Olympia in Rio – der Countdown läuft

Werden die Spiele sauber sein?

04.08.2016, 15:30 Uhr

Citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker ist das Motto der Olympischen Spiele. Einst wurde es geprägt von Pierre de Coubertin, dem Designer der Olympischen Ringe – Doping als Hilfsmittel sah er nicht vor. (Foto: Picture Alliance / dpa Themendienst)

Citius, altius, fortius – schneller, höher, stärker ist das Motto der Olympischen Spiele. Einst wurde es geprägt von Pierre de Coubertin, dem Designer der Olympischen Ringe – Doping als Hilfsmittel sah er nicht vor. (Foto: Picture Alliance / dpa Themendienst)


Am morgigen Freitag ist es so weit: Es geht los mit Olympia. Was mussten wir uns in den letzten Tagen und Wochen nicht alles anhören über den Doping-Sumpf in Russland und das Unvermögen des organisierten Sports, gegen Sportbetrüger vorzugehen. Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der DAZ, wie es um den Anti-Doping-Kampf steht.

Pünktlich zum Start der olympischen Sommerspiele in Rio geben wir Ihnen in der aktuellen DAZ einen kleinen Einblick in das Spektrum der zum Doping-Betrug verwendeten Substanzen und Methoden. Zudem beleuchten wir den Stand der Doping-Analytik. Man kann sich kaum vorstellen, was Doping-Betrüger sich alles einfallen lassen, um die Kontrollen zu unterlaufen.

Die Crux mit der Bestrafung

Wer ist eigentlich für die Verfolgung und Bestrafung von Doping-Vergehen zuständig? Hier scheint eines der Hauptprobleme zu liegen, warum der Anti-Doping-Kampf so mühsam und oft ineffizient ist. In der Regel sollen die Sportverbände selbst die schwarzen Schafe sanktionieren, was aber – verständlicherweise – keineswegs optimal funktioniert. Schließlich sollen sie ihre Hoffnungsträger, die Athleten, an den Pranger stellen – die sie eigentlich fördern sollen. Und die letztlich auch ihnen selbst Ruhm und Ehre verschaffen. Deshalb fordert die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) bereits seit Langem, dass sie als unabhängige Anti-Doping-Organisation diese Aufgabe übernehmen sollte.

Deutsche Dopinganalytiker in Rio

Die NADA in Bonn ist in Deutschland die zentrale Anlaufstelle für alle Fragen der Dopingbekämpfung. Sie erfüllt ein weites Spektrum von Aufgaben und ist unter anderem für das Doping-Kontroll-System im organisierten Sport zuständig. Im Jahr 2015 hat die NADA 4590 Wettkampfkontrollen und rund 8600 Trainingskontrollen durchgeführt. Bei den Olympischen Spielen in Rio laufen alle Kontrollen über das Internationale Olympische Komitee (IOC). Aber es werden auch neun Dopinganalytiker aus den beiden deutschen – von der Welt Anti Doping Agentur (WADA) akkreditierten – Doping-Kontroll-Labors in Köln und Kreischa dabei sein. Es wird auch wieder einen Präventionsstand der NADA im deutschen Haus geben, so dass die Athleten vor Ort kompetent beraten werden können.

Sind unsere Sportler sauber?

Wie ist es bestellt um die Bekämpfung des Dopings in Deutschland? Werden die rund 425 Athleten, die in Rio de Janeiro unter dem Motto „Wir für Deutschland“ an den Start gehen, sauber sein? Die DAZ hat der NADA einen Besuch abgestattet und nachgefragt. Die Vorstandsvorsitzende der NADA Dr. Andrea Gotzmann und Apothekerin Dr. Anja Scheiff aus dem Ressort Medizin standen Rede und Antwort und lieferten darüber hinaus allerhand interessante Informationen rund um das Thema Doping. Auch dieses Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der DAZ.

Viel Spaß bei Olympia!  

Dr. Helga Blasius


Dr. Helga Blasius (hb), Apothekerin
redaktion@daz.online


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