USA

AstraZeneca verliert Patent für Pulmicort

Berlin - 03.04.2013, 09:04 Uhr


Nicht nur Novartis, auch AstraZeneca muss in dieser Woche einen Rückschlag in einem Patentstreit einstecken: Wie das Pharmaunternehmen bekannt gab, erklärte das US-Bundesbezirksgericht das US-Patent für das Asthmamittel Pulmicort Respules® für ungültig. Der Konzern überlegt nun, rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Gerichtsentscheidung betreffe nur den US-Markt, betont AstraZeneca, und habe keinen Einfluss auf die Umsatzprognosen. Nach wie vor rechnet der Konzern für 2013 mit einem Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozent-Bereich. Sollten allerdings Generika-Produkte in den Markt drängen, könne dies den Gewinn negativ beeinflussen. Die Inhalationsvariante des Mittels hatte nach Angaben des Konzerns im vergangenen Jahr einen Umsatz von 136 Millionen US-Dollar (106 Mio. Euro) eingespielt.

Einen Tag zuvor musste bereits Novartis eine Patent-Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Indien akzeptieren. Er hatte nach einem jahrelangen Rechtsstreit entschieden, dass das Krebsmittel Glivec® in Indien kein Patent erhält, weil es sich dabei lediglich um die Variation eines bereits bekannten Moleküls handle. Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen begrüßten die Entscheidung und betonten erneut, der Zugang zu bezahlbaren Medikamenten sei wichtiger als unternehmerischer Profit.


Juliane Ziegler