„Historische Apotheken – neu betrachtet“ – Teil 3

Bautzens Älteste – 477 Jahre Apothekengeschichte

Berlin - 30.12.2019, 07:00 Uhr

Bautzens älteste Apotheke steht für 477 Jahre Apothekengeschichte – einschließlich der Zeit der Verstaatlichung zu DDR-Zeiten. (Foto: Stadtapotheke Bautzen)                                                                                                                                    

Bautzens älteste Apotheke steht für 477 Jahre Apothekengeschichte – einschließlich der Zeit der Verstaatlichung zu DDR-Zeiten. (Foto: Stadtapotheke Bautzen)                                                                                                                                    


Apotheke atmet Geschichte

Sylvia Janze kann eine gewisse Verpflichtung der Geschichte gegenüber nicht leugnen. Auch wenn sie die Apotheke noch nicht so lange leite, verspüre sie die Historie der Apotheke: „Sie atmet quasi Geschichte. Das macht schon Spaß.“ Insbesondere von Touristen höre sie zudem, wie schön die Apotheke sei und über wie viel Ambiente sie verfüge. Mit einer historischen Apothekeneinrichtung kann die Stadtapotheke allerdings nicht aufwarten. „Das bekommen wir dann mitunter auch vorgehalten“, berichtet sie.

Die fehlende historische Einrichtung der Apotheke wird – trotz historischer Details innen und außen – bisweilen bedauert.

Zukunft der Apotheke – vielfältige Herausforderungen

Es geht der Bautzener Apothekerin wie vielen Apothekenleitern in Deutschland. Der Fachpersonalmangel sei eines der Hauptprobleme, denen sie sich stellen müsse. Aber auch andere Dinge wie Unsicherheiten bedingt durch Entscheidungen in der Gesundheitspolitik, beschäftigen sie. „Man muss schauen, was alles so kommt. Ich bin mehr so ein Mensch, der gerne weiß, worauf er sich einlässt“, resümiert die Bautzener Apothekerin.

Die Lage in der historischen Altstadt habe seine Vorzüge, wenn es auch gleichzeitig notwendig sei, mit der Stadt im Gespräch zu bleiben und Stadtentwicklungen aufmerksam zu  begleiten. Entwicklungen wie eine geplante Verlegung des Wochenmarktes an den Stadtrand hätten durchaus das Potenzial geschäftsschädigend zu sein. „Ich denke, die Stadtverwaltung hat da auch eine Verantwortung für die Leute, die in der historischen Altstadt ihren Geschäften nachgehen. Das sind ja nicht nur Apotheken.“ Insgesamt sei sie aber froh und dankbar, die älteste Apotheke Bautzens in historischer Umgebung führen zu können



Inken Rutz, Apothekerin, Autorin DAZ.online
redaktion@daz.online


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