59-Jähriger mit Vorerkrankungen in Mexiko

Erstmals Todesfall mit Vogelgrippe-Virus Typ H5N2 gemeldet

06.06.2024, 15:15 Uhr

Für Tiere gibt es bereits einen passenden Impfstoff gegen H5N2 – für Menschen noch nicht. (Foto: IMAGO / Belga)

Für Tiere gibt es bereits einen passenden Impfstoff gegen H5N2 – für Menschen noch nicht. (Foto: IMAGO / Belga)


Vogelgrippeviren breiten sich weltweit aus. Ein paar hundert Menschen weltweit sind in gut 20 Jahren daran gestorben. Jetzt wird erstmals ein Todesfall gemeldet, der anders ist als alle anderen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den weltweit ersten Todesfall eines Menschen gemeldet, der mit einem im Labor bestätigten Vogelgrippe-Virus A (H5N2) infiziert war. Der Fall sei aus Mexiko gemeldet worden, berichtete die WHO am Mittwochabend in Genf. Mehrere Laboranalysen hätten den Virustyp bestätigt. Von 2003 bis Mai 2024 waren der WHO aus 23 Ländern insgesamt 463 Todesfälle nach Infektionen mit Vogelgrippeviren gemeldet worden, es handelte sich aber immer um A (H5N1). 

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Infektionen mit Vogelgrippe-Viren sind meldepflichtig. In vielen Ländern werden aber nicht alle Todesfälle mit vogelgrippeähnlichen Symptomen wie Atemproblemen oder Durchfall untersucht oder die Laborkapazitäten reichen zur Bestimmung von Viren nicht aus. Deshalb ist naheliegend, dass nicht jeder Fall der WHO gemeldet wird. 

WHO: Risiko für die Allgemeinbevölkerung gering

Die WHO rief alle Länder erneut auf, wachsam zu sein und Häufungen von Krankheiten genau zu untersuchen. „Auf der Grundlage der verfügbaren Informationen schätzt die WHO das derzeitige Risiko für die Allgemeinbevölkerung, das von diesem Virus ausgeht, als gering ein“, teilte die WHO mit.

A(H5N2)-Ausbruch in einem Geflügelbetrieb

Der Fall sei der erste Vogelgrippe-Tote in Mexiko überhaupt gewesen. Die Person (59) habe mehrere andere Krankheiten gehabt. Sie habe nach mehreren Wochen Krankheit plötzlich hohes Fieber und Atemnot gehabt, sei ins Krankenhaus gekommen und dort am 24. April gestorben. Es gebe bislang keine Hinweise, dass die Person infiziertem Geflügel oder anderen Vögeln ausgesetzt war. Unter Verwandten, Bekannten und medizinischem Personal, das mit der Person zu tun hatte, seien keine weiteren Infektionen festgestellt worden. 

Vogelgrippe wird in aller Regel durch den Kontakt mit infizierten Vögeln übertragen. Das Virus kann sich in seltenen Fällen auch von einem auf den anderen Menschen ausbreiten. Das ist nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC bislang aber sehr selten passiert und habe nur wenige Menschen betroffen. Eine Infektion verläuft meist harmlos. Die Viren könnten sich aber so verändern, dass sie leichter von Mensch zu Mensch übertragen werden können. 

Wie die WHO informiert, gibt es keine spezifischen Impfstoffe gegen das Influenza-A(H5)-Virus beim Menschen – es wurden aber Impfstoffkandidaten für die Pandemievorsorge entwickelt.

In Mexiko sei ein Nachweis des Virus in Geflügel gemeldet worden, berichtete die WHO weiter. Im März sei ein A(H5N2)-Ausbruch in einem Geflügelbetrieb in einem Hinterhof im Bundesstaat Michoacán festgestellt worden – dieser grenzt an den Bundestaat México, wo die infizierte Person gelebt habe.


dpa


Deutsche Apotheker Zeitung
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2 Kommentare

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von NEdQkbUSyAoDKzCB am 17.06.2024 um 20:04 Uhr

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Warte, warte nur ein Weilchen......

von Stefan Haydn am 06.06.2024 um 19:11 Uhr

Die Pandemie kommt. Sicher. Diesen oder nächsten Winter.
Aber dann womöglich ohne mich und mit vielen anderen Kollegen, die den Verantwortlichen den Stinkefinger zeigen werden.
Wer mag sollte schon mal Popcorn für den Horrorfilm bereitstellen.

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