Rezepturbestimmungen und Leitbild

„Die BAK arbeitet dran“

Meran - 30.05.2013, 09:48 Uhr


Bei den Vorschriften zur Herstellung von Rezepturen, die aufgrund der Bestimmungen der neuen Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) mehr Aufwand und Zeit in der Apotheke erfordern, soll es Erleichterungen geben, kündigte der Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), Dr. Andreas Kiefer, im Rahmen einer berufspolitischen Diskussion auf dem Pharmacon-Kongress in Meran an. Und man wolle sich auch dafür einsetzen, dass es mehr Geld für die Anfertigung von Rezepturen gebe.

Ihm sei klar, dass die Arzneimittelherstellung in der Apotheke mit enormen Aufwand verbunden und angesichts der Rezepturpreise defizitär sei. „Aber“, so Kiefer, „es werden Erleichterungen kommen.“ Eine Kommission aus Mitgliedern von DAC und NRF arbeite daran, die Rahmenbedingungen zu optimieren. Vorschläge sollen auf dem Apothekertag präsentiert werden. Keine Lösung sei es, wenn die Apotheke Rezepturarzneimittel nicht mehr herstelle.

Ein weiterer Punkt, der im Rahmen eines berufspolitischen Frage- und Antwortspiels in dieser Veranstaltung behandelt wurde, war die Frage eines neuen Leitbilds für den Apothekerberuf. Die Kammerpräsidentin von Westfalen-Lippe, Gabriele Overwiening, verwies darauf, dass die ABDA eine Arbeitsgruppe legitimiert habe, an einem neuen Leitbild zu arbeiten. Es sollen zudem Strategien für eine schnelle Umsetzung entwickelt werden.

Kiefer machte die Position der BAK klar: „Ja, wir wollen die patientenorientierte Pharmazie“ (POP). Die BAK arbeite daran und versuche, das komplexe Gebiet mit  kleinen Schritten zu erschließen. Es werden voraussichtlich auch Prozessabläufe geschrieben, wie patientenorientierte Pharmazie konkret in der Apotheke umgesetzt werden kann. Dabei dürften auch die wirtschaftlichen Gesichtspunkte nicht vergessen werden. Kiefer: „Wir müssen uns überlegen, welche Anreize man setzen kann, dass diese Aufgabe motivierend ist, ohne den barmherzigen Samariter zu spielen.“

Thomas Benkert, Vizepräsident der BAK, ergänzte, dass die Apothekerkammern schon bald Fortbildungsveranstaltungen zum Medikationsmanagement anbieten werden, die zeigen, wie es in der Apotheke umgesetzt werden kann.


Peter Ditzel


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