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Pharmaziestudium in Bielefeld?

Westfalen-Lippe: Michels fordert neue Fakultät für Pharmazie

cae | Wenn Apotheker auch in Zukunft eine essenzielle Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen wollen, müssen sie neue Entwicklungen aktiv mitgestalten. Dazu rief Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe, in der jährlichen Mitgliederversammlung am 18. November in Münster auf.
Foto: AVWL
Dr. Klaus Michels

Als Herausforderungen der kommenden Jahre sieht Michels vor allem die zunehmende Individualisierung und Personalisierung von Medizin und Therapie: „Die stratifizierte Medizin ist in aller Munde.“ Diese reiche von der persönlichen Prävention bis hin zur maßgeschneiderten Pharmakotherapie, die sich fortlaufend an den Heilungsprozess anpassen lasse. Auch bei der Durchsetzung neuer Vergütungsformen müssten sich Apotheker aufgeschlossen für Innovationen zeigen: „Wichtig ist dabei, dass wir schon die ersten Entwicklungsstufen nicht aus der Hand geben. Passiert dies, dann geht nicht nur das Know-how verloren, sondern der Markt wird sich andere Partner für solche Entwicklungen suchen“, warnte Michels.

Auch die Nachwuchssorgen, die viele Apotheker plagen, sprach Michels an. Zusammen mit der Apothekerkammer werde er seine Forderung nach einer Fakultät für Pharmazie an der Universität Bielefeld erneuern. Die Anzahl der Pharmazie-Studienplätze in den beiden Landesteilen Nordrhein und Westfalen-Lippe sei ungleichgewichtig – ebenso wie bei den Medizin-Studienplätzen. Westfalen-Lippe habe Nachholbedarf. |

Quelle: www.apothekerverband.de, 20.11.2017

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