Digitaler Impfnachweis

Großes Interesse, auch ohne Smartphone

Berlin - 13.08.2021, 07:00 Uhr

Die meisten Nutzer:innen des digitalen Impfnachweises haben ihn in der Apotheke ausstellen lassen. Das zeigen die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. (Foto: IMAGO / Christian Ohde)

Die meisten Nutzer:innen des digitalen Impfnachweises haben ihn in der Apotheke ausstellen lassen. Das zeigen die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. (Foto: IMAGO / Christian Ohde)


Das digitale Impfzertifikat ist heiß begehrt: 42 Prozent der Nutzer:innen eines Smartphones haben es bereits gespeichert, weitere 41 Prozent haben dies vor. Und fast die Hälfte der Menschen, die kein Smartphone besitzen, würde den digitalen Impfpass nutzen, wenn sie denn eines hätte. Das zeigen die Ergebnisse einer Bitkom-Umfrage. Auch nach den Erwartungen, die Bürger:innen mit dem E-Rezept verbinden, erkundigte sich der Verband. Besonders gefragt ist demnach die Möglichkeit eines automatischen Wechselwirkungs-Checks.

Laut den Ergebnissen einer Bitkom-Umfrage gibt es unter den Bundesbürgerinnen und -bürgern großes Interesse am digitalen Impfnachweis. 42 Prozent der Nutzerinnen und Nutzern eines Smartphones haben ihn bereits auf dem eigenen Smartphone gespeichert und 2 Prozent auf dem Smartphone einer anderen Person. Weitere 41 Prozent wollen sich den digitalen Impfnachweis künftig besorgen – 26 Prozent „in jedem Fall“ und 15 Prozent „wahrscheinlich“. Lediglich 12 Prozent geben an, kein Interesse am digitalen Impfnachweis zu haben, obwohl sie ein Smartphone haben.

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In Deutschland besitzen 21 Prozent der Menschen kein Smartphone. Fast die Hälfte davon (42 Prozent) sagt jedoch, sie würden den digitalen Impfpass nutzen, wenn sie denn ein Smartphone hätte. „Mit der Einführung des digitalen Impfnachweises rechtzeitig vor den Sommerferien hat die Bundesregierung doch noch einen digitalen Sprint hingelegt“, kommentiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Er hilft Reisenden, Restaurantbesuchern oder auch Berufstätigen, wieder in den Alltag zurückzukehren. Er ist ein Paradebeispiel dafür, wie digitale Tools die Menschen in der Pandemie ganz praktisch unterstützen können.“ Die meisten Nutzerinnen und Nutzer des digitalen Impfnachweises haben ihn in der Apotheke ausstellen lassen (31 Prozent), 26 Prozent im Impfzentrum und rund ein Fünftel (22 Prozent) in der Arztpraxis. Einige Wenige bekamen ihn auch per Brief (8 Prozent) oder per E-Mail (6 Prozent) zugesandt.

6 von 10 Befragten wollen das E-Rezept nutzen

Neben dem digitalen Impfnachweis ist am 1. Juli auch das E-Rezept offiziell an den Start gegangen – allerdings zunächst nur in der Fokusregion Berlin/Brandenburg. Die zugehörige App der Gematik ist ebenfalls seit kurzem für Apple- und Android-Geräte verfügbar. Das E-Rezept wird per QR-Code in einer Apotheke eingelöst, ab Januar 2022 haben alle Versicherten einen rechtlichen Anspruch darauf. Und das Interesse ist groß: 59 Prozent der Deutschen wollen laut Bitkom das E-Rezept nutzen – aber 39 Prozent wollen dies nicht.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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