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Der erste Getreidebrei: Nicht zu früh und nicht zu spät

Frühestens im vierten, spätestens im sechsten Monat soll ein Baby zum ersten Mal Brei essen, der Getreide enthält. Findet der erste Kontakt mit Getreide früher oder später statt, dann kann das Risiko, später einmal an Diabetes Typ 1 zu erkranken, bis zu fünfmal größer sein. Das ergab eine Studie an über tausend Kindern in Denver, USA.

Schon lange wird vermutet, dass das Immunsystem eines Typ-1-Diabetikers bereits früh in der Kindheit fehlgeleitet wird. Doch in vielen Studien wurde kein Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des ersten Breis und späterem Diabetes gefunden.

Der Grund laut den Ergebnissen, die amerikanische Wissenschaftler nun in der Fachzeitschrift "JAMA" veröffentlicht haben: Gemüse und Früchte haben keinen Einfluss auf das Diabetesrisiko und beim Getreide ist auch ein zu später Kontakt, das heißt ab dem 7. Monat, ein Risiko.

Man nimmt an, dass bei einem zu frühen Kontakt das Immunsystem des Babys noch nicht reif ist für bestimmte Substanzen im Getreide. Ein zu später Kontakt ist von Nachteil, weil das Baby dann schon einen größeren Appetit hat; die ersten Getreideportionen, die es zu sich nimmt, sind daher größer – zu groß für das mit ihnen noch nicht vertraute Immunsystem.

Fazit: Den ersten Getreidebrei oder -schleim soll das Baby zwischen dem vierten und dem sechsten Monat bekommen, so wie das auch Mütterberaterinnen und Kinderärzte empfehlen. azpd

Quelle:

JAMA 219, 1713 (2003)

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