Apothekenmarkt im April

Versandhandel: Berg- und Talfahrt bei Rx

Berlin - 17.06.2015, 13:40 Uhr

Berg- und Talfahrt im Versandhandel: Rx-Arzneien verlieren wieder rasant. (Foto: fotoknips/Fotolia)

Berg- und Talfahrt im Versandhandel: Rx-Arzneien verlieren wieder rasant. (Foto: fotoknips/Fotolia)


Die Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln über den Versandhandel legt in den letzten Monaten eine Berg- und Talfahrt hin: Während sich der Rückgang der Rx-Abgabe zum Jahreswechsel verlangsamte, im Februar gestoppt und der Absatz im März deutlich zulegen konnte, gab es im April erneut einen Umsatzeinbruch von zwölf Prozent. Das geht aus aktuellen Zahlen von IMS Health hervor.

Danach wurden im April 2015 nur noch 350.000 Packungen Rx-Arzneimittel über den Versandhandel abgegeben. Der gesamte Umsatz mit Arzneimitteln über den elektronischen/telefonischen Bestellweg belief sich auf 68 Millionen Euro. Die Steigerungsrate lag laut IMS Health mit acht Prozent deutlich unter dem Wachstum der Vormonate. Der Teilmarkt der OTC-Arzneimittel verbuchte eine Umsatzsteigerung von elf Prozent, während sich Rx-Arzneimittel in diesem Monat wieder nach Umsatz mit minus fünf Prozent rückläufig entwickelten.

Im April 2015 erreichte der gesamte Versandhandel ein Mengenwachstum im höheren einstelligen Bereich (+8 %; 7,9 Mio. Packungen). Rund 80 Prozent dieser Menge ging dabei auf verschreibungsfreie Präparate zurück, die im April um neun Prozent zulegten. Erkältungsmittel aus verschiedenen Gruppen erreichten auch im April noch zweistellige Wachstumsraten. Im Vergleich zum Vormonat war jedoch ein Abklingen der Nachfrage zu erkennen.

Von Januar bis Ende April gab der Versandhandel 35 Millionen Arzneimittelpackungen ab (+13,1 %), davon waren 33,5 Millionen OTC-Packungen (+14,2 %) und nur 1,5 Millionen Rx-Packungen (-7,9 %). Der Umsatz des Versandhandels entwickelte sich in die gleiche Richtung: Das Gesamtplus betrug bis Ende April 11,5 Prozent (auf 288 Mio. Euro), davon OTC mit 230 Millionen Euro und einem Zuwachs von gut 14 Prozent sowie Rx mit 58 Millionen und einem Minus von 0,2 Prozent.


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