Bayer Quartalsbericht

Bayer steigert Umsatz und Gewinn

Leverkusen - 28.07.2011, 11:30 Uhr


Obwohl der Pharma- und Chemiekonzern Bayer im Gesundheitsgeschäft schwächelt, legte das Unternehmen im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn zu.

Für 2011 bekräftigte Bayer jetzt seine Prognose:  „Wir sind mit dem Geschäftsverlauf zufrieden", sagte Konzernchef Marijn Dekkers in Leverkusen. Trotz der Schwäche im Pharmageschäft zeigte er sich auch für das Gesamtjahr unverändert zuversichtlich. Die Perspektiven seien weiterhin gut. Auch die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung machten Fortschritte.

Im zweiten Quartal steigerten die Leverkusener den Umsatz allerdings nur leicht um 0,8 Prozent auf 9,252 Milliarden Euro. Währungs- und portfoliobereinigt lag das Plus bei 5,4 Prozent. Die Schwellenländer trugen überproportional zum Wachstum bei.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie vor Sondereinflüssen erhöhte sich um knapp sechs Prozent auf 2,035 Milliarden Euro. Der Gewinn legte mit 40,9 Prozent auf 747 Millionen Euro besonders kräftig zu. Die Sonderlasten waren im Berichtsquartal mit 144 Millionen Euro (Vorjahr: minus 255) aber auch deutlich geringer als ein Jahr zuvor.

Für das Gesundheitsgeschäft (HealthCare) ergab sich unterdessen ein gemischtes Bild: „HealthCare hat in den Regionen Asien/Pazifik und Lateinamerika/Afrika/Nahost erfreulich zugelegt, während unsere Umsätze in Nordamerika und Europa leicht zurückgingen", sagte Dekkers. Im Pharma-Geschäft glichen Zuwächse in den Wachstumsländern, insbesondere in China, die schwache Entwicklung in Nordamerika und Westeuropa aus. Die US-Umsätze der YAZ-Verhütungspillen-Familie wurden durch Nachahmerpräparate belastet. Zudem sorgten Gesundheitsreformen in verschiedenen Ländern für Gegenwind. Das Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln (Consumer Care) legte hingegen weiter zu.

Für die weitere Entwicklung bleibt der Konzern zuversichtlich. Bayer bestätigte nicht nur die Prognosen 2011 für die drei Teilkonzerne, sondern auch für den Gesamtkonzern. Das EBITDA vor Sonderposten dürfte im laufenden Jahr im Gesamtkonzern auf mehr als 7,5 (Vorjahr: 7,1) Milliarden Euro steigen. Der Umsatz dürfte währungs- und portfoliobereinigt um fünf bis sieben Prozent auf 36 bis 37 Milliarden Euro zulegen. Für das bereinigte Ergebnis je Aktie stellt Bayer weiterhin ein Wachstum von etwa 15 Prozent in Aussicht. Im April hatte Dekkers nach dem ersten Quartal die Prognosen erhöht.


Lothar Klein/dpa


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