Anzeigenkampagne

Ordermed wirbt für Medikationskarte

Berlin - 11.03.2014, 17:22 Uhr


Schon letzten Herbst hatte Ordermed den Startschuss für seine Medikationskarte und eine begleitende Anzeigenkampagne angekündigt. Nachdem einige der Münchener „Bienen-Apotheken“ die neue Karte nun seit Jahresbeginn in einem Testlauf erprobt haben, soll diese in Kürze bundesweit für alle Apotheken zur Verfügung stehen. Und damit auch Bürger von der Medikationskarte erfahren, startet Ordermed am 16. März mit einer ersten Anzeige in der „Bild am Sonntag“.

Ordermed-Geschäftsführer Markus Bönig setzt darauf, dass vor allem chronisch Kranke, aber auch Apotheken seine Medikationskarte annehmen. Er verweist darauf, dass die ABDA schon lange ein Medikationsmanagement fordere. Doch die elektronische Gesundheitskarte, mit deren Hilfe dies möglich sein sollte, bietet diese Funktion voraussichtlich noch nicht so bald.

Ordermed will schneller sein. Die „Initiative sichere Medikamentenverwendung e.V.“ – deren Vorsitzender ebenfalls Markus Bönig ist – bietet nun eine Medikationskarte, für die sich jeder selbst entscheiden kann. Den Patienten kostet die Karte 20 Euro im Jahr. Wenn er sich die Karte bestellt, sucht er sich zugleich eine Apotheke als seine Stammapotheke aus. Gleich ob diese Apotheke Ordermed-Partner ist oder nicht: Wenn ein Kunde ihr seine Medikationskarte vorlegt, kann sie die hierauf gespeicherten Daten einlesen. Ein Lesegerät ist hierzu nicht notwenig. Im Internet sind unter www.medikationskarte.de nur die auf der Karte vermerkte Nummer und der Sicherheitscode einzugeben. Ist die Apotheke aber Ordermed-Partner, hat sie auch ohne den Kunden Zugriff auf die Daten und kann die Karte weitergehend nutzen. Zum Beispiel kann sie ein Folgerezept auslösen.

Welche Daten gespeichert werden, entscheidet der Patient selbst. Er ist aufgefordert, neben persönlichen Angaben wie Alter, Größe und Gewicht auch Allergien, Vorerkrankungen und bekannte Unverträglichkeiten zu hinterlegen. Dann soll er mithilfe der PZN die Medikamente eintragen. Ebenso den verordnenden Arzt und das verordnete Dosierungsschema. Dann, so verspricht Ordermed in einem Kundenflyer, könne der Apotheker gefährliche Wechselwirkungen erkennen, und der Arzt sei über die gesamte Medikation informiert.   

Apotheken bietet Ordermed an, ihre bewährte Kundenkarte mit der Medikationskarte zu kombinieren. Die für sie kostenfreie Karte sollen Apotheken dann an ihre Kunden verteilen, die bereits eine Kundenkarte haben, mit der ihnen etwa Rabattvorteile gewährt werden. Dazu sollen die Kunden einen 20 Euro-Gutschein bekommen, der ab 25 Euro Warenwert eingelöst werden kann. Aktiviert der Kunde die ihm angebotene Medikationskarte und bezahlt die 20 Euro an Ordermed, erhält der Apotheker eine Rückvergütung von zehn Euro.

Mitte März startet nun eine groß angelegte Anzeigen-Kampagne mit drei verschiedenen Motiven in diversen Springer-Medien. Darunter die „Bild“-Zeitung, „Bild der Frau“, „Hörzu“ und „Funkuhr“. Bis Ende Juni sind derzeit eine bis drei Anzeigen wöchentlich eingeplant.


Kirsten Sucker-Sket


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