„DocDirekt“

Online-Sprechstunde in ganz Baden-Württemberg – vorerst ohne E-Rezept

Berlin - 17.10.2018, 17:00 Uhr

In Baden-Württemberg sollen die Ärzte von DocDirekt ab sofort landesweit ihre Patienten via Video beraten. (Foto: Imago)

In Baden-Württemberg sollen die Ärzte von DocDirekt ab sofort landesweit ihre Patienten via Video beraten. (Foto: Imago)


LAV: E-Rezept 2019 in Stuttgart und Tuttlingen

Vor einigen Wochen teilten die Apotheker in Baden-Württemberg mit (Kammer und Verband), dass sie sich an dem Projekt beteiligen würden – mit dem E-Rezept. Die Pharmazeuten hatten beim Land für das Projekt „GERDA – Geschützter E-Rezept Dienst der Apotheken“ einen Finanzzuschuss beantragt und diesen auch zugesagt bekommen. Wie genau die Arzneimittelversorgung per E-Rezept aussehen soll, ist noch unklar – die Apotheker arbeiten derzeit daran.

Klar ist aber, dass die Apotheker sich nicht sofort am nun landesweit ausgrollten Projekt beteiligen, sondern erst einmal in Stuttgart und Tuttlingen starten. Der Landesapothekerverband teilte dazu am heutigen Mittwoch mit: „Genau wie die Ärzte ihr System erst einmal testen mussten, müssen wir das auch. Wir müssen erst in kleinerem Maßstab Erfahrungen mit unseren Entwicklungen sammeln, bevor wir das ganze Bundesland technologisch ausrüsten“, so Verbandsgeschäftsführerin Ina Hofferberth.

Trotzdem sind die Apotheker zufrieden mit dem bereits gemachten Fortschritt: „Wir liegen gut im Zeitplan. Nach derzeitigem Stand werden wir in der ersten Jahreshälfte 2019 in den Testbetrieb gehen können“, erklärte Hofferberth. Die Geschäftsführerin wies nochmals auf die derzeit geltenden rechtlichen und gesetzlichen Vorgaben hin. Beispielsweise ist derzeit strikt vorgegeben, dass ein Rezept in Papierform vorliegen muss. Des Weiteren hat die Bundesregierung erst vor ein paar Jahren ein Gesetz erlassen, nach dem die Apotheker nur Rezepte beliefern dürfen, wenn diese aus einem „direkten Arztkontakt“ resultieren.

Gesetzeslage könnte Zeitplan ins Wanken bringen

Hofferberth dazu: „Das ist sicher ein Faktor, der den Zeitplan ins Wanken bringen könnte.“ Aber die bislang geführten Gespräche seien konstruktiv gewesen. „Wir erkennen in unseren Gesprächen, dass alle Beteiligten, von der Ärzteschaft bis zu den Krankenkassen, von der Landes- bis zu Bundespolitik, die Zeichen der Zeit erkannt haben und dieses große Projekt konstruktiv unterstützen. Das macht Hoffnung!“



Benjamin Rohrer, Chefredakteur DAZ.online
brohrer@daz.online


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