Prisma

Verträglicher Pieks in den Oberschenkel

(bb). Die empfohlenen Impfungen für Kleinkinder sind generell gut verträglich, doch können lokale Hautreaktionen auftreten.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von intramuskulären Impfungen gehören lokale Hautreaktionen. Normalerweise gehen diese nach ein bis zwei Tagen zurück. Doch in einzelnen Fällen können Schwellung, Schmerz und Rötung zunehmen, sogar ein Arztbesuch kann erforderlich werden. Amerikanische Forscher untersuchten nun, ob das Auftreten solcher lokaler Reaktionen von der Einstichstelle (Muskulatur im Oberschenkel oder Deltamuskel des Oberarms) abhängig ist. Dabei wurden 1,4 Millionen Kinder zwischen ein bis sechs Jahren beobachtet, die gegen Influenza, Hepatitis A oder Diphtherie-Tetanus-Pertussis (DTaP) geimpft wurden. Bei der intramuskulären DTaP-Impfung wurden deutlich mehr Hautirritationen festgestellt als bei Influenza und Hepatitis A. Die Impfung in den Oberschenkel war dabei mit signifikant weniger Risiken verbunden, vor allem bei Kindern unter drei Jahren. Wurde gegen DTaP in den Oberarm geimpft, so musste wesentlich häufiger wegen einer Lokalreaktion erneut ein Arzt aufgesucht werden.


Quelle: Jackson LA. Pediatrics. doi: 10.1542/peds.2012-2617) published online 14. Januar 2013.



DAZ 2013, Nr. 7, S. 6

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