Generikakonkurrenz

Umsatz- und Gewinneinbruch bei Eli Lilly

Indianapolis - 24.04.2014, 16:34 Uhr


Auslaufende Patente für wichtige Umsatzbringer haben dem US-Pharmakonzern Eli Lilly das erste Quartal verhagelt. Der Gewinn sackte um 53 Prozent auf rund 728 Millionen Dollar ab, der Umsatz gab um 16 Prozent auf 4,7 Milliarden Dollar nach. „Das erste Quartal reflektiert den gravierenden Rückgang beim Umsatz und Gewinn durch die Patentverluste für Cymbalta und Evista“, sagte Konzernchef John Lechleiter.

In den USA ist das Patent für das Antidepressivum Cymbalta im Dezember abgelaufen. Der Umsatz mit dem Mittel brach um gut 64 Prozent auf 478 Millionen Dollar ein. Auch die Konkurrenz für das Osteoporosemittel Evista bekamen die Amerikaner mit einem prozentual zweistelligen Umsatzrückgang zu spüren.

Der Manager stimmte die Anleger auf ein schwieriges Jahr ein und senkte die Erwartung für den Gewinn je Aktie. Unter dem Strich wird für 2014 nun einen Rückgang von 36 bis 38 Prozent auf 2,70 bis 2,78 (bisher 2,77 bis 2,85) US-Dollar erwartet. Vor Sonderposten wurde der Gewinnausblick bekräftigt. In den ersten drei Monaten fiel der Überschuss je Aktie vor Sonderposten um 39 Prozent auf 0,70 Dollar und traf damit dennoch die Erwartungen des Marktes.

Beim Umsatz stellte der Konzernchef für das laufende Jahr auch wegen der jüngsten Zukäufe nun 19,4 bis 20 Milliarden Dollar in Aussicht. Anfang Januar hatte Lilly noch 19,2 bis 19,8 Milliarden US-Dollar erwartet. Am Dienstag hatte der Konzern zudem mitgeteilt, die Tiermedizinsparte von Novartis zu übernehmen. Falls der Zukauf noch in diesem Jahr über die Bühne gehe, werde die Prognose wenn nötig angepasst. In seiner Tiermedizinsparte setzte der Konzern, der zudem bei Diabetesmitteln mit Deutschlands zweitgrößtem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim kooperiert, 527,4 Millionen Dollar um – ein Plus von 6 Prozent.


dpa-AFX


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