Prisma

Wo man hinhört

Ob Straßenlärm oder Hintergrundgeräusch Ų sobald sich Laute ständig wiederholen, werden sie nicht mehr bewusst wahrgenommen. Plötzliche Änderungen in Lautstärke oder Länge der bekannten Töne jedoch aktivieren spezielle Hörnervenzellen und wecken somit unsere Aufmerksamkeit.

Mit Hilfe jener Zellen ist es dem Gehirn möglich, unerwartete Geräusche aus der Vielzahl akustischer Reize herauszufiltern und schnelle Reflexantworten auszulösen, meinen amerikanische und spanische Neurowissenschaftler nach einer Studie an Ratten. Die Zellen konnten unterhalb der Hirnrinde lokalisiert werden und reagieren offenbar nicht auf sich wiederholende Geräusche.

Erst bei Veränderung der Tonlage treten sie in Aktion und sortieren bereits auf dem Weg der Signalübertragung vom Ohr zum Gehirn unwichtige Informationen aus. Sie scheinen sich an bekannte Töne zu erinnern, neue zu erkennen und gegebenenfalls Vorhersagen zu treffen, welche Laute als nächstes zu hören sein werden. Vor allem beim Verstehen von Gesprochenem ist dieser Mechanismus hilfreich, so die Forscher. Er erlaubt uns eine Prognose, wie die nächsten Töne klingen werden und macht hellhörig, sobald nicht die erwarteten Lautmuster unser Ohr erreichen. war

Quelle: European Journal of Neuroscience, Bd. 22, Nr. 11, S. 2879 (2005).

Das könnte Sie auch interessieren

Warum wir manche Geräusche mögen und andere nicht

Musik in unseren Ohren

Wie pflegt und schützt man die Ohren richtig?

Alles für die Ohren

Stress als Hauptursache für Tinnitus – Behandlungsoption Tebonin

Zu viel um die Ohren

Tipps zur richtigen Pflege und zum Schutz der Ohren

Da gibt’s was für die Ohren

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.