:36 Uhr

Stimmt Herr Ditzel,
schon einen Entwurf zu zerreissen,ist nicht zielführend.

Tatsache ist aber ,dass es bislang ausser Notdienst und BTM-Doku auch nach 14 Jahren keine Honorarverbesserungen für uns geben soll.


Trotz aktuell guter wirtschaftlicher Bedingungen in Deutschland.
Wann sonst?

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Impfende Apotheker

von Dr. Jochen Pfeifer am 14.04.2019 um 8:33 Uhr

Es ist richtig und wichtig, dass Minister Spahn uns Apothekern neue Möglichkeiten für honorierfähige (!) Dienstleistungen anbietet. Allerdings sollten wir uns auf unsere pharmazeutische Kompetenz beschränken und dazu gehört, zumindest in Deutschland, das Impfen (noch) nicht dazu.

Ich selbst sehe aber auch überhaupt keine Notwendigkeit für impfende Apotheker, aber das mögen die Experten der Kammern und Verbände ausdiskutieren. Meine Bitte nur an alle Befürworter des Impfens durch Apotheker: lesen Sie sich mal die Regelungen des Robert-Koch-Instituts zum Impfen durch und überlegen Sie dann mal, wie Sie das in Ihrer Apotheke umsetzen wollen. Soll ein Arzt für Notfälle dann immer anwesend sein?

"Grundsätzlich sind Impfstoffe Arzneimittel, die nur der Arzt verordnen darf. Es gibt allerdings keine gesetzliche Vorschrift, die die Durchführung einer Impfung ausschließlich dem Arzt vorbehält. Pflegekräfte, Arzthelferinnen und Arzthelfer mit entsprechender Ausbildung dürfen auch Arzneimittel verabreichen. Die Injektionstechniken werden bei der Berufsausbildung dem Pflegepersonal auch vermittelt. Ob das Personal in der Lage ist, eine Impfung korrekt zu verabreichen, ist von fachlichen Vorgesetzten oder dem Arbeitgeber vor einer selbstständigen Ausübung zu überprüfen. Notwendig ist jeweils eine gesonderte ärztliche Anordnung, Überwachung und Dokumentation. Impfungen sollten aber nur in Anwesenheit eines Arztes ausgeführt werden, damit bei unerwarteten Nebenwirkungen und Komplikationen, die in sehr seltenen Fällen auftreten können, sofort optimale Hilfe geleistet werden kann..."

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