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Schutzschild gegen Kopfläuse: Mittel zur Abwehr im Überblick

Stuttgart - 04.10.2018, 10:15 Uhr

Eine Reihe von Mittel soll Kopflausbefall vorbeugen. (Foto: kurgu128 / stock.adobe.com)

Eine Reihe von Mittel soll Kopflausbefall vorbeugen. (Foto: kurgu128 / stock.adobe.com)


Jedes Jahr aufs neue haben Kopfläuse und Ihre Bekämpfung nach den Sommerferien Hochsaison. Aber wie sieht es mit der Prophylaxe aus? Gibt es wirksame Mittel, die eine Übertragung gar nicht erst zulassen? Und wie vermeidet man nach erfolgreicher Behandlung eine erneute Übertragung?

Aufgrund der schnellen, unkomplizierten und unbedenklichen Beseitigung der Läuse ist eine prophylaktische Behandlung eigentlich unnötig. Aber der Gedanke an Läuse bei den eigenen Kindern oder gar bei sich selber ist eine beunruhigende, teilweise ekelige Vorstellung.

Deshalb gibt es viele Kunden, die gerade jetzt nach den Sommerferien und zu Beginn des Herbstes nach Mitteln fragen, die eine Übertragung von Läusen verhindern können.

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Kopfläuse

Bevor ein prophylaktisches Läuse Mittel zum Einsatz kommt, ist sicherzustellen, dass noch kein Kopflausbefall vorliegt. Die einfachste Art, dies zu überprüfen ist, indem mit einem Nissenkamm das Haar nach Läusen und Eiern (Nissen) abgesucht wird. Sollte bereits ein Lausbefall vorliegen, sind die vorbeugenden Mittel nicht wirksam.

Auf dem Markt gibt es ein paar wenige Mittel, die zur Prophylaxe von Lausbefall angeboten werden:

Läuseabwehrspray mit Zitroneneukalytus (Eukalyptus citriodora): Das Läuseabwehrspray wird auf die trockenen Haare aufgesprüht und soll ohne zu föhnen und ohne Verwendung von Stylingprodukten trocknen. Nach zwölf Stunden ist die Wirkung nicht mehr gegeben. Die Wirkung beruht auf einem nicht fettenden Schutzschild, dass durch den Extrakt des Zitroneneukalyptus als Insektenschutzmittel wirkt. Der Wirkstoff ist für Kinder ab 12 Monaten geeignet.

Läuseabwehrspray mit Ethylbutylacetylaminoproprionat (EBAAP, IR 3535) und Icaridin: Das Spray wehrt ebenfalls die Läuse bis zu zwölf Stunden ab, indem es eine Art Schutzwand um den Kopf bildet. Die Läuse können die Haare nicht mehr als potentielles Ziel orten, sodass sie diese nicht mehr befallen können. Das Spray ist ebenfalls geeignet für Kinder ab einem Jahr.

EBAAP bzw. IR 3535 ist ein synthetischer Insekten-abweisender Wirkstoff, der auch zur Vorbeugung von Insektenstichen eingesetzt wird. Er zeichnet sich durch ein sehr gutes Sicherheitsprofil aus, unerwünschte Wirkungen sind selten

Läuseabwehrspray mit Dimeticon sowie Activdiol® :

Die Wirkstoffkombination soll bewirken, dass die Laus, sobald sie auf einen Wirt trifft, so geschädigt wird, dass sie – bevor sie sich festsetzen und vermehren kann – abgetötet wird.

Dimeticon tötet auf physikalische Weise Läuse. Das patentierte Actividiol® greift ebenfalls auf physikalische Weise die Körperoberfläche der Laus an und verhindert so, dass sich Läuse festsetzen.

Wichtig bei allen Läuse-Abwehrsprays ist eine sorgfältige Anwendung auch im Nackenbereich und hinter den Ohren.



Lars Peter Frohn, Autor DAZ.online
radaktion@daz.online


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