CDU-Gesundheitspolitiker Jens Spahn

„120 Mio. ist auch nicht nichts“

Berlin - 29.11.2012, 18:12 Uhr


Die von der Politik zugesagten 120 Millionen Euro für die Apotheken sollen vor allem dazu dienen, die Apotheken im ländlichen Raum zu stützen, sagte Jens Spahn, CDU-Gesundheitspolitiker auf dem Gehe Gesundheitsforum in Berlin. Jetzt sei er gespannt, wie schnell die Selbstverwaltung eine Lösung zur Verteilung des Geldes finde.

Zwar könne er verstehen, dass Apotheker die 25-Cent-Honorarerhöhung als zu gering kritisierten. Aber immerhin sei es die jetzige Regierung gewesen, die überhaupt einmal eine Erhöhung vorgenommen habe.

Gleichzeitig stellte er heraus, dass es die schwarz-gelbe Koalition gewesen sei, die den Apotheken – neben der Honorarerhöhung – die Zusage auf eine Entschädigung für den Not- und Nachtdienst gemacht habe: „120 Millionen ist auch nicht nichts.“

Zum „Apotheken-Bus“, der durch die Medien geistere, merkte Spahn an: Hier verstehe er die Aufregung nicht. Ein Bus stehe so nicht im CDU-Leitantrag. Die Rede sei lediglich von „rollenden Apotheken“ als Beispiel dafür, dass die Mobilität in der Versorgung auf dem Lande aufrechterhalten werden müsse. „Sie fahren doch heute schon mit Ihrem Pillenflitzer aufs Land und bringen Arzneimittel, das sind doch schon rollende Apotheken“, so Spahn, „wir suchen lediglich kreative Ideen, wie wir in ländlichen Regionen auch die medizinische Versorgung sicherstellen.“  


Peter Ditzel


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