Mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen

Nach erstem Praxispersonal-Streik: Tarifeinigung erzielt

Berlin - 09.02.2024, 12:15 Uhr

Vorerst soll es zu einer Einigung gekommen sein. (Foto: imago images /Bihlmayerfotografie)

Vorerst soll es zu einer Einigung gekommen sein. (Foto: imago images /Bihlmayerfotografie)


Die Gespräche sollen konstruktiv und von Kompromissbereitschaft geprägt gewesen sein: Im Tarifstreit der Arzthelferinnen und -helfer soll es zu einer Einigung gekommen sein. Noch an diesem Donnerstag hatte es einen Warnstreik gegeben. Wie das Ergebnis der Verhandlungen aussieht, darüber gibt es allerdings noch keine Information.

Nach einer Einigung im Tarifstreit der Arzthelferinnen und -helfer mit ihren Arbeitgebern sind vorerst keine weiteren Warnstreiks zu erwarten. An der ersten Arbeitsniederlegung, zu der der Verband medizinischer Fachberufe (vmf) das Praxispersonal an diesem Donnerstag aufgerufen hatte, hatten sich mindestens 2.000 Medizinische Fachangestellte beteiligt, um ihren Forderungen nach mehr Gehalt und besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck zu verleihen – offenbar mit Erfolg. Wie die Tarifparteien am Donnerstag bestätigten, konnte in der vierten Verhandlungsrunde ein Abschluss erzielt werden, dem nun noch die zuständigen Gremien zustimmen müssen.

Über das Ergebnis soll erst nach Ende der Erklärungsfrist am 16. Februar berichtet werden, hieß es. Die Arbeitgeberseite, die Arbeitsgemeinschaft zur Regelung der Arbeitsbedingungen der Arzthelferinnen und Medizinischen Fachangestellten, sprach im Anschluss von „konstruktiven und von Kompromissbereitschaft geprägten Gesprächen“.

Der Verband medizinischer Fachberufe hatte erstmals in seiner Geschichte die bundesweit 330.000 Medizinischen Fachangestellten (MFA) aus der ambulanten Versorgung zum Warnstreik aufgerufen. Verbandspräsidentin Hannelore König zeigte sich zufrieden mit der Resonanz: „Es wird in der Öffentlichkeit über die Gehalts- und Arbeitssituation der MFA gesprochen. Dieser Druck scheint nicht ohne Auswirkung auf unsere Verhandlungen geblieben zu sein“, sagte sie laut Mitteilung.

Auch mehrere Ärzteverbände hatten sich solidarisch mit den Streikenden gezeigt und Politik und Krankenkassen aufgefordert, notwendige Steigerungen bei den Personalkosten auch entsprechend auszugleichen.


dpa-AFX / DAZ.online
redaktion@daz.online


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