Pharmaziegeschichte

Apotheker als Buchautoren

Von Christoph Friedrich

Die Pharmaziehistoriografie hat Apothekern als Verfassern von Büchern stets große Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei wurden sowohl die Gründe für das Schreiben von Büchern im Kontext ihrer Biografie als auch inhaltliche Schwerpunkte und der jeweils dokumentierte wissenschaftliche Fortschritt gewürdigt. Das Thema "Apotheker als Buchautoren" soll hier anhand einiger Beispiele dargestellt werden, die überwiegend dem deutschsprachigen Raum angehören. Nicht zufällig lebten viele der genannten Autoren im 18. und 19. Jahrhundert, denn damals nahm die deutsche Pharmazie – auch international – eine beachtliche Stellung ein.
Abb. 1a: Franziskus Joël, Apotheker und Medizin professor in Greifswald.

Mittelalter und Frühe Neuzeit: Apotheker als "Ausnahmeliteraten"

Im Mittelalter als einer noch vorwissenschaftlichen Phase der Pharmazie traten nur sehr wenige Apotheker als Autoren hervor. Der Würzburger Medizinhistoriker Gundolf Keil hat dennoch das Wirken einiger solcher Fachschriftsteller untersucht, darunter auch gemeinsam mit Ursula Schmitz das des Züricher Apothekerknechts Hans Minner (um 1415 – nach 1480), den er als bedeutendsten Apotheker des deutschen Mittelalters und frühesten Vertreter der wissenschaftlichen Pharmazie bezeichnet [1].

Minner, der 40 Jahre lang in einer Zürcher Offizin seinen Dienst versah, bearbeitete medizinische Schriften, die er exzerpierte, kompilierte und ins Deutsche übertrug. Neben der Übersetzung der "Kleinen Chirurgie" des Guy de Chauliac, einem "Tierbuch", und einem kleinen sowie einem großen Glossar muss vor allem sein auch als "Thesaurus medicaminum" bezeichnetes Kräuterbuch erwähnt werden, dessen Textausgabe Ursula Schmitz besorgte. Minner verdankte seine literarischen Fähigkeiten wohl einer zuvor durchlaufenen Schreiberlehre sowie dem Unterricht an einer Lateinschule [2]. Da seine Werke indes nur handschriftlich vorliegen, erlebten sie im Unterschied zu gedruckten Büchern nur eine eingeschränkte Rezeption.

Abb. 1b: Titelblatt des Hauptwerkes "Opera medica" von Franziskus Joël.

Auch in der Frühen Neuzeit blieb die Anzahl der schreibenden Apotheker gering, obwohl die Er findung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch Johannes Gutenberg (1393/1403 – 1468) eine stärkere Verbreitung von Büchern ermöglichte. Wegen mangelnder Lateinkenntnisse verfassten Apotheker zunächst nur selten wissenschaftliche Werke. Einige wenige, die, wie Wolf-Dieter Müller-Jahncke ausführt, der "intellektuellen Enge" ihrer Profession zu entfliehen suchten, studierten noch Medizin und publizierten dann als gelehrte Ärzte, die ihre Ausbildung in der Apotheke begonnen hatten, medizinisch-pharmazeutische Werke. Zu ihnen zählt Eucharius Rößlin d. Ä. (um 1470 – 1526) wie auch der in Greifswald als Medizin professor wirkende Franziskus Joël (1508 – 1579; Abb. 1 a – b) und schließlich Basilius Axt (1486 – 1558), der seine Ausbildung in der Apotheke von Lucas Cranach (1475 – 1553) in Wittenberg begonnen hatte und später zum Leibarzt Albrechts von Preußen avancierte.

Einige wenige wohlhabende Apotheker fanden sogar Zeit und Muße zum Abfassen belletristischer Werke, was wohl als Zeichen ihrer gehobenen sozialen Stellung gelten kann. Es zeigt aber zugleich, dass das humanistische Bildungsgut inzwischen den Apothekerstand erreicht hatte [3]. Hier sei der in Florenz wirkende Antonfrancesco Grazzini (1504 – 1584) genannt, der in seiner Novellensammlung "Le Cene" (Die Nachtmähler) eine an Boccaccios "Decamerone" erinnernde pittoreske und derbe Schilderung des Alltagslebens seiner Zeit bietet. Der als Stadtschreiber in Luzern wirkende Apotheker Renward Cysat (1545 – 1614) trat nicht nur mit einer 16-bändigen Chronik Luzerns und der Schweiz hervor, sondern verfasste geistliche Lieder und katholische Erbauungsschriften [4]. Schließlich sei auch der Coburger Apotheker und Drucker Cyriacus Schnauß (1515 – 1571) erwähnt, der Spottgedichte und geistliche Lieder schrieb (Abb. 2).

Abb. 2: Bildnis des Apothekers und Druckers Cyriacus Schnauß, das Ansehen und Wohlhabenheit widerspiegelt.

Der bereits von Paracelsus vollzogene Übergang von der lateinischen zur deutschen Sprache erlaubte es Apothekern im 16. Jahrhundert, wissenschaftliche Werke zu verfassen. Zu ihnen gehört Walther Hermann Ryff (um 1500 – 1548), der allerdings nicht nur das Straßburger Gymnasium besucht, sondern bereits 1533/34 an der Baseler Universität studiert hatte, ehe er sich dem Apothekerberuf zuwandte und ab 1533 als Hofapotheker des Herzogs Albrecht VI. von Mecklenburg wirkte. Ryff, der als "Schriftsteller von besonderem Talent" geschildert wird, veröffentlichte auch Werke zur Architektur und Mathematik. Er verfasste ein "Stat vnd Feldtbuch", ein Destillierbuch sowie das 1544 bei Christian Egenolff in Frankfurt gedruckte "Confect Büchlin vnd Hauß Apoteck" (Abb. 3), das sich vornehmlich an den "gemeinen Mann" wandte. Darin beschreibt Ryff die Herstellung verschiedener Arzneiformen wie Latwerge, Confekte, Condita, Gewürzweine, Säfte, Öle, Salben, Pflaster und destillierte Wässer. 1573 erschien posthum noch seine "Reformierte / Deütsche Apoteck" [5].

Auch Christoph Wirsung (1500 – 1571), der als Apotheker und Ratsherr in Augsburg wirkte, 1562 jedoch den Apothekerberuf aufgab, um nach Heidelberg zu ziehen, verfasste ein "Artzney Buch". Dieses Werk, das aus einer lateinischen Textsammlung, die er in 46 Jahren zusammengetragen hatte, hervorging, behandelt gemäß den Indikationen "a capite ad calcem" Arzneimittel für den "gemeinen armen Mann". Die Tatsache, dass das Arzneibuch zwölf Ausgaben erlebte, spricht für die Anerkennung des Autors [6]. Schließlich sei noch der Nürnberger Apotheker Basilius Besler (1561 – 1629) erwähnt, der 1613 mit seinem "Hortus Eystettensis" ein bedeutendes Kräuterbuch schuf. Während die erste Ausgabe einen einführenden Text enthielt, war die zweite Ausgabe zur "de luxe"-Kolorierung bestimmt. Die Herstellungs kosten beliefen sich insgesamt auf 67.000 Gulden, wobei ein nicht kolorierter Band 500, ein kolorierter sogar 5000 Gulden kostete (Abb. 4) [7].

Abb. 3: Titelblatt eines viel genutzten Werkes von Walther Hermann Ryff.

Auch unter den Paracelsisten finden sich einige gelernte Apotheker, die Arzneibücher verfassten, wie der bereits erwähnte Basilius Besler oder der Görlitzer Apotheker Johannes Büttner (1571 – 1634), der 1629 einen "Catalogus medicamentorum" veröffentlichte [8]. Von dem Apotheker-Arzt Johannes Zwelfer (1618 – 1668) erschienen 1652 ein Kommentar zur Augsburger Pharmakopöe sowie die "Pharmacopoeia Regia seu Dispensatorium novum" [9]. Solche schreibenden Apotheker blieben jedoch bis in die Aufklärungszeit Ausnahmen.

Beginn der Aufklärung

Der französische Apotheker Nicolas Lémery (1645 – 1715), der ein Pharmaziestudium an der Universität Montpellier absolviert hatte und ab 1672 in Paris wirkte, veröffentlichte 1675 das Lehrbuch "Cours de Chimie", das zahlreiche Ausgaben erlebte und 1698 auch in deutscher Sprache erschien [10]. Die französische Pharmazie, die in dieser Zeit bereits eine wissenschaftliche Ausrichtung erlebte, hatte großen Einfluss auf die Verhältnisse in Deutschland und dürfte auch einige als Buchautoren hervorgetretene Apotheker des 18. Jahrhunderts beeinflusst haben, so den Berliner Hofapotheker Caspar Neumann (1683 – 1737), von dem Lehrbücher wie die "Praelectiones chemicae" (1750) und das vierbändige Werk "Chymia medica dogmatico-experimentalis" (1749 – 1755) erschienen. Neumann gilt als einer der ersten wissenschaftlichen Lehrer der Pharmazie in Deutschland, der in Preußen die angehenden Apotheker I. Klasse unterrichtete [11].


Abb. 4: Kolorierte Pflanzenabbildung (Artischocken) aus dem "Hortus Eystettensis" des Basilius Besler.

Zeit der Verwissenschaftlichung der Pharmazie

An der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert nahm die Anzahl der schriftstellerisch tätigen Apotheker deutlich zu. Bemerkenswert ist die Vielfalt ihrer Themen. Neben Lehrbüchern, Lexika und Handbüchern für das eigene Fach oder Pharmakopöen erschienen auch Werke zu ganz unterschiedlichen Naturwissenschaften. Einige Pharmazeuten schrieben Bücher, die mit Pharmazie gar nichts zu tun haben.

Verfasser pharmazeutischer Lehrbücher

1778 erschien von dem Königsberger Hofapotheker Karl Gottfried Hagen (1749 – 1829) das "Lehrbuch der Apothekerkunst", das mehreren Generationen zur Ausbildung, insbesondere zum Selbststudium, diente. Hagen, der 1779 zum außerordentlichen Professor und neun Jahre später – von Immanuel Kant (1724 – 1804) unterstützt – zum Ordinarius in die Medizinische Fakultät der Universität Königsberg berufen wurde, dürfte dieses Werk auch als Grundlage für seinen akademischen Unterricht verfasst haben (Abb. 5) [12]. In ihm behandelt er neben den allgemeinen Prinzipien der Apothekerkunst, den Fachbegriffen, pharmazeutischen Geräten und Arbeitsgängen auch die sogenannten "rohen Arzeneien", die pharmazeutischen Operationen und die pharmazeutischen Präparate, d. h. die Herstellung der Arzneiformen [13]. In der zweiten Auflage werden zudem die Pflichten des Apothekers erläutert. Bereits der nur sieben Jahre jüngere Ernst Wilhelm Martius (1756 – 1849) bemerkt in seinen "Erinnerungen aus meinem 90jährigen Leben" über Hagen: "Sein Lehrbuch der Apothekerkunst, zuerst 1778 erschienen (es hat seitdem sieben Auflagen erlebt), war einer meiner sichersten Wegweiser gewesen. [...] Hagen war ein Mann von sehr ausgebreiteten Kenntnissen in den verschiedensten Fächern der Naturwissenschaften, und über die bürgerliche Stellung des Apothekers, über seine Verpflichtung und Bestimmung, hatte er sehr richtige und wohl geläuterte Ansichten" [14]. Die Vielseitigkeit der Pharmazie erforderte umfangreiche Kenntnisse von Verfassern solcher Lehrbücher, über die Hagen verfügte, der schon zu Lebzeiten als "Schutzpatron der deutschen Pharmazie" galt.

Abb. 5: Der Königsberger Hof apotheker Karl Gottfried Hagen, Verfasser eines vielbenutzten "Lehrbuch der Apothekerkunst".

Auch andere Apotheker wie Sigismund Friedrich Hermbstaedt (1760 – 1833), Christian Friedrich Bucholz (1770 – 1818) und Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770 – 1837) verfassten pharmazeutische Lehrbücher. Insbesondere Trommsdorff, der als "Vater der wissenschaftlichen Pharmazie" in Deutschland gilt, hatte als Professor und Begründer eines pharmazeutischen Privatinstitutes wie auch mit seinen zahlreichen Büchern großen Einfluss auf die Verwissenschaftlichung der Pharmazie [15]. Bereits 1790 erschien sein "Kurzes Handbuch der Apothekerkunst zum Gebrauch für Lernende" (Abb. 6), dem zwei Jahre später das "Systematische Handbuch der Pharmacie für angehende Aerzte und Apotheker" folgte. Von diesem Werk erschienen nicht nur vier Auflagen sowie ein unautorisierter Nachdruck, sondern gleichfalls Übersetzungen ins Schwedische und Holländische. Während dieses Lehrbuch einen ähnlichen Aufbau wie das von Hagen besitzt, handelt es sich bei Trommsdorffs "Lehrbuch der pharmacevtischen Experimentalchemie nach dem neuen System zum Gebrauch für Aerzte und praktische Apotheker und als Leitfaden zur Vorlesung" bereits um ein der pharmazeutischen Chemie gewidmetes Werk. Im Anschluss an ein einführendes größeres Kapitel, das sich vornehmlich an die Anfänger wendet, steht vor allem die Herstellung chemisch-pharmazeutischer Zubereitungen im Mittelpunkt, wobei "keine Vorschrift aufgenommen [wurde], die nicht praktisch ist" [16].

Abb. 6: Titelblatt eines Handbuches von Johann Bartholomäus Trommsdorff.

Trommsdorff verfasste ferner ein "Handbuch der pharmacevtischen Waarenkunde zum Gebrauch für Aerzte, Apotheker und Droguisten", das 1799 erschien, sowie "Die Apothekerschule oder Versuch einer tabellarischen Darstellung der gesammten Pharmacie zum Gebrauch bei dem Unterricht und zur Vorbereitung für diejenigen, welche sich einem Examen unterwerfen wollen." Das letztere Werk, das 1803 in erster Auflage erschien, wurde ins Dänische, Französische, Italienische, Holländische, Polnische und Englische übersetzt [17]. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Trommsdorffs "Chemische Receptirkunst" sich speziell an "practische Ärzte" wandte; Bücher von Apothekern, die für Mediziner bestimmt waren, sind bis heute eine Ausnahme geblieben.

Der Typus von Lehrbüchern, die die gesamte Pharmazie darzustellen suchten, fand seine Fortsetzung mit Oskar Schlickums (1838 – 1889) "Die wissenschaftliche Ausbildung der Apothekerlehrlinge und seine Vorbereitung zum Gehilfenexamen", das mehreren Apothekergenerationen zur Vorbereitung auf das Vorexamen diente, wie 15 Auflagen belegen [18].

Verfasser von Pharmakopöen

Bis in das ausgehende 18. Jahrhundert verfassten fast ausschließlich Ärzte die Pharmakopöen. Johann Jakob Well (1725 – 1787), Besitzer der Apotheke "Zum Schwarzen Bären" in Wien, dürfte einer der ersten Pharmazeuten gewesen sein, der an der Fertigstellung eines Arzneibuchs, hier der "Pharmacopoea Austriaco-provincialis" von 1774, beteiligt war. Well, der im selben Jahr zum Professor der Naturgeschichte an die Universität Wien berufen und auch in den Adelsstand erhoben wurde, zählt zu den angesehenen wissenschaftlichen Vertretern der Pharmazie (Abb. 7) [19].

Abb. 7: Der österreichische Apotheker Jakob Well, einer der ersten Apotheker, der an der Abfassung einer Pharmakopöe beteiligt war.

An der Erarbeitung der "Pharmacopoea Borussica", dem ersten deutschen Arzneibuch, das die neue Lavoisiersche Terminologie verwendet, waren gleich drei Apotheker beteiligt: Martin Heinrich Klaproth (1743 – 1817), der an der 1810 gegründeten Berliner Universität zum Ordinarius der Chemie avancierte, Sigismund Friedrich Hermbstaedt, der dort seit 1811 als Professor für Chemische Technologie lehrte, und der Berliner Apothekenbesitzer Valentin Rose d. J. (1762 – 1807). Gerade bei dieser Pharma kopöe gab es eine besondere Rückkoppelung zwischen Wissenschaft und pharmazeutischer Praxis, denn sie verzichtete nicht nur auf zahlreiche obsolete Mittel und gab bereits apothekengeeignete Prüfverfahren für einige Simplicia an, sondern enthielt auch eine als "Series Medicaminum" bezeichnete verbindliche Liste derjenigen Arzneimittel, die in allen Apotheken vorrätig gehalten werden sollten [20]. Im 19. Jahrhundert waren Apotheker zunehmend federführend bei der Erarbeitung von Pharmakopöen, wobei häufig praktische Apotheker und Hochschullehrer gemeinsam beteiligt waren.

Einige Apotheker wie beispielsweise Hermann Hager (1816 – 1897) publizierten Kommentare zu den verschiedenen Arzneibüchern, die ihren Kollegen in der Praxis die Benutzung der zunächst noch in lateinischer Sprache erschienenen Pharmakopöen erleichterten [21].

Verfasser chemischer Lehrbücher

Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert finden wir eine zunehmende Anzahl von Apothekern, die chemische Schriften verfassten. Die Chemie war und ist bis heute das wichtigste Grundlagenfach der Pharmazie und nahm in der Ausbildung zum Apotheker bereits im 18./19. Jahrhundert einen wichtigen Platz ein.

Abb. 8: Chemische Schrift von Carl Wilhelm Scheele, in der dieser die Entdeckung des Sauerstoffs bekannt gab.

Apotheker wie Johann Christian Wiegleb (1732 – 1800) veröffentlichten Chemische Lehr- und Handbücher oder Werke zu speziellen Fragen der Chemie. Die meisten von ihnen hatten sich ausschließlich autodidaktisch weitergebildet [22], so auch der in Schweden lebende Carl Wilhelm Scheele (1742 – 1786), von dem 1777 die bedeutende Schrift "Chemische Abhandlung von der Luft und dem Feuer" erschien, in der er die Entdeckung des Sauerstoffs bekannt gab (Abb. 8) [23].

Unter dem Einfluss der Chemischen Revolution wandten sich Pharmazeuten der Allgemeinen Chemie zu. Sigismund Friedrich Hermbstaedt (1760 – 1833) hatte beträchtlichen Anteil an der Durch setzung der neuen Chemischen Theorie Lavoisiers in Deutschland [24]. Aber auch Johann Friedrich Westrumb (1751 – 1819) und Friedrich Albrecht Carl Gren (1760 – 1798) beteiligten sich an der Auseinandersetzung zwischen Phlogistikern und Antiphlogistikern [25].

Trotz der dann im 19. Jahrhundert einsetzenden zunehmenden Konzentration auf die Pharmazeu tische Chemie blieb das Interesse an der Chemie erhalten. Viele Lehrbücher zur Pharmazeutischen Chemie, darunter auch das des Marburger Ordinarius Ernst Schmidt (1845 – 1921), behandelten zunächst die chemischen Grundlagen, ehe sie dann jeweils auf die pharmazeutisch wichtigen Stoffe und Verbindungen eingingen.

Apotheker beschäftigten sich zudem mit chemisch-technischen Verfahren, um im Sinne des Utilitarismus für die Gesellschaft nützliche Untersuchungen durchzuführen. Pharmazeuten wie Johann Christian Wiegleb, Sigismund Friedrich Hermbstaedt oder Friedlieb Ferdinand Runge (1794 – 1867) haben Werke zur Technischen Chemie verfasst. Insbesondere Hermbstaedt publizierte spezielle Monografien zur Bleichkunst, Ledergerberei, Seifenherstellung, Zucker- und Essigherstellung sowie Branntwein- und Likörproduktion (Abb. 9). Solche Werke spiegeln die breiten Interessen wissenschaftlich ambitionierter Apotheker wider. Damit erwarben sie sich beträchtliches Ansehen, aber auch der finanzielle Erfolg solcher Bücher war keinesfalls gering [26].

Abb. 9: Titelblatt eines chemisch-techno logischen Werkes von Sigismund Friedrich Hermbstaedt.

Chemische Lehrbücher publizierten auch Apotheker, die an den Universitäten Professuren für Chemie oder verwandte Fächer erhielten und hauptamtlich als Chemiker tätig waren, wie der Berliner Heinrich Rose (1795 – 1864) und der in Halle wirkende Wilhelm Heinrich Heintz (1817 – 1880), dem wir ein "Lehrbuch der Zoochemie" verdanken [27].

Andererseits verfassten Professoren der Pharmazie wie Carl Friedrich Mohr (1806 – 1879) Werke, die auch für Chemiker von Bedeutung waren, wie sein "Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrir methoden in zwei Abtheilungen" [28]. Es besaß zugleich großen Einfluss auf die Entwicklung der Pharmazie, denn die beschriebenen maßanalytischen Methoden fanden bald Eingang in die Arzneibücher [29].

Verfasser botanischer Lehrbücher

Auch die Botanik war ein bevorzugtes Arbeitsgebiet vieler Apotheker, handelte es sich doch bei der Beschäftigung mit dieser beschreibenden Naturwissenschaft um einen wichtigen Teil der Apothekerausbildung. Dabei erwies sich dieses Fach für einige Apotheker als "Sprungbrett" zu einer akademischen Laufbahn [30]. Insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden einige Pharmazeuten als Professoren der Botanik berufen. Viele von ihnen schrieben Lehr- und Hand bücher oder Monografien, wie beispielsweise der in Greifswald lehrende Christian Friedrich Hornschuch (1793 – 1850), der gemeinsam mit Christian Gottfried Nees von Esenbeck (1776 – 1858) und Jacob Sturm (1771 – 1841) eine "Bryologia germanica" verfasste. Der aus dem Apothekerberuf hervorgegangene Ordinarius für Botanik an der Heidelberger Universität, Gottlieb Wilhelm Bischoff (1797 – 1854), trat als Autor eines sechsbändigen Lehrbuchs der Botanik hervor. Seine noch vor handene Bindung zur Pharmazie zeigt sich indes in der von ihm besorgten Übersetzung von "Guibourt’s Pharmaceutischer Warenkunde".


Abb. 10: Bildnis des Apothekers und Mineralogen Wilhelm August Lampadius (mit Autogramm).

Werke zu Mineralogie und Physik

Die Beschäftigung mit Mineralien, die ja zu den "Tria Regna" zählten, war Teil der Apothekerausbildung. Das Interesse einiger Pharmazeuten ging jedoch weit über die "Pharmazeutische Mineralogie" hinaus [31]. Wilhelm August Lampadius (1772 – 1842) (Abb. 10) erhielt an der Bergakademie Freiberg einen Lehrstuhl für Chemie und Hüttenkunde und verfasste ein "Handbuch der allgemeinen Hüttenkunde" in zwei Bänden [32] sowie 1817 auch ein "Handwörterbuch der Hüttenkunde". Einige Apotheker publizierten zudem Bücher, in denen sie ihre Untersuchungen von Mineralwässern bekannt gaben, wie beispielsweise Johann Bartholomäus Trommsdorff, der gemeinsam mit dem Schwiegersohn Christoph Wilhelm Hufelands (1762 – 1836), Emil Osann (1787 – 1842), ein Buch über die Mineralquellen in Franzensbad bei Eger verfasste. Der erhalten gebliebene Briefwechsel spiegelt die gemeinsame Arbeit am Manuskript wider. So schrieb Osann am 6. Januar 1828: "Das verlangte Manuscript folgt hierbei. Hoffentlich wird im nächsten Monat der Druck der neuen Auflage beginnen können. Ich würde mir dann das Manuscript in der Mitte längstens gegen das Ende des Februars zurückerbitten. [...] Im Druck werde ich übrigens mein möglichstes thun, daß die zweite Ausgabe der ersten an Eleganz gleich kommt. Die Schrift soll ganz dieselbe bleiben, – und ich glaube sogar, ein etwas größeres Format wird dem Buche gut kleiden." [33]

Bemerkenswert ist, dass Apotheker sogar zur Physik, die die meisten Pharmazeuten nicht zu ihren Lieblingsfächern zählen, Bücher publizierten [34]. Neben Trommsdorff, der bereits einen "Grundriß der Physik als Vorbereitung zum Studium Chemie" verfasste, seien Johann Wilhelm Ritter (1776 – 1810) und vor allem Johann Christian Poggendorff (1796 – 1877) genannt, der allerdings weniger als Autor physikalischer Werke, sondern eher von physikalischen Aufsätzen sowie als Herausgeber der "Annalen der Physik und Chemie" von 1824 bis 1877 und schließlich mit dem nach ihm benannten "Biographisch-Literarischen Lexikon zur Geschichte der exakten Wissenschaften" hervortrat.


Abb. 11: Titelblatt des Lehrbuchs der Pharmazeutischen Chemie von Ernst Schmidt.

Lehrbücher für pharmazeutische Zweigdisziplinen

In der zweiten Hälfte des 19., vor allem aber dann im 20. Jahrhundert beginnt eine Differenzierung der Pharmazie in die Zweigdisziplinen Pharmazeutische Chemie, Pharmakognosie, Galenik oder Pharmazeutische Technologie, Geschichte der Pharmazie, Pharmakologie und Klinische Pharmazie. Apotheker, die sich als Hochschullehrer diesen Fächern widmeten, veröffentlichten dafür Lehrbücher und Monografien [35, 36]. Einige dieser Werke hatten wesentlichen Anteil an der Begründung dieser Fächer und deren Lehrinhalten. Neben dem bereits erwähnten Lehrbuch Pharmazeutische Chemie von Ernst Schmidt (Abb. 11) sei auch das von Hugo Schwanert (1828 – 1902) aus Greifswald erwähnt [37], und für die moderne Zeit das von Harry Auterhoff (1915 – 1983), das in zahlreichen Auflagen erschien, wie auch das von Günther Wagner (1925 – 1999), das für die Studenten in der DDR zur Vorbereitung auf das Staatsexamen diente [38].

Für die Begründung der Pharmakognosie spielten die Werke von Friedrich August Flückiger (1828 – 1894) und Alexander Tschirch (1856 – 1939) eine wichtige Rolle. Im 20. Jahrhundert verfassten Apotheker wie Eberhard Teuscher und Theodor Dingermann Bücher zur Pharmazeutischen Biologie.

Obwohl bereits Carl Friedrich Mohr 1847 ein "Lehrbuch der Pharmazeutischen Technik" schrieb, war der Apotheker Fritz Gstirner (1905 – 1972) nicht nur einer der ersten Vertreter der neuen pharmazeutischen Zweigdisziplin Pharmazeutische Technologie, sondern von ihm erschien auch 1936 das erste "Handbuch der galenischen Pharmazie", das wesentlich zur Ausformung des Faches, das dann erst in den 1970er Jahren an allen Universitäten vertreten war, beitrug. Als wegweisend erwies sich auch das 1973 in erster Auflage in Ost-Berlin erschienene Lehrbuch von Rudolf Voigt (1921 – 2008) [39].

Wenn auch die Pharmaziegeschichte bis heute ein sogenanntes Orchideenfach geblieben ist, so hatten auch hier Apotheker wie Hermann Schelenz (1848 – 1922), Georg Urdang (1882 – 1960), Wolfgang Schneider (1912 – 2007) und Rudolf Schmitz (1918 – 1992) mit ihren Büchern wesentlichen Anteil an der Entwicklung dieses Faches [40].

Abb. 12: Titelblatt eines Lehrbuchs zur Pharmakologie von Hermann Fühner.

Der Apotheker Hermann Fühner (1871 – 1944) verfasste bereits 1937 eine "Pharmakologie für Pharmazeuten" (Abb. 12). Seit den 1970er Jahren entwickelte sich der "Mutschler", ein von dem Apotheker und Arzt Ernst Mutschler begründetes "Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie", zu einem Standardwerk, das mehreren Generationen von Apothekern zur Aus-, Fort- und Weiterbildung dient.

Auch wenn die hauptamtlich wissenschaftlich tätigen Apotheker ihre Forschungsergebnisse überwiegend in Zeitschriften publizierten, verfassten einige zusätzlich Monografien zu speziellen Fragen. Schließlich sei noch erwähnt, dass parallel zur Wissenschaftsdifferenzierung in der Pharmazie groß angelegte Handbücher und Lexika von Apothekern entstanden, die gewissermaßen eine Synthese des Wissens der verschiedenen Fächer darstellten. Als herausragender Autor gilt Hermann Hager (1816 – 1897), der mit seinem "Handbuch der pharmazeutischen Praxis" ein in vielen Auflagen erschienenes Nachschlagewerk begründete, das bis heute in kaum einer Apotheke fehlt. Die "Real-Encyclopädie der gesammten Pharmacie" gab neben dem Pharmakologen Dr. Josef Moeller (1848 – 1924) der Dresdner Apotheker Dr. Ewald Geissler (1848 – 1898) ab 1886 heraus. An dem von dem Berliner Ordinarius für Pharmazeutische Chemie Hermann Thoms (1859 – 1931) entworfenen "Handbuch der praktischen und wissenschaftlichen Pharmazie" waren zahlreiche Apotheker beteiligt.


Abb. 13: Signiertes Bildnis des Schriftstellers und Apothekers Hermann Sudermann, dessen Dramen in Berlin nach 1900 große Erfolge feierten.

Verfasser belletristischer Werke

Insbesondere im 19. und 20. Jahrhundert verfassten einige Apotheker auch belletristische Werke [41]. Sie schrieben häufig neben ihrer pharmazeutischen Tätigkeit Novellen, Gedichte oder Romane, die bisweilen eine beachtliche Qualität besaßen, wie beispielsweise die Lyrik des Apothekers Georg Trakl (1887 – 1914). Andere veröffentlichten lediglich kleinere Gelegenheitswerke, so der bereits mehrfach erwähnte Johann Bartholomäus Trommsdorff und auch Walther Zimmermann (1890 – 1945). Erfolgreichere Autoren verließen den Apothekerberuf, um sich ganz ihren schriftstellerischen Arbeiten zu widmen, wie Theodor Fontane (1819 – 1898) und Hermann Sudermann (1857 – 1928) (Abb. 13). Einige verfassten zudem Autobiografien, in denen die Pharmazie, wenn sie den Apothekerberuf aufgaben, nur eine kurze Episode bildet, wie die Lebenserinnerungen von Sudermann und Fontane zeigen. Apothekern, die der Pharmazie treu blieben, wie Ernst Wilhelm Martius (1756 – 1849), Alexander Tschirch (1856 – 1939), Theodor Hasche (1799 – 1876) und auch Bendix Büttner (1914 – 2007), verdanken wir hingegen eindrucksvolle Schilderungen des Alltagslebens in der Apotheke und über ihre pharmazeutische Ausbildung [42].

Resümee

Im Mittelalter und der Frühen Neuzeit war die Anzahl der schreibenden Apotheker gering, und zwar viel geringer als die der Arzt-Autoren und sogar der schriftstellerisch hervorgetretenen Chirurgen. Ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert finden wir dann aber zahlreiche Apotheker als Buchautoren. Im Hinblick auf die Vielseitigkeit der in Büchern behandelten Themen erwiesen sich diese als Nachfolger schreibender Ärzte, die bis ins 18. Jahrhundert Grundlagen der Naturwissenschaften auch in Büchern behandelten. An der Vielfalt der Themen zeigt sich, dass der Apothekerberuf, wie Erika Hickel es formulierte, an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert als "Keimzelle" naturwissenschaftlicher Berufe anzusehen ist [43].

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts schrieben Apotheker Fachbücher für die nun entstandenen Zweigdisziplinen der Pharmazie und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur Differenzierung ihrer Wissenschaft. Schließlich widmeten sich einige Apotheker auch der schönen Literatur, wobei nur wenige, wie beispielsweise Theodor Fontane oder Henrik Ibsen (1828 – 1906) [44], große literarische Geltung erlangten. Die meisten hingegen blieben eher zweitklassig. Dichter vom Range eines Goethe, der zunächst Jurist war, oder Schiller, der dem Arztberuf entstammte, fehlen in der Pharmazie. Eine Ursache dafür dürfte in der verhältnismäßig geringen Bildung der Pharmazeuten zu suchen sein, denn erst ab 1921 war das Abitur eine Voraussetzung für den Apothekerberuf.

Insgesamt hatten Apotheker als Buchautoren jedoch einen bedeutenden Anteil am sozialen Aufstieg ihres Berufes, von dem dieser heute noch zehrt.


Quellen und Literatur

[1] G. Keil: Minner, Hans (Johann[es]). In: Deutsche Apotheker biographie. Hrsg. Wolfgang-Hagen Hein und Holm-Dietmar Schwarz, Bd. 2. Stuttgart 1978, S. 434 – 437.

[2] U. Schmitz: Hans Minners ‚Thesaurus medicaminum’. Pharmaziehistorische Untersuchung zu einer alemannischen Drogenkunde des Spätmittelalters. Würzburg 1974 (Quellen und Studien zur Geschichte der Pharmazie, Bd. 13).

[3] Ch. Friedrich u. W.-D. Müller-Jahncke: Geschichte der Pharmazie. Von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart (Geschichte der Pharmazie / R. Schmitz 2). Eschborn 2005, S. 262 – 264.

[4] P. Jung: Renward Cysat als Naturforscher, Apotheker und Arzt (1545 – 1614). In: Gesnerus 9 (1952), S. 42 – 52.

[5] C. Lüdtke: Nachwort zu: Walther Ryff. Confect Büchlin und Hausz Apoteck. Frankfurt a. M. 1544. Nachdruck Leipzig 1983.

[6] U. Schofer u. K. Pfister (Hrsg.): Das Heidelberger Artzney Buch 1568. Knittlingen 2011, S. 5 – 16.

[7] W.-D. Müller-Jahncke: Artis Pharmaceuticae Chymicae Amator. Apotheker Basilius Besler und der Paracelsismus in Nürnberg. In: Geschichte der Pharmazie 61 (2009), S. 35 – 44.

[8] E. Hickel: Kaiserliches Privileg für einen Apotheker- Gehilfen im Jahre 1612: Johannes Büttner (1571 – 1634) in Görlitz, frühester Apotheker-Chemiker in Deutschland. In: Geschichte der Pharmazie 53 (2001), S. 25 – 35.

[9] Ch. Friedrich u. W.-D. Müller-Jahncke (wie [3]), S. 336 – 338.

[10] M. Bougard: La chimie de Nicolas Lemery. Turnhout 1999.

[11] A. Exner: Der Hofapotheker Caspar Neumann (1683 – 1737). Ein Beitrag zur Geschichte des ersten pharmazeutischen Lehrers am Collegium medico-chirurgicum in Berlin. Diss. Berlin 1938.

[12] H. Valentin: Das Lebenswerk Karl Gottfried Hagens. In: Pharmazeutische Industrie 11 (1944), S. 367 – 373.

[13] K. G. Hagen: Lehrbuch der Apothekerkunst. Königsberg 1778.

[14] E. W. Martius: Erinnerungen aus meinem 90jährigen Leben. Leipzig 1847. Unveränderter Neudruck Mittenwald o. J., S. 158 f.

[15] W. Götz: Zu Leben und Werk von Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770 – 1837). Darstellung anhand bisher unveröffentlichten Archivmaterials. Würzburg 1977.

[16] J. B. Trommsdorff: Lehrbuch der pharmacevtischen Ex perimentalchemie nach dem neuen System. Altona 1796, Vorrede S. XI.

[17] W. Götz u. Ch. Friedrich: Johann Bartholomäus Trommsdorff: Forschungen zu Leben und Werk. In: Pharm. Ztg. 140 (1995), S. 4009 – 4016.

[18] A. Kanold: Die wissenschaftliche Ausbildung in der Apotheke unter Berücksichtigung der Lehrbücher und Prüfungs richtlinien. Diss. Heidelberg 1998.

[19] K. Ganzinger: Die österreichische Provinzial-Pharmakopöe (1774 – 1794) und ihre Bearbeiter. In: Zur Geschichte der Pharmazie 14 (1962), S. 17 – 24. Vgl. auch Friedrich u. Müller-Jahncke (wie [3]), S. 408.

[20] W. Schneider: Geschichte der pharmazeutischen Chemie. Weinheim 1972, S. 170.

[21] J. Hermann: Das wissenschaftliche Werk Hermann Hagers von 1859 bis 1897 im Briefwechsel mit seinen Verlegern Julius und Ferdinand Springer. Diss. Heidelberg 1992.

[22] A. M. Klosa: Johann Christian Wiegleb (1732 – 1800). Eine Ergobiographie der Aufklärung. Stuttgart 2009.

[23] Ch. Friedrich: Carl Wilhelm Scheele (1742 – 1786). Apotheker und Forscher – ein großer Sohn der Stadt Stralsund. Stralsund 1992 (Sundische Reihe, Heft 7).

[24] Ch. Friedrich u. Ch. Schümann: Der Apotheker Sigismund Friedrich Hermbstaedt (1760 – 1833). Teil 2: Das wissenschaftliche Werk. In: Pharm. Ztg. Wissenschaft 136 (1991), S. 41 – 48.

[25] P. Laupheimer: Phlogiston oder Sauerstoff. Die Pharmazeutische Chemie in Deutschland zur Zeit des Überganges von der Phlogiston- zur Oxidationstheorie. Stuttgart 1992.

[26] Ch. Schümann: Der Anteil deutscher Apotheker an der Entwicklung der technischen Chemie zwischen 1750 und 1850. Frankfurt am Main / Berlin / Bern 1997.

[27] W. H. Heintz: Lehrbuch der Zoochemie. Berlin 1853.

[28] Ch. Friedrich: Carl Friedrich Mohr. Gelehrter mit Sinn für die Praxis. In: Pharm. Ztg. 151 (2006), S. 4644 – 4646.

[29] E. Hickel: Arzneimittel-Standardisierung im 19. Jahrhundert in den Pharmakopöen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der Vereinigten Staaten von Amerika. Stuttgart 1973.

[30] Ch. Friedrich: "... dann sollst du bald größere Fortschritte bei diesen lieblichen Kindern der Flora machen". Botanische Aktivitäten von Apothekern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Acta Historica Leopoldina 47 (2006), S. 215 – 229.

[31] U. Räth: Zur Geschichte der Pharmazeutischen Minera logie. Braunschweig 1971.

[32] W. A. Lampadius: Handbuch der Allgemeinen Hütten kunde. 2 Bde., Göttingen 1801 – 1810.

[33] Brief von Emil Osann an Johann Bartholomäus Trommsdorff vom 6.1.1828. In: Hartmut Bettin, Christoph Friedrich, Wolfgang Goetz (Hrsg.): Der Briefwechsel von Johann Bartholomäus Trommsdorff (1770 – 1837). Acta Historica Leopoldina 18, 8. Lieferung. Halle 2004, S. 106.

[34] Ch. Friedrich: Apotheker und die Liebe zur Physik. In: Pharm. Ztg. 150 (2005), S. 2446 – 2451.

[35] Ch. Friedrich u. W.-D. Müller-Jahncke (wie [3]), S. 661 – 699.

[36] P. Nuhn u. H. Remane: Lehrbücher der Pharmazeutischen Chemie seit 1880. In: Dtsch. Apoth. Ztg. 148 (2008), S. 780 – 787.

[37] Ch. Friedrich: Hugo Schwanert (1828 – 1902) – Der akademische Lehrer von Hermann Schelenz. Ein Beitrag zu seiner Biographie. In: Meyer, K.: Die Schelenz Stiftung IV 1989 – 2003. Stuttgart 2004 (Veröffentlichungen zur Pharmaziegeschichte, 4), S. 181 – 191.

[38] Ch. Friedrich: Wissenschaftliche Schulen in der Pharmazie. Teil 6: Günther Wagner und sein Schülerkreis. In: Die Pharmazie 45 (1990), S. 777 – 782.

[39] Ch. Friedrich: Von der Galenik zur modernen pharmazeutischen Technologie. Historische Entwicklung und Ausblick. In: Die Pharmazie 49 (1994), S. 307 – 312.

[40] K. Lichte: Deutschsprachige Pharmaziegeschichtsschreibung vom 18. – 20. Jahrhundert. Diss. Marburg 1992.

[41] G. Urdang: Der Apotheker als Subjekt und Objekt der Literatur. Berlin 1926.

[42] Ch. Friedrich: Die Apotheke von innen gesehen. Apotheker autobiographien aus zwei Jahrhunderten. Eschborn 1995.

[43] E. Hickel: Der Apothekerberuf als Keimzelle naturwissenschaftlicher Berufe in Deutschland. In: Medizinhistorisches Journal 13 (1978), S. 259 – 276.

[44] Ch. Friedrich: Henrik Ibsen. Der Apotheker spukt in seinen Stücken. In: Pharm. Ztg. 151 (2006), S. 2010 – 2012.


Autor

Prof. Dr. Christoph Friedrich, Institut für Geschichte der Pharmazie, Roter Graben 10, 35032 Marburg, ch.friedrich@staff.uni-marburg.de



DAZ 2011, Nr. 50, S. 82

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