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Gegen das Orchester im Kopf

Binko® reduziert Ohrgeräusche

rei | Tinnitus entsteht unabhängig von äußeren akustischen Reizen. Grundlegend für die Ohrgeräusche ist vielmehr eine fehlerhafte Reizverarbeitung im auditorischen System. Dass ein standardisierter Trockenextrakt aus Ginkgo-biloba-Blättern (Binko®) bei Tinnitus hilfreich sein kann, wurde im Rahmen eines Fachpresse-Gesprächs am Tag des Hörens, dem 3. März, in München deutlich.
Foto: Klinge Pharma

Eher selten ist die objektive Form des Tinnitus, bei der die Körperklänge auch von Außenstehenden wahrgenommen werden. Die Geräusche sind das Resultat von vaskulären Störungen oder Kontraktionen der Mittelohrmuskulatur. Im Gegensatz dazu ist der subjektive Tinnitus nichts anderes als eine Phantomwahrnehmung, vergleichbar mit dem Phantomschmerz. Als Ursachen kommen Hörsturz, Mittelohrentzündung, Drehschwindel, Alters- oder Innenohrschwerhörigkeit, Durchblutungsstörungen, Fehlstellungen von Halswirbelsäule oder Kiefergelenk sowie ototoxische Medikamente (Antibiotika, hohe Dosen von Acetylsalicylsäure) infrage. Tinnitus tritt meist im Hochfrequenzbereich auf, ­genau dort, wo die Tonwahrnehmung geschädigt ist. Eine derartige Hör­störung erfahren erstmals etwa zehn Millionen Deutsche pro Jahr. Bei 70 Prozent verschwinden die Ohrgeräusche innerhalb von drei Monaten wieder, doch circa 340.000 Betroffene erleben eine Chronifizierung.

Den Tinnitus kompensieren

Einen unangenehm hohen Ton nahm Olaf S., 55 Jahre, Journalist aus Berlin, erstmals vor ungefähr drei Monaten im linken Ohr wahr. Dem ging ein psychischer Zusammenbruch voraus. Tatsächlich sind Zusammenhänge zwischen Depression und Tinnitus nicht selten; bei Stress verändert sich die Intensität des Ohrgeräusches. Nach eigenen Angaben hat es ihm sehr geholfen, Stress zu verringern, nächtlichen Verkehrslärm zu vermeiden, lange spazieren zu gehen und sich durch das Hören einer Audiodatei mit Meeresrauschen abzulenken.

„Inzwischen weiß man, dass Ohrgeräusche aufgrund einer veränderten Aktivität in den Hörarealen des Gehirns entstehen“, erklärte Dr. Veronika Vielsmeier, Oberärztin an der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde der Universität Regensburg. Dem liegt eine gesteigerte Erregbarkeit der zentralen Hörbahn zugrunde. So zeigten sich in bildgebenden Verfahren nicht nur Veränderungen in den Arealen, die für das Hören zuständig sind, sondern auch dort, wo Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Emotionsverarbeitung lokalisiert sind. Diese Veränderungen hängen mit der Tinnitusdauer zusammen und spiegeln die psychischen Belastungen wider.

Zwar gelingt es den meisten chronisch Betroffenen, mit dem Klingeln, Pfeifen oder Rauschen zu leben. Zehn bis 20 Prozent leiden jedoch stark darunter, auch unter belastenden Begleiterkrankungen wie Kopfschmerzen, Schlaf­störungen, depressiven Symptomen, Angststörungen und Geräuschüberempfindlichkeit.

Intensität und Laustärke lassen sich beeinflussen

Bei einem akuten Hörsturz empfiehlt Dr. Thomas Zickler, Facharzt für HNO-Heilkunde mit Praxis in Pfungstadt, innerhalb der ersten drei Tage bis zu 2,5 l pro Tag zu trinken. Danach würde das Ohrgeräusch in über 80 Prozent der Fälle verschwinden.

Bei chronischem Tinnitus sei die kognitive Verhaltenstherapie sehr wirksam, ebenso der Einsatz von Hörgeräten, Musiktherapie oder Entspannungstechniken. Unterstützend könnte Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt verordnet werden.

Ginkgo biloba – der letzter Vertreter der Familie der Ginkgoaceae und damit ein lebendes Fossil – wird in der traditionellen chinesischen Medizin seit ungefähr 5000 Jahren angewandt. Der heutige Wirkstoff besteht aus einem standardisierten Extrakt aus getrockneten Blättern des Ginkgo­baumes, der nach dem europäischen Arzneibuch charakterisiert ist. Dieser Extrakt war in kontrollierten Studien Placebo überlegen: Er sorgte für eine bessere Durchblutung des Innenohrs und des Gehirns, wirkte sich positiv auf den Energiestoffwechsel aus und reduzierte die Festigung des Tinnitus. Auch bei der Veränderung von Intensität, Lautstärke und Schwere des Ohrgeräuschs war Ginkgo-biloba-Extrakt Placebo signifikant überlegen. Ginkgo-biloba-Blätter-Trockenextrakt setzt bei der Verbesserung des Hörens und der subjektiven Wahrnehmung von Tinnitus an, ebenso bei der adjuvanten Behandlung bei Tinnitus mit vaskulärer und involutiver Genese. Die Therapie­dauer sollte mindestens zwölf Wochen betragen.

Über die begleitende Therapie mit Binko® hinaus bietet Klinge Pharma ein umfangreiches Service- und Informationsangebot rund um das Leben mit Tinnitus an: www.binko-ginkgo.de

Quelle: Pressegespräch „Tinnitus – Strategien gegen das O(h)rchester“, veranstaltet von Klinge Pharma am 03.03.2017 in München

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