ARMIN

Server für Medikationspläne zertifiziert und in Betrieb

Berlin - 14.08.2015, 12:15 Uhr

Der gemeinsame Sever für Apotheker und Ärzte steht nun bereit. (Logo: ARMIN)

Der gemeinsame Sever für Apotheker und Ärzte steht nun bereit. (Logo: ARMIN)


ARMIN ist einen weiteren Schritt vorangekommen: Der zentrale Server, über den Ärzte und Apotheker miteinander Informationen zum Medikationsplan austauschen, ist seit gestern zertifiziert und in Betrieb, meldet die Arzneimittelinitiative in Sachsen und Thüringen. Durch die Zertifizierung werde sichergestellt, dass die Anforderungen an Datenschutz und -sicherheit erfüllt werden. Nach Wirkstoffverordnung und Medikationskatalog stehen damit die Ampeln zur dritten Stufe des Projektes, seinem Herzstück Medikationsplan, auf grün.

Die Beteiligten versprechen höchste Datensicherheit: Der Server ist nur von den betreuenden Ärzten und Apothekern mit Hilfe eines speziellen Routers (KV-SafeNet) erreichbar. Über diesen Server können zukünftig Ärzte und  Apotheker, die am Projekt ARMIN teilnehmen, die Medikationspläne eingeschriebener Patienten einsehen und stets aktuell halten.

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann zeigt sich zufrieden und zuversichtlich: „Das Herz von ARMIN schlägt. Die Hersteller der Praxisverwaltungssysteme sind auf einem guten Weg, eine zügige Anbindung an den ARMIN-Medikationsplanserver zu ermöglichen. Wir werden alle Prozesse umfangreich testen und mit Erhalt des Datenschutzsiegels das dritte Modul von ARMIN in den Routinebetrieb überführen.“ Die Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen, Dr. Annette Rommel, sprach von einem „Meilenstein“ für die Arzneimitteltherapiesicherheit der Patienten.

Erste Apotheken erproben Medikationsplan bereits

Die ersten ARMIN-Pilotapotheken sind bereits an das sichere Netz der KVen angebunden. Sie testen die Prozesse noch, ehe der Startschuss für die anderen eingeschriebenen Apotheken fallen kann. Nach und nach können dann alle teilnehmenden Apotheken auf die elektronischen Medikationspläne ihrer ARMIN-Patienten zugreifen. „Dazu muss der Zugang zum Medikationsplanserver via KVSafeNet in das bestehende Apothekenverwaltungssystem implementiert werden. Es wird bei der technischen Umsetzung sicher die eine oder andere Frage auftreten. Bei der Klärung dieser Fragen wird der Verband seine Mitglieder nach Möglichkeit tatkräftig unterstützen“, erläutert Thomas Dittrich, Vorsitzender des Sächsischen Apothekerverbandes.

Der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbandes, Stefan Fink, der bereits die Testphase aktiv begleitet, ist begeistert: „ARMIN wird bald für alle erfahrbar. Gemeinsam mit den Apothekensoftwarehäusern arbeiten wir an praxistauglichen Lösungen zum Medikationsmanagement. Erste Basisschulungen planen wir für Ende August.“

Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) freut sich über die Fortschritte des Modellvorhabens. „Das ist ein großer Beitrag dafür, die Arzneimitteltherapiesicherheit für die Patienten in Sachsen und Thüringen zu erhöhen“, erklärte KBV-Vorstand Dipl.-Med. Regina Feldmann.

Nach den ursprünglichen Plänen hatte das Medikationsmanagement-Modul schon Anfang des Jahres starten sollen. Doch die technischen Umsetzungsprobleme erwiesen sich als schwieriger als gedacht. Vor allem die vielen verschieden Softwaresysteme der Ärzte, die sich anders als die übersichtliche Zahl jener der Apotheken auch noch aus unterschiedlichen Datensätzen speisen, sorgten dafür, dass sich der Zeitplan verzögert hat.

Weitere Informationen finden Sie unter www.arzneimittelinitiative.de.


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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