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Schon da: der digitale Impfnachweis

Stuttgart - 04.06.2021, 12:15 Uhr

Tamim Al-Marie (rechts) ist seit Januar Apotheker. Er hat sich allerdings nicht mit einer öffentlichen Apotheke selbstständig gemacht, sondern ein Start-up-Unternehmen „immunkarte.de“ in Leipzig gegründet. (c / Fotos: privat)

Tamim Al-Marie (rechts) ist seit Januar Apotheker. Er hat sich allerdings nicht mit einer öffentlichen Apotheke selbstständig gemacht, sondern ein Start-up-Unternehmen „immunkarte.de“ in Leipzig gegründet. (c / Fotos: privat)


Seit Anfang Mai gibt es ihn: einen digitalen Impfnachweis. Das Leipziger Start-up-Unternehmen „immunkarte.de“ vertreibt in Zusammenarbeit mit Apotheken einen digitalen und auch maschinenlesbaren analogen COVID-19-Impfnachweis. Apotheker Tamim Al-Marie, Gründer des Start-up-Unternehmens, setzt darauf, mit Apotheken zusammenzuarbeiten. In meinem Podcast frage ich Apotheker Al-Marie, wie diese Karte funktioniert, was sie bringt und ob sie in Konkurrenz zum digitalen Impfpass steht. 


Tamim Al-Marie ist seit Januar Apotheker. Er hat sich allerdings nicht mit einer öffentlichen Apotheke selbstständig gemacht, sondern ein Start-up-Unternehmen „immunkarte.de“ in Leipzig gegründet. Seine Geschäftsidee ist die Herausgabe einer digitalen und analogen maschinenlesbare Karte, mit der Personen, die gegen COVID-19 geimpft sind, ihren Impfstatus nachweisen können.  

Um so eine Immunkarte erstellen zu können, setzt der junge Apotheker darauf, mit Apotheken – er spricht von Partner-Apotheken – zusammenzuarbeiten, die die erforderlichen Daten von ihren geimpften Kundinnen und Kunden erheben. Mitmachen kann im Prinzip jede Apotheke, die diese Immunkarte anbieten möchte. Sie fragt die erforderlichen Daten von den Kundinnen und Kunden ab, prüft die Impfnachweise, macht ein Foto vom Passbild und gibt die Daten an das Start-up-Unternehmen weiter, so erklärt es Apotheker Al-Marie. Die Daten werden dann gespeichert und mit dem QR-Code der Immunkarte verknüpft. Der Besitzer der Immunkarte braucht so nur noch diese Karte vorzuzeigen. Mittlerweile liefern bereits mehr als 200 Partner-Apotheken in Deutschland diese Immunkarten aus.  

Die Vorteile der Karte sieht der Apotheker darin: Dort, wo der Impfstatus nachzuweisen ist, wird der QR-Code auf der Rückseite der Karte gescannt und so nachgewiesen, dass die Impfung gegen COVID-19 vollständig ist und bereits die vorgeschriebenen 14 Tage an Wartezeit zurückliegen. Außerdem wird bei gültigem Status der Immunisierung ein Passbild des Kartenträgers angezeigt, damit nicht bei jeder Eingangskontrolle zusätzlich der Personalausweis kontrolliert werden muss.  

Wie diese Karte genau funktioniert und was sie bringt, darüber habe ich mich mit Apotheker Al-Marie in meinem Podcast unterhalten. Ich fragte ihn auch, ob diese Karte mit dem kommenden digitalen Impfzertifikat konkurriert. Und ich wollte auch wissen, was die Apotheke von einer Zusammenarbeit mit seinem Unternehmen hat. Im Podcast erfahren Sie mehr dazu. 


Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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2 Kommentare

Abzocke

von Reimond Föcks am 11.06.2021 um 19:44 Uhr

20€ für ne Karte die keiner kennt und die nicht kompatibel mit den aktuellen covid Apps incl luca app ist. Fühle mich über den Tisch gezogen ,aber mal vom feinsten. Der Apotheker hat suggeriert das der Barcode auch in der CovPass App funktioniert.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

In bestehende Karten integrieren

von Thesing-Bleck am 05.06.2021 um 7:50 Uhr

Ein tolles Konzept, gefällt mir richtig gut!
Aber warum braucht man dazu noch eine weitere Karte extra? Viel eleganter wäre es, den QR-Code in bestehende Karten zu integrieren, die man immer bei sich tragen sollte. Beispiel: Aufkleber auf dem Personalausweis, der Krankenkassenkarte, der Scheckkarte oder der Kundenkarte der Apotheke. Die Anzahl der ausgegebenen Karten sprängt ja jetzt schon jede Geldbörse und jede Brieftasche.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

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