Wann sind Auffrischungsimpfungen fällig?

Die Corona-News des Tages

Berlin - 01.07.2021, 10:45 Uhr

(Bild: sdecoret / AdobeStock)

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Lesen Sie heute im Corona-Ticker: Deutschland nähert sich bei Delta Portugal und Großbritannien / Impfkommission ändert Empfehlung für AstraZeneca-Erstgeimpfte / Curevac-Chef Haas geht von Impfstoff-Zulassung in der EU aus / Delta-Variante sorgt für Hälfte der Neuinfektionen / KBV-Chef warnt vor Panikmache / Auffrischungsimpfungen / 200 Millionen EU-Corona-Zertifikate / COVID-19-Katastrophe in Indonesien.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie überschlagen sich an manchen Tagen die Nachrichten zu COVID-19. 

Um Ihnen den Überblick zu erleichtern, bietet DAZ.online Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Corona-News des Tages – direkt aus dem News-Kanal der Deutschen Presse-Agentur. 

16:25 Uhr

Deutschland nähert sich bei Delta Portugal und Großbritannien

Wappnen für Delta: Die Dominanz der riskanten Variante in Deutschland scheint unaufhaltbar. Die Regierung setzt auf freiwillige regelmäßige Tests und mehr Kontrollen. Reise-Regeln verschärfen will sie nicht.

Deutschland nähert sich bei der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante nach Erwartung der Bundesregierung immer mehr den Verhältnissen von Großbritannien oder Portugal. Beide Länder sollen in wenigen Tagen von ihrem Status als Virusvarianten- zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft werden, wenn die Delta-Anteile in Deutschland vergleichbar sind. Das kündigte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin an. Nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts geht mindestens jede zweite Corona-Ansteckung in Deutschland bereits auf Delta zurück. Jetzt kommt es aus Spahns Sicht darauf an, die absolute Zahl solcher Infektionen klein zu halten. Die Bundespolizei kontrolliert laut Innenminister Horst Seehofer (CSU) verstärkt Rückkehrer und Einreisende an Flughäfen.

JEDE ZWEITE NEUINFEKTION MIT DELTA:

Delta wird sich nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland durchsetzen. Spahn mahnte, die bald für alle bestehende Impf-Chance zu ergreifen und von den «en masse» verfügbaren Test Gebrauch zu machen. «Es liegt an uns, ob Delta eine Chance hat.» Spahn sagte: «Doppelt geimpft schützt gegen Delta.» Dies sei mittlerweile erwiesen. Menschen ohne Impfung, gerade auch zurückkehrende Urlauber, sollten sich regelmäßig testen lassen.

Wegen Qualitätsunterschieden bei Schnelltests macht laut Experten vor allem ihr regelmäßiger Gebrauch Sinn - etwa zum Screening in Betrieb oder Schule. Im Einzelfall könnten Tests für ein positives Ergebnis eine so hohe Virenzahl benötigen, wie man sie mit Symptomen erreicht.

Jüngste konkrete Messungen ergaben laut RKI einen Delta-Anteil von rund 37 Prozent - allerdings ist die Stichprobe noch von Mitte Juni. Die Corona-Verbreitung ist insgesamt noch rückläufig. Binnen eines Tages gab es bundesweit 892 Neuinfektionen. Bei 5,1 lag laut RKI die Sieben-Tage-Inzidenz (Vortag: 5,2 - Vorwoche: 6,6). Fachleute befürchten eine Trendumkehr mit zunehmender Delta-Verbreitung.

VORSICHT BEIM REISEN:

Urlaubsreisen nach Portugal und Großbritannien werden wieder leichter möglich - wenn die Länder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten heruntergestuft werden. Dies werde der Fall sein, wenn die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante vergleichbar seien, voraussichtlich bei 70 bis 80 Prozent, sagte Spahn. Die Neubewertung werde für die kommenden Tage erwartet. Ausschlaggebend seien der relative Anteil der Variante in Deutschland und die Schutzwirkung der zunehmenden Zahl der doppelten Impfungen. Die derzeitige Einstufung als Virusvariantengebiet schreibt 14 Tage Quarantäne vor.

Stationäre Grenzkontrollen will Seehofer auch im Sommer nicht einführen - und so lange Staus an den Grenzübergängen vermeiden. Die Polizeikontrollen an Flughäfen würden aber verstärkt. Und an Autobahnen soll es Stichproben-Kontrollen geben. «Wer einreist, muss damit rechnen, kontrolliert zu werden», sagte Seehofer. Die Gesundheitsämter kontrollieren laut Spahn die Einhaltung von Quarantäne. Das Sinken der Inzidenzen gebe ihnen dafür den Freiraum.

Spahn verteidigte die Reisepolitik der Regierung. Es könne nicht für jeden - egal ob aus Risikogebiet oder nicht - eine Testpflicht eingeführt werden. Die Regierung wolle Balance von Freiheitsrechten und Gesundheitsschutz halten. Von den Ländern seien bei der jüngsten Bund-Länder-Schalte zum Thema nur von einem Land Vorschläge für Verschärfungen gekommen. Aktuell ist kein Nachbarland Deutschlands als Risikogebiet eingestuft. Bei den Kontrollen von Autofahrern geht es auch um Reisende, die aus der Türkei oder Großbritannien kommen.

Sorgen macht sich die Regierung wegen der Fußball-EM. Seehofer kritisierte den UEFA-Kurs als «absolut verantwortungslos». Es sei bei dicht gedrängten Menschen in Stadien «vorgezeichnet, dass dies das Infektionsgeschehen befördert».

START DES IMPFNACHWEISES:

Der EU-Impfnachweis startete offiziell am Donnerstag. 200 Millionen Stück sind laut EU-Kommission bereits ausgestellt - für den Nachweis frischer Tests, Impfungen und Genesungen europaweit. Reisende können mit einem Nachweis über eine Impfung in mehreren Ländern Quarantäne vermeiden. Die Nachweise werden vielerorts auch für Besuche in Restaurants, Clubs oder Veranstaltungen benötigt. Sie sollen in der ganzen EU sowie Norwegen, der Schweiz und Island zum Einsatz kommen. Wie der breite Einsatz in der Praxis klappt, muss sich in den kommenden Tagen und Wochen zeigen.

Änderungen gab es auch im deutschen Recht. So war die Bundesnotbremse im Infektionsschutzgesetz bis zum 30. Juni befristet. Die Wirtschaft begrüßte unterdessen hat das Auslaufen der coronabedingten Homeofficepflicht am Mittwoch.

IMPFUNG FÜR ALLE IN DIESEM MONAT:

Im neuen Monat sollen alle impfwilligen Erwachsenen das Angebot einer Erstimpfung erhalten. Momentan sind 37,3 vollständig und 55,1 Prozent mit mindestens einer Impfdosis geimpft. Spahn teilte mit, allein mit den Lieferungen durch Biontech/Pfizer und Moderna könne allen erwachsenen Impfwilligen ein Angebot im Juli gemacht werden. Für Kinder und Jugendliche soll bis Ende August mindestens die erste Impfung möglich gemacht werden. Laut einer Mitteilung der Ständigen Impfkommission sollen Menschen, die als erste Dosis das Vakzin von Astrazeneca bekommen haben, unabhängig vom Alter zum besseren Schutz vor Delta als zweite Impfung voraussichtlich Biontech oder Moderna bekommen.

Fürs kommende Jahr sollen 204 Millionen Impfdosen verschiedener Hersteller bestellt werden, teilte Spahn mit. Reichen solle das für zwei Impfdosen pro Person und einen Sicherheitspuffer - laut einem vom «Handelsblatt» zitierten Bericht für den Schutz gegen Mutationen und für Auffrischungsimpfungen. Die Mengen seien EU-vertraglich gesichert oder als Wünsche angemeldet, so Spahn. Ohne Beteiligung Deutschlands an den Verträgen hätte die ganze EU laut Spahn weniger Sicherheit. Insgesamt rechnet das Ministerium laut «Handelsblatt» mit Kosten in Höhe von 3,9 Milliarden Euro für die Lieferungen 2022.

Innerhalb Deutschlands will Spahn auf «on demand» umstellen. Die für Impfzentren, Arztpraxen und Betriebsärzte gebrauchten Dosen würden geliefert. Die Länder wollten aber Impfstoff nicht lagern, geliefert werde nur das Bestellte. Der Rest werde durch den Bund gelagert oder dem internationalen Impfprogramm Covax gegeben.

 

15:42 Uhr

Impfkommission ändert Empfehlung für Astrazeneca-Erstgeimpfte

Mit der schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland passt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten, teilte das Gremium am Donnerstag mit. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die Empfehlung gelte «vorbehaltlich der Rückmeldungen aus dem noch zu eröffnenden Stellungnahmeverfahren», hieß es.

Die Expertinnen und Experten begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten - erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff - der Immunantwort nach zwei Dosen Astrazeneca «deutlich überlegen» sei. Fachleute sprechen von einem heterologen Impfschema. Dieses hatte die Stiko bisher nur jüngeren Menschen angeraten, die bereits eine Erstimpfung mit Astrazeneca bekommen hatten, bevor dieser Impfstoff nur noch für Impfwillige ab 60 Jahren empfohlen wurde.

Die Stiko betonte, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis «zeitgerecht wahrzunehmen». Nach nur einer Impfstoffdosis scheine der Schutz gegen Delta «deutlich herabgesetzt» zu sein. Der Schutz vor schweren Krankheitsverläufen durch Delta sei nach vollständiger Impfung im Vergleich zum Schutz vor anderen Corona-Varianten ähnlich gut, hieß es unter Berufung auf Daten aus dem Vereinten Königreich.

Die Stiko wies nun als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zwölf Wochen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und «ab vier Wochen» bei der Kombination aus Astrazeneca und mRNA-Impfstoff.

14:48 Uhr

Curevac-Chef Haas geht von Impfstoff-Zulassung in der EU aus
 

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA seinen Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen wird. «Die Population der 18- bis 60-Jährigen ist besonders begünstigt von unserem Impfstoff. Darüber haben wir mit der EMA gesprochen», sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz. Es gebe einen ganz klaren Trend, dass der Impfstoff bei Jüngeren wirke.

Das Curevac-Präparat zeigt einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg. In der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren liegt die Wirksamkeit bei 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und bei 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf, wie Curevac am Mittwochabend mitgeteilt hatte. Einen vollständigen Schutz gab es in dieser Altersgruppe demnach vor einem Krankenhausaufenthalt oder dem Tod.

Die EMA bekräftigte am Donnerstag, dass die Prüfungen der Daten zu dem Impfstoff fortgesetzt würden. Es gebe eine «sehr konstruktive Zusammenarbeit» mit dem Hersteller, sagte die Behörde in Amsterdam. Erst wenn die Bewertung aller Daten abgeschlossen sei, werde man über weitere Schritte entscheiden.

Nach der Veröffentlichung von Zwischenergebnissen Mitte Juni hatte die EMA betont, dass es keine harte Mindestgrenze bei der Wirksamkeit gebe. Bei klinischen Studien werde zwar von einer Mindestgrenze von 50 Prozent Wirksamkeit ausgegangen. Aber vor allem im Zusammenhang mit den neuen Virusvarianten müsse man die Daten sehr gut prüfen und Vorzüge gegen Nachteile abwägen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht jedoch davon aus, dass die EMA den Curevac-Impfstoff nicht zulässt. «Mit der geringen Wirksamkeit von 48 Prozent wäre der Curevac-Impfstoff nicht einsetzbar in Deutschland. Wenn es Impfstoffe gibt, die so viel stärker sind, wie Moderna und Biontech, wie mit Abstrichen auch Johnson & Johnson und Astrazeneca, dann gibt es keinen Platz für einen Impfstoff, der nicht so gut ist», sagte Lauterbach der Düsseldorfer «Rheinischen Post».

13:28 Uhr

RKI: So wenige wöchentliche Corona-Labortests wie noch nie 2021 

BERLIN (dpa-AFX) - Die Zahl der wöchentlichen Labortests auf das Coronavirus ist mittlerweile so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Für die vergangene Woche weist das Robert Koch-Institut 705.520 Testungen aus, wie aus dem Lagebericht vom Mittwochabend hervorgeht. Das ist weniger als halb so viel wie in der Woche vom 19. bis 25. April, als noch rund 1,4 Millionen Tests erfasst worden waren.
Die Zahlen sind bereits seit einigen Wochen rückläufig und liegen seit Ende Mai unter der Schwelle von einer Million PCR-Tests pro Woche. In den Angaben können auch mehrfach getestete Patienten enthalten sein.
Die aktuellen Werte sind höher als jene aus dem Frühsommer 2020. Erst ab August vergangenen Jahres war eine wöchentliche Größenordnung an Tests wie derzeit erreicht worden. Von damals bis heute hat sich aber auch die Zahl meldender Labore erhöht.
Auf einen Tiefststand in diesem Jahr ist nun auch der Anteil der positiv ausgefallenen Untersuchungen gesunken: Nur noch in einer von 100 Proben von vergangener Woche wurde laut RKI-Bericht SARS-CoV-2 aufgespürt (0,96 Prozent). Im Frühjahr hatte der sogenannte Positivenanteil teils deutlich über zehn Prozent gelegen.
 

13:08 Uhr

WHO Europa warnt vor einer neuen Infektionswelle im Herbst 

Kopenhagen (dpa) - Der Europadirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO warnte vor einer neuen Welle von Corona-Infektionen. Bei einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte Hans Kluge, dass durch die Lockerungen der Beschränkungen in vielen Ländern und die vermehrte Reiseaktivität die Infektionsgefahr größer werde. Nach zehn Wochen Rückgang sei die Zahl der Infizierten in Europa in der vergangenen Woche wieder um zehn Prozent gestiegen.

Das geschehe vor dem Hintergrund einer weiteren Verbreitung der sogenannten Delta-Variante, die zuerst in Indien entdeckt wurde und als besonders ansteckend gilt. „Die Delta-Variante überholt sehr schnell die Alpha-Variante“, so Kluge. Bis August werde diese Form in der Europäischen Region dominant sein. Auch bis dahin werde die Bevölkerung noch nicht komplett geimpft sein. Daher sei die Gefahr einer neuen Welle gegeben. „Verzögerungen bei der Impfung kosten Leben“, so Kluge. „Je langsamer wir impfen, desto mehr Varianten werden auftauchen.“

Er appellierte an alle Menschen, die nun Fußballspiele besuchen wollen oder eine Urlaubsreise planen, die Risiken genau abzuwägen und sich zu schützen.

12:30 Uhr

EU-Kommission: 200 Millionen EU-Corona-Zertifikate ausgestellt 

Brüssel (dpa) - Bis zum offiziellen Start des EU-Impfnachweises am Donnerstag sind in Europa Angaben der EU-Kommission zufolge bereits 200 Millionen Zertifikate ausgestellt worden. Mit ihnen sollen Bürgerinnen und Bürger europaweit frische Tests, Impfungen und Genesungen nachweisen können. Vom Sommerurlaub bis zu kleineren Ausflügen in benachbarte Länder sollen damit viele Freizeitaktivitäten vereinfacht werden.

Die Regeln, wofür Nachweise gebraucht werden, unterscheiden sich von Land zu Land. So können Reisende mit einem Nachweis etwa über eine Impfung nicht nur in mehreren Ländern eine Quarantäne vermeiden. Sie werden mancherorts auch für Besuche in Restaurants, Clubs oder Kulturveranstaltungen benötigt. Alle EU-Länder sowie Norwegen, die Schweiz und Island sind an die nötige Technik für das Zertifikat angeschlossen. Einer Übersicht der EU-Kommission zufolge sind nur in Irland bislang keine Nachweise ausgegeben worden.

11:57 Uhr

Erneut Rekordwert an Corona-Todesfällen in Russland 

Moskau (dpa) - Russland hat zum dritten Mal infolge einen Rekord an täglichen Corona-Todesfällen verzeichnet. Die Behörden im größten Land der Erde registrierten am Donnerstag 672 Tote binnen 24 Stunden – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die täglich gemeldeten Neuinfektionen erreichten mit mehr als 23.000 einen Höchstwert seit Mitte Januar. In Russland, wo viele Menschen einer Impfung skeptisch gegenüberstehen, verbreitet sich vor allem die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus rasant.

Stark betroffen ist neben der Hauptstadt Moskau auch St. Petersburg, wo an diesem Freitag das erste EM-Viertelfinalspiel geplant ist. Die Ostseemetropole meldete zuletzt mehr als 1600 Neuinfektionen und 115 Corona-Tote an einem Tag.

Mehrere russische Regionen haben aufgrund der dramatischen Lage einen Impfzwang für Angestellte vieler Berufsgruppen verhängt. Insgesamt haben sich jüngsten Angaben zufolge erst 11,5 Prozent der Russen beide Spritzen verabreichen lassen. In Moskau verkündete Bürgermeister Sergej Sobjanin am Donnerstag den Start von Auffrischimpfungen für Menschen, deren Immunisierung sechs Monate oder länger her ist.

11:39 Uhr

Britischer Gesundheitsdienst plant Auffrischungsimpfungen im Herbst 

London (dpa) - Der britische Gesundheitsdienst NHS hat mit den Planungen für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus begonnen. Wie das britische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, könnte bereits von September an eine neue Impfkampagne gestartet werden, bei der Millionen Menschen im Vereinigten Königreich mit einer dritten Impfdosis vor einer COVID-19-Erkrankung geschützt werden sollen. Demnach sollen zunächst besonders gefährdete Personengruppen und alle über 70-Jährigen eine Impfung erhalten. In einem zweiten Schritt könnten dann alle über 50-Jährigen geimpft werden.

Die Corona-Auffrischungsimpfungen sollen gleichzeitig mit einer Schutzimpfung gegen Influenza vorgenommen werden. Britische Experten gehen davon aus, dass die im vergangenen Winter durch die Corona-Maßnahmen unterdrückte Grippe in der kalten Jahreszeit mit Wucht zurückkehren wird.

In Großbritannien haben inzwischen knapp 85 Prozent aller Erwachsenen mindestens eine Impfung erhalten. Zweimal geimpft sind bereits rund 62 Prozent aller über 18-Jährigen.

11:36 Uhr

Bundesregierung bereitet Bevölkerung auf Delta-Variante vor 

Berlin (dpa) - Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesregierung vor der weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in der Bevölkerung. Delta werde mit steigendem Anteil auch bald in Deutschland die dominierende Variante sein, nun müssten die absoluten Infektionszahlen möglichst niedrig gehalten werden, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Gegen die Ausbreitung von Delta helfe das Impfen, mahnte Spahn. „Doppelt geimpft schützt gegen Delta“, betonte der Minister. Dies sei mittlerweile erwiesen.

Die Menschen ohne Impfung mahnte Spahn, sich testen zu lassen. „Wir haben Tests en masse verfügbar“. Spahn betonte: „Es liegt an uns, ob Delta eine Chance hat.“ Die Deutschen hätten es selbst in der Hand, ob nach einem schönen Urlaub auch eine schöne Zeit im Herbst komme. Die generelle Empfehlung an Ungeimpfte, sich regelmäßig testen zu lassen, gelte natürlich auch für Reiserückkehrer.

„Wir haben deutlich mehr Möglichkeiten als vor einem Jahr“, erklärte der Minister. Es gebe neben dem breiten Testangebot auch klare Regeln zu Beginn der Reisezeit. Um einen Eintrag aus anderen Ländern zu minimieren, gelte die „vergleichsweise strikte“ Einreiseverordnung.

Möglichkeiten zur Kontrolle sind nach Darstellung Spahns amtlicherseits mittlerweile gegeben. Nach dem Sommer 2020 waren die Behörden bei der Nachverfolgung der Corona-Kontakte zunehmend an ihre Grenzen gestoßen. Spahn sagte, die Gesundheitsämter seien bei der Kontaktverfolgung durch sinkende Inzidenzen zunehmend entlastet. Sie könnten die Quarantäne der aus Corona-Gebieten eingereisten Menschen kontrollieren.

Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts dürfte bereits mindestens jede zweite Corona-Ansteckung in Deutschland auf Delta zurückgehen.

10:48 Uhr

Spahn: Portugal und Großbritannien werden bald wieder heruntergestuft 

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung will Portugal und Großbritannien für Reisende bald wieder von Virusvarianten- zu Hochinzidenzgebieten herunterstufen. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin an. Dies werde dann der Fall sein, wenn die Anteile der ansteckenderen Delta-Variante vergleichbar seien, also voraussichtlich 70 bis 80 Prozent. In der laufenden Woche geht in Deutschland nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) jede zweite Corona-Ansteckung auf die Delta-Variante zurück.

Entscheidend für die in den kommenden Tagen zu erwartende Entscheidung werde sein, dass der relative Anteil der Variante in Deutschland steigt und diese dominierend werde, sagte Spahn. Gleichzeitig sei zentral, dass die doppelten Impfungen gegen Delta schützten und diese in Deutschland zunähmen. Der Schritt werde „nicht in ferner Ferne liegen“. Die derzeitige Einstufung als Virusvariantengebiet hat strikte Quarantäneregeln selbst für geimpfte Einreisende zur Folge.

9:46 Uhr

Indonesien ordnet strikte Corona-Maßnahmen auf Java und Bali an

Jakarta (dpa) - Indonesien reagiert wegen immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen mit strengeren Maßnahmen auf der dicht bevölkerten Hauptinsel Java und der Nachbarinsel Bali. Die Einschränkungen sollen zunächst vom 3. bis 20. Juli gelten, kündigte Präsident Joko Widodo am Donnerstag in einer Fernsehansprache an. Details sollten im Laufe des Tages bekannt gegeben werden.

Laut eines Dokuments, das der Deutschen Presse-Agentur vorlag, müssen unter anderem alle Schulen und Einkaufszentren schließen. Essen in Restaurants sind wieder verboten, nur noch Speisen zur Mitnahme oder Lieferung sind erlaubt. Unternehmen werden angewiesen, 75 Prozent der Belegschaft ins Homeoffice zu schicken.

Vor wenigen Tagen hatte das Rote Kreuz vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in dem Inselstaat gewarnt. Seit Tagen meldet das Land Rekordwerte von über 20.000 Neuinfektionen. Jan Gelfand, Leiter der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) in Indonesien, sprach von einer drohenden „COVID-19-Katastrophe“. Der örtliche Ärzteverband hatte zuletzt erklärt, dass das Gesundheitssystem auf Java völlig überlastet sei und Patienten mittlerweile abgewiesen werden müssten.

Im viertbevölkerungsreichsten Staat der Erde mit 270 Millionen Einwohnern wurden bislang fast 2,2 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Mehr als 58.000 Menschen sind in Verbindung mit COVID-19 gestorben. Die wichtige Tourismusindustrie auf beliebten Inseln wie Bali liegt seit März 2020 am Boden.

6:55 Uhr

Statistiker hält Corona-Datenlage für unzureichend

Halle/Göttingen (dpa) - Die Datenlage zur Pandemiebekämpfung in Deutschland ist aus Statistikersicht unzureichend. „Nur mit wissenschaftlichen Auswertungen, die (...) auf einer sehr breiten Grundlage basieren, können für die Politik die notwendigen Entscheidungshilfen in kürzester Zeit zur Verfügung gestellt werden“, sagte der Vorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik, Tim Friede.

Über die Gründe für die fehlende Arbeit an einer zielgerichteten und systematischen Datenerhebung kann Friede nur spekulieren. „Warum diese Ideen nicht umgesetzt wurden, kann ich mir nicht recht erklären.“ Auch eine Konfrontation mit dem oft ins Feld geführten Datenschutz sieht er nicht zwingend. Er habe mehrmals erlebt, „dass eine wissenschaftliche Nutzung von Daten mit Verweis auf den Datenschutz verweigert wurde“, sagte Friede, der das Institut für Medizinische Statistik an der Universitätsmedizin Göttingen leitet, mit Blick auf das vergangene Jahr. Er habe gelegentlich den Datenschutz als vorgeschobenes Argument empfunden, um eine Veröffentlichung von Daten zu verhindern.

5:49 Uhr

Lauterbach: Auffrischungsimpfungen von Delta-Verbreitung abhängig

BERLIN (dpa-AFX) - Im Falle einer weiteren Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hält SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach Auffrischungsimpfungen für unumgänglich. „Sobald Fälle beobachtet werden, bei denen es trotz zweifacher Impfung zu einer Ansteckung zum Beispiel mit der gefährlichen Delta-Variante und auch zu schweren Krankheitsverläufen kommt, wird man zur Booster-Impfung (Wiederholungsimpfung) aufrufen“, sagte Lauterbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstag). „Dann könnte eine Alarmstimmung herrschen.“

Derzeit sei allerdings noch nicht sicher, ob sich die Delta-Variante „gegen die Impfungen durchsetzen“ werde, fügte Lauterbach hinzu. „Deswegen kann man derzeit noch nicht zu den Auffrischungsimpfungen aufrufen. Dafür fehlt noch das Wissen.“

Es könne durchaus sein, dass in sechs Monaten erste Auffrischungsimpfungen für diejenigen notwendig würden, die bereits zu Beginn dieses Jahres immunisiert wurden, sagte Lauterbach. „Deren Impfung liegt dann ja schon ein Jahr zurück.“ Und es betreffe vor allem die Gruppe mit den höchsten Risiken. Die dafür notwendigen Impfstoffkapazitäten seien verfügbar.

Derweil forderten die Grünen bessere Aufklärung über Auffrischungsimpfungen. „Es gibt Risikogruppen, die wegen bestimmter Vorerkrankungen oder der Einnahme von einigen Medikamenten ein abgeschwächtes Immunsystem haben, und bei denen die Impfstoffe nicht oder nur wenig zu wirken scheinen“, sagte der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen der „Rheinischen Post“. Es wäre Aufgabe der Bundesregierung durch Forschungsförderung, transparente Aufklärungsarbeit und funktionierende Krisenkommunikation, hier für weitergehende Erkenntnisse und eine klare Definition dieser Personengruppen zu sorgen, um zielgerichtete Booster-Impfungen jetzt vorzubereiten.

4:30 Uhr

RKI registriert 892 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,1

Berlin (dpa) - Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1008 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 5,2; Vorwoche: 6,6).

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 63 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 93 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.729.033 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.625.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 90.938.

1:11 Uhr

Fast nur noch Langzeitpatienten auf COVID-Intensivstationen

Berlin (dpa) - Auf den Covid-Intensivstationen der deutschen Kliniken
werden fast nur noch Langzeitpatienten behandelt. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag): „Die allermeisten der rund 600 COVID-Patienten auf den Intensivstationen sind Langzeitpatienten. In Einzelfällen kommt es auch noch zu Neuaufnahmen, doch viele sind bereits seit Monaten in intensivmedizinischer Behandlung.“

Es handele sich größtenteils um Patienten, die sich in der dritten Welle im Frühjahr angesteckt hätten, sagte Marx. „Wir wissen heute, dass zehn Prozent der Covid-Intensivpatienten länger als zwei Monate in den Kliniken bleiben“, erklärte er. „Beatmete Covid-Patienten bleiben im Schnitt 14 Tage auf der Intensivstation, zehn Prozent benötigen mehr als 35 Tage Beatmungstherapie.“ Man müsse davon ausgehen, dass jeder zweite beatmete Patient sterbe.

1:00 Uhr

RKI: Delta-Variante sorgt für mindestens Hälfte der Neuinfektionen

Berlin (dpa) - Mindestens jede zweite Corona-Ansteckung in der laufenden Woche dürfte nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) bereits auf die ansteckendere Delta-Variante zurückgehen. Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante derzeit „mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht“, schreibt das RKI in einem Bericht vom Mittwochabend. Der Anteil von Delta an einer Stichprobe aus dem Zeitraum 14. bis 20. Juni wird darin mit rund 37 Prozent beziffert. Das ist mehr als doppelt so viel wie in der Woche zuvor, als es noch 17 Prozent waren.

Insgesamt setzt sich damit der deutliche Zuwachs des Delta-Anteils seit Ende Mai weiter fort. Zu der Entwicklung hatte sich RKI-Chef Lothar Wieler bereits am Montag in einer Schalte der Gesundheitsminister von Bund und Ländern geäußert, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfahren hatte.

Mit Blick auf die nachgewiesenen Delta-Fälle spricht das RKI von einer „leichten Zunahme“. Nachdem in der Woche vom 31. Mai bis zum 6. Juni noch 410 solche Ansteckungen erfasst wurden, bekam das RKI vom 14. bis zum 20. Juni bereits 724 gemeldet. Es wird aber nicht jede positive Probe auf Varianten hin untersucht.

Insgesamt ist die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland rückläufig. Fachleute befürchten jedoch eine Trendumkehr mit zunehmender Delta-Verbreitung. Die bisherige Entwicklung liegt vor allem am massiven Rückgang der Fälle durch die zuletzt vorherrschende Variante Alpha: Für sie gibt das RKI im Bericht ein Absinken der geschätzten Sieben-Tage-Inzidenz von 76 auf rund 5 über einen Zeitraum von sechs Wochen an. Die Inzidenz von Delta nahm demnach in den letzten drei beobachteten Wochen zu: von 2,0 auf 3,2.

Sie nehme an, dass Delta bereits in bestimmten Gebieten, vielleicht sogar deutschlandweit vorherrschend sei, sagte auch die Frankfurter Virologin Sandra Ciesek am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info). Dass die Delta-Anteile relativ stark zugenommen hätten, liege auch an den derzeit sehr niedrigen Fallzahlen. Ausbrüche – die laut RKI Haushalte, Arbeitsplätze und Schulen betreffen - spielten eine Rolle. Bei weiterer Ausbreitung könne die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz wieder steigen, erwartet die Expertin.

Für Ciesek kommt es nun auf rasches Eindämmen an: „Delta verzeiht das noch weniger als die anderen Varianten, wenn man nicht schnell genug handelt.“ Ausbrüche müsse man in den Griff bekommen, etwa durch schnelle Nachtestungen und Quarantäne. Berichte über angebliche Ansteckungen mit Delta binnen zehn Sekunden bewertete Ciesek mit Zurückhaltung: In der Regel könne man dies gar nicht so genau untersuchen.

Wie der RKI-Bericht zeigt, geht von den im Juni bislang übermittelten Fällen knapp jeder zehnte Fall auf eine mögliche Ansteckung im Ausland zurück. Die meistgenannten Länder seien Afghanistan (44 Fälle), die Russische Föderation (26) und Italien (22) gewesen. Auch bei Reisen innerhalb Deutschlands könne man sich anstecken, sagte Ciesek. Wegen der starken Verbreitung der Delta-Variante sind Portugal und Russland mittlerweile als Virusvariantengebiete eingestuft worden, was ein weitreichendes Beförderungsverbot und strikte Quarantäneregeln für Einreisende zur Folge hat.

Zum Schutz vor schweren Verläufen durch Delta sind vollständige Impfungen – also der Erhalt der ersten und auch der zweiten Dosis – wichtig, wie unter anderem Daten aus England zeigen. Bislang ist etwas mehr als ein Drittel der Bevölkerung hierzulande vollständig geimpft.

Laut Ciesek fehlen bisher noch Daten zu Delta und dem Impfstoff von Johnson & Johnson, bei dem nur eine Dosis vorgesehen ist. In den USA werde aber diskutiert, ob damit Geimpfte eine Auffrischung mit einem anderen Impfstoff erhalten sollten.

0:01 Uhr

Kassenarzt-Chef warnt vor Panikmache wegen Delta-Variante

Berlin (dpa) - Der Vorstandschef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat angesichts der Delta-Variante des Coronavirus vor Panikmache gewarnt. „Ich halte die Debatte derzeit für in Teilen fast schon hysterisch“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag). „Es ist unverantwortlich, immer wieder mit Endzeitszenarien zu operieren.“

Die Delta-Variante dürfte bereits Ende Juli hierzulande die dominierende Mutante werden, sagte Gassen. „Aber deshalb müssen wir nicht in Panik verfallen. Delta ist ansteckender, aber nach heutigen Erkenntnissen wohl nicht wesentlich gefährlicher als die bisherigen Varianten.“ Es könne durchaus sein, dass die Infektionszahlen wieder hochgingen. „Aber es gibt bisher keine fundierten Hinweise darauf, dass dadurch auch der Anteil der schweren Erkrankungen wieder steigt, zumal Geimpfte zuverlässig geschützt sind.“ Alarmismus sei völlig fehl am Platz.

Kritik übte Gassen etwa an den Reiseregeln. „Portugal mit seinen harten Lockdowns wird lange als Musterland der Corona-Bekämpfung dargestellt, für das Reisen wird mit großem Brimborium der digitale Impfpass eingeführt. Doch dann wird über Nacht der Urlaub in Portugal quasi unmöglich gemacht, weil alle Rückreisenden – ob geimpft oder nicht – in 14-tägige Quarantäne geschickt werden.“ Gassen forderte, die Quarantäne für vollständig geimpfte Reiserückkehrer aus sogenannten Virusvariantengebieten zu streichen. „Wir wissen, dass vollständig Geimpfte auch gegen Delta hervorragend geschützt sind.“
 


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